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Wismar Müssen Geschwister bald in unterschiedliche Kitas?
Mecklenburg Wismar Müssen Geschwister bald in unterschiedliche Kitas?
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00:05 17.02.2017
Plitsch platsch – Wasser macht Spaß: Die Kinder aus der Krippe und dem Kindergarten in Dorf Mecklenburg haben einen Wasserspielplatz. Quelle: Foto: Archiv/v. Kopp
Dorf Mecklenburg

Der Sohn von Stefanie Preuss aus Dorf Mecklenburg wird in der Kita im Ort betreut. Nun ist die 36-Jährige wieder schwanger – muss jedoch bangen, dass ihr Neugeborenes nicht in der gleiche Einrichtung wie der große Bruder betreut werden kann. „Früher war das so, dass Geschwisterkinder bei der Platzvergabe bevorzugt wurden. Das soll nun aber anscheinend nicht mehr gelten“, erzählt die Mutter. Frühzeitig habe sie sich mit der Kita-Leitung in Verbindung gesetzt, einen Platz garantiert ihr das aber nicht. „Mir wurde gesagt, dass es keine bevorzugte Behandlung mehr für Geschwisterkinder gibt. Ich stehe dann ganz normal auf der Warteliste“, sagt sie. Bekommt sie den Betreuungsplatz nicht zugeteilt, müsste Stefanie Preuss dann künftig morgens vor der Arbeit zwei Kitas abklappern, für die Dorf Mecklenburgerin keine ernstzunehmende Option. „Das ist doch völlig unsinnig!“, sagt sie. Die Entscheidung erscheint ihr willkürlich. Auf das Problem macht die Einwohnerin in der Sitzung der Gemeindevertretung aufmerksam. Kopfschütteln bei vielen Mitgliedern der Gemeindevertretung. Stichwörter wie Schildbürgerstreich fallen.

Plätze in Dorf Mecklenburg sind rar / Eltern bangen um Geschwister-Plätze

Neubau nach 27 Jahren

3023 Einwohner hat die Gemeinde Dorf Mecklenburg, die zum Amtsbereich Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen gehört. Insgesamt besteht das Amt aus neun Gemeinden.

1953 entstand die Kindertagesstätte in Dorf Mecklenburg. 27 Jahre später, 1980, ist dann ein Neubau eingeweiht worden.

Anscheinend soll die Anweisung für diese Anordnung von Bürgermeister Torsten Tribukeit (Die Linke) gekommen sein. Dem ist diese Regelung allerdings gar nicht bekannt. „Zumal ich als Bürgermeister so eine Regelung auch gar nicht alleine entscheiden könnte“, betont er. „Das ist eine Fehlinformation.“ Er will sich deshalb gemeinsam mit der Kita-Leitung und der Verwaltung bald zusammensetzen, um das Problem zu klären. Denn auch für ihn steht fest: „Geschwisterkinder müssen natürlich in die gleiche Einrichtung gehen können. Wir werden dem auf jeden Fall nachgehen.“

Eckhard Rohde, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, bestätigt: „Es stimmt nicht, dass diese Regelung aufgehoben wurde.“ Fakt ist jedoch, dass im gesamten Amtsbereich Kinder erst zum Stichtag ihrer Geburt in ihrer Wunschkita angemeldet werden dürfen. Damit soll das Prozedere übersichtlicher gemacht werden. Doch Rohde ist realistisch: „Die Plätze sind in Dorf Mecklenburg ebenso knapp wie überall. So kann es im Einzelfall passieren, dass wir neue Kinder nicht aufnehmen können.“ Es gab bereits den Fall, dass eine Mutter aus Dorf Mecklenburg ihr Kind nicht in der örtlichen Einrichtung unterbringen konnte, weil schlichtweg kein Platz war. „Sind die Kosten in einer anderen Einrichtung höher als in Dorf Mecklenburg, dann ist die Gemeinde dazu verpflichtet, die Differenz auszugleichen“, erklärt Rohde. Für ihn steht fest: „Es muss eine Lösung für dieses Problem gefunden werden. Die Frage ist aber, wie diese aussehen soll“, sagt Rohde. „Klar ist, dass es für die Muttis immer schwerer und komplizierter wird, einen freien Platz für ihre Kinder zu bekommen.“ Ein Ausbau der Kita in Dorf Mecklenburg sei nicht möglich, viele Eltern geben ihre Kinder deshalb den Tagesmüttern zur Betreuung. „Das ist zumindest eine Alternative im Krippenbereich“, sagt Rohde. Aber noch keine Lösung des Problems.

Vanessa Kopp

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