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Wismar Modellbauer kommen mit Neuheiten

Wismarer Club Maritim veranstaltet am Wochenende im Wassertor die elfte Ausstellung

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Mal nicht maritim: Das jüngste Projekt von Buddelschiffbauer Jürgen Kubatz ist der „Klützer Kaffeebrenner“.

Quelle: Fotos: Hans-Joachim Zeigert

Wismar. Am kommenden Wochenende wird im Wassertor wieder einiges vom Stapel gelassen und aufgetakelt, zumindest symbolisch. Denn die Initiatoren des Clubs Maritim präsentieren gemeinsam mit Akteuren aus Wismar und Umgebung die elfte Schiffsmodellbau-Ausstellung. Die Eröffnung mit Modellbauern und hoffentlich vielen interessierten Besuchern findet am Sonnabend, 22. April, um 10 Uhr im großen Turmsaal bei einem Gläschen Sekt statt. Damit sollen das Engagement und anspruchsvolle Hobby der aktiven Teilnehmer gewürdigt werden. Auch am Sonntag ist das Wassertor von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

 

OZ-Bild

Ein neuer Hingucker des Modellbauers Rainer Däbritz: der Dreimast-Gaffelschoner „Frühling“. Den nachempfundenen Stahlrumpf zieren etwa 1000 Stecknadelköpfe.

Quelle:

Die Annahme und Registrierung der Exponate beginnt am morgigen Freitag ab 16 Uhr. Alle Ausstellungsstücke sind während der Zeit im Wassertor versichert, informiert der Club-Vorstand. Kurzentschlossene, die ihre maritimen Raritäten gern noch zur Schau stellen möchten, können diese noch ganz kurzfristig am Sonnabend um 8 Uhr abgeben.

Alle Stammaussteller haben ihre Einladungen bereits vor einigen Wochen erhalten. Zu denen, die als Erste ihre Teilnahme zusagten, gehören der Buddelschiffbauer Jürgen Kubatz aus Boltenhagen sowie der Modellbauer und Marinehistoriker Rainer Däbritz aus Tarnewitz.

Wie Jürgen Kubatz berichtet, bringt er wieder Premierenexponate mit. Dazu zählt der Nachbau des legendären Rostocker Schwimmkrans, genannt „Langer Heinrich“, untergebracht in einer Riesenflasche.

Weitere Neuheiten unter Glas sind ein Hebeschiff und ein historischer Eimerkettenbagger. „Ein solcher Zweig der Berufsschifffahrt, wo es um besondere Arbeitsschiffe geht, wird bei Modellbauern fast immer vergessen, bei mir eben nicht“, so der Spezialist für das besonders Filigrane. Seit mehr als 25 Jahren betreibt er sein Buddelschiffmuseum in der Boltenhagener Ostseeallee. Es ist montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Rainer Däbritz bringt wieder ein Kapitel Wismarer und Stralsunder Seefahrtsgeschichte in Gestalt solcher Modelle mit, wie die „Kuff“, den Zweimaster „Elizabeth“, die Brigantine „Maria Christina“ und den Dreimast-Gaffelschoner „Frühling“. Des Weiteren präsentiert er einen Kriegsfischkutter der Reichsmarine, über den er bereits im Wismarer Stadtarchiv einen Vortrag hielt.

Über all diese Exponate kann der gestandene Marinehistoriker viel erzählen. So entstand die „Maria Christina“ von 1793 bis 1794 als letzte Arbeit des Wismarer Schiffszimmermannmeisters Christopher Christophersen im Auftrag des Wismarer Reeders Christian Velthuseb & Sohn. Der Dreimast-Gaffelschoner „Frühling“, der 1921/22 gebaut wurde, besaß dagegen schon einen stählernen Rumpf sowie zusätzlichen Dieselantrieb. Das hatte der Tarnewitzer beim Modellbau ebenfalls berücksichtigt. Deshalb zieren 1000 Stecknadelköpfe als Imitate die „genietete“

Außenhaut.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Das Wassertor befindet sich Am Hafen 1. Infos: club-maritim-wismar.de

Hans-Joachim Zeigert

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