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Wismar Mosterei nimmt ab Sonnabend Äpfel & Co. an
Mecklenburg Wismar Mosterei nimmt ab Sonnabend Äpfel & Co. an
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00:00 30.08.2018
Johann Volk, Martin Nehls und Christian Bruno (v.l.) montieren ein Werbebanner für die Mosterei „Tropfen Kontor“ in Damshagen. Quelle: Foto: Malte Behnk
Damshagen

Noch ackern Martin Nehls, Johann Volk und Christian Bruno auf dem Hof der neuen Mosterei „Tropfen Kontor“ in Damshagen. Sie betonieren Stellen, an denen Rohrleitungen verlegt worden waren. Am Sonnabend, 1. September, wollen sie die Mosterei mit der ersten Obstannahme von 10 bis 18 Uhr eröffnen.

Obst kann gebracht werden

Obstannahme ist bereits am Sonnabend, 1. September, und dann immer von Montag bis Sonnabend, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Die Mosterei befindet sich in Damshagen hinter der Turnhalle an der Klützer Straße.

Der Standort für die Saftherstellung hat Tradition: Bereits in der DDR befand sich in dem langen Gebäude auf dem Grundstück hinter der Turnhalle in Damshagen eine Mosterei. Später war dort ein Malerbetrieb und jetzt wird wieder Saft hergestellt.

Seitdem Martin Nehls das Mostereigebäude und das Hauptgebäude der Damshagener Schule gekauft hat, haben er, Johann Volk und ihr neuester Mitstreiter Christian Bruno viel gearbeitet. Im großen Produktionsraum wurde der gesamte Fußboden herausgestemmt und erneuert. Die letzten Fliesen werden noch geklebt. Auch die Heizungsanlage wurde erneuert. Für die professionellen Arbeiten wurden verschiedene Handwerksfirmen aus der nahen Region eingespannt. Was die drei Männer selbst können, haben sie aber selbst erledigt.

„Zum Wochenende stellen wir noch die Maschinen zum Mosten auf und dann kann ab Montag Saft gemacht werden“, freut sich Martin Nehls. Die Mosterei in Damshagen wird in dieser Saison auch die Saftherstellung der Mosterei in Klütz übernehmen. „Sie haben uns auch einige Maschinen geliehen. Andere haben wir neu gekauft", sagt Nehls. Er will in Damshagen außer Saft auch Cider herstellen, einen schaumigen Fruchtwein aus Äpfeln. Kunden können aber auch Birnen, Quitten oder Pflaumen zum Mosten bringen. Sie zahlen dann für einen Liter Saft aus eigenen Früchten 85 Cent.

„Wir werden auch Zutaten anbieten, um selbst eine Maische für das später geplante Lohnbrennen anzusetzen“, sagt Martin Nehls. Auch Zutaten und Geräte zur eigenen Weinherstellung gibt es in Damshagen.

„Auch Glaskolben zum Gären“, sagt Johann Volk.

Die Betreiber des „Tropfen Kontor“ hoffen in diesem Jahr auf sehr aromatisches, süßes Obst. Das zeigt sich auch an den eigenen Obstbäumen. 1400 Stück stehen bei Groß Schwansee. „Sie sind noch nicht besonders alt und wir haben nur etwa 50 Kilogramm Äpfel davon geerntet“, sagt Nehls. „Aber wir können froh sein, dass wir bei der Trockenheit im Sommer nur zehn Bäume verloren haben.“ Auch auf dem Grundstück der alten Mosterei in Damshagen stehen Obstbäume. „Sie sind sehr schön, aber auch sehr ungepflegt“, sagt Martin Nehls. Um den Beschnitt und die Pflege der Bäume können sich die Mostereibetreiber aber erst zum Jahresende kümmern, wenn der Betrieb in der Manufaktur angelaufen ist. „Dann wollen wir auch für die Kunden, die uns Obst liefern, Baumpflege anbieten“, sagt Martin Nehls.

Wenn die Mosterei läuft, wird er sich weiter dem Hauptgebäude der ehemaligen Schule widmen. In zwei bis drei Jahren will er dort die Kellerei für den Cider und einen Hofladen mit Café sowie eine kleine Brennerei einzurichten. In Kooperation mit Gertrud Cordes, die das Biohotel in Stellshagen betreibt und auf dem ehemaligen Schulgelände Mitarbeiterwohnungen schafft, soll eine Art Bio-Gewerbehof entstehen, zu dem auch Handwerker gehören könnten.

Malte Behnk

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