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Wismar Mittendrin im Gemeinschaftsgarten
Mecklenburg Wismar Mittendrin im Gemeinschaftsgarten
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00:01 19.10.2017
Kleine Gärtner im Lindengarten: Fabian, Gabi und Nico (v.l.) halfen beim Bepflanzen des Gemeinschaftsbeetes. Quelle: Fotos: Nicole Hollatz

Lavendel, Walderdbeeren, Oregano, Pfefferminze – sie alle wachsen auf dem Hochbeet neben dem Bürgertreff TiL im Lindengarten. Es ist ein Gemeinschaftsbeet, das seit fast zwei Wochen von jedem Wismarer genutzt werden kann. „Mittenmang“ heißt das Projekt – berlinerisch für „mittendrin“.„Wer die Pflanzen kennt, kann sich gern was für die Küche abschneiden“, erklärt Silke Weckert (55), eine der Mitgärtnerinnen. „Aber immer so, dass die Pflanze dabei nicht zerstört wird.“ Denn das ist die Idee hinter dem Hochbeet – Wismarer gärtnern, pflegen und hegen sowie ernten gemeinsam.

Ein Beet für alle: Beim Projekt „Mittenmang“ am TiL pflanzen und ernten Wismarer zusammen

Das kleine Lindengarten-Hochbeet ist der Startschuss für Urban-Gardening-Projekte in der Hansestadt. „Urban Gardening“ – also das urbane Gärtnern – ist die meist gärtnerische Nutzung städtischer Flächen im Wohngebiet. In vielen Großstädten bewirtschaften so Nachbarn zusammen Beete. Eine reizvolle Idee: Statt Müllberge wachsen Blumen in Baulücken, Erdbeeren zieren statt Hundehaufen Grünstreifen, mehrere Familien ernten Hinterhofkartoffeln.

„Dabei geht es nicht nur um Anpflanzen und Ernten, es geht um viel mehr: mit unterschiedlichen Menschen dieser Stadt in Kontakt kommen, etwas gemeinsames Schaffen, von einander lernen, miteinander Freude erleben und genießen“, erzählt Roswitha Dürkopp. Die 65-Jährige berichtet von einer offensichtlich herrenlosen Obstwiese am Ostseeradweg. „Da ist der Tisch praktisch gedeckt, die Menschen könnten ernten, aber jemand muss sich auch um die Bäume kümmern. Hier ist das so.“

Ehrenamtler haben das Hochbeet gebaut, Kinder und Helfer vom Verein „Licht am Horizont“, aus dem Altstadtbeirat und der „Mittenmang-Initiative“ haben es bepflanzt, Hobby-Gärtner haben die Pflanzen gespendet.

„Ich freue mich auf die Erdbeeren“, schmunzelt Nico (9). Er gehört zu den Kindern und Familien, die das Hochbeet zu Beginn bepflanzt haben. Regelmäßig vorbeischauen und helfen will auch der zwölfjährige Fabian.

Martina Krimmling vom Verein „Licht am Horizont“ stiftet die Kinder zur gemeinsamen Gartenarbeit an. Auch sie sollen das Beet regelmäßig pflegen und gucken, wie sich die Pflanzen entwickeln. Sie hat auch schon eine weitere Idee, wie das Beet die Nachbarschaftsbeziehungen verbessern kann: „Zur Erntezeit könnten alle gemeinsam mit den Produkten etwas kochen.“

Gärten für alle

Am Gemeinschaftsbeet „Mittenmang“ kann sich jeder beteiligen. Kontakt zur Gruppe kann per E-Mail an mittenmang.hwi@gmail.com

aufgenommen werden.

Einen neuen Gemeinschaftsgarten kann jeder gründen, der eine bestimmte Freifläche im Auge hat

und das Vorhaben mit dem Eigentümer abgesprochen hat. Auch

sollten die Nachbarn Interesse

daran haben. Bei rechtlichen Fragen hilft Quartiersmanager Dirk Zinner unter ☎ 03841 / 25 28 22 oder per E-Mail an dirk.zinner@dsk-gmbh.de.

Nicole Hollatz

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