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Wismar Müll sammeln in fremden Länden
Mecklenburg Wismar Müll sammeln in fremden Länden
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00:00 27.06.2017
Anne-Juliane Vopel (2. v. l.) mit einer Urlauberin und zwei Einheimischen auf Borneo, wo sie gemeinsam Müll am Strand gesammelt haben.

Urlaub mit dem Blick über den Tellerrand: Anne-Juliane Vopel und Stefan Bunkelmann setzen sich weltweit für saubere Strände ein und haben die Facebook-Seite „keep it clean around the world“ (Haltet es sauber auf der ganzen Welt) ins Leben gerufen.

Die beiden Wismarer ärgern sich über Müll an den schönsten Stränden der Welt. Während ihres Urlaubs im Januar auf dem malayischen Teil von Borneo kam den beiden Weltenbummlern darum die Idee, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Vor allem in Südostasien sei Plastikabfall ein riesiges Problem. Anne-Juliane Vopel: „Unsere Gruppe ist entstanden aus Backpackern, die sich am Strand an der Spitze Borneos getroffen haben. Bei unserem Aufenthalt haben wir uns alle über die verdreckten Strände aufgeregt. Die Einwohner schmeißen ihren Müll einfach überall hin, ohne darüber nachzudenken, was sie vor allem der Umwelt damit antun.“ Wale werden voller Plastikteilchen im Körper angeschwemmt, Taucher finden Plastik überall auf dem Meeresboden, Strände wirken wie Müllhalden. „Wir entschieden uns deshalb, zu jedem Strand, der so aussieht, mindestens eine Plastiktüte mitzunehmen, um Müll zu sammeln. Wir waren beeindruckt, wie viele Leute sich am Ende dann immer dazu bereit erklärten, auch mitmachen“, so Stefan Bunkelmann.

Die Wismarer wollen, so der Grundgedanke, Mitglieder finden, die auch vom Müll genervt sind und etwas dagegen tun wollen. Anne: „Wenn jedes Mitglied bei jedem Urlaub an Stränden mindestens einen Beutel voller Müll sammelt, können wir unsere Welt schöner machen.“ Bunki freut sich über alle Nachahmer und dass Fotos auf der Facebook-Seite gepostet werden. Die Wismarer haben auch mit Vertretern der Tourismusbehörde auf Borneo über das Müllproblem gesprochen.

Wenn Anne und Bunki mit Urlaubern auf Reisen gehen, „können unsere Gäste Müll sammeln, aber sie müssen natürlich nicht“, betont sie.

hoff

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