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Mütter im Fokus von Spendenkampagne

Wismar Mütter im Fokus von Spendenkampagne

Karstadt-Kunden können bis Ende des Jahres die Verbandsarbeit unterstützen

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Mama Franziska Pollatz aus Wismar ist Miguel Leonels Beste. Über Spenden freuen sich Birgit Lang vom Sozialdienst Katholischer Frauen (l.) und Heike Pepic von Karstadt.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Sie sind alleinerziehend und nehmen Beratung und Hilfe gern an – die Frauen und Männer, die der Sozialdienst Katholischer Frauen e. V. in der Hansestadt betreut. Seit dieser Woche können Kunden von Karstadt die Arbeit des Vereins unterstützen. Hintergrund ist eine deutschlandweite Kampagne des Warenhauskonzerns anlässlich des 135. Bestehens unter dem Titel „Mama ist die Beste“. In Wismar hatten sich insgesamt fünf Organisationen um eine Teilnahme beworben.

Karstadt selbst spendet von jedem Verkaufsbon einen Cent, Ende des Jahres wird die Summe verdoppelt.“ Heike Pepic, Karstadt-

Filialgeschäftsführerin

„Karstadt selbst spendet von jedem Verkaufsbon einen Cent, Ende des Jahres wird die Summe verdoppelt“, erklärt Heike Pepic, die Filialgeschäftsführerin. Die Kunden selbst können mit einer Spende in eine der zwei Boxen an der Kasse ebenfalls den Verein unterstützen. Im Frühjahr kommenden Jahres soll das Geld dann übergeben werden.

Birgit Lang vom Sozialdienst erhofft sich davon, zusätzliche Projekte finanzieren zu können. „Neben der Familienhilfe und der Betreuung alleinerziehender Mütter bieten wir beispielsweise auch Freizeitgestaltung für Familien an, Wochenendausflüge, Tagesfahrten.“

40 Familien werden von fünf Sozialpädagoginnen betreut. „Die Nachfrage ist groß“, sagt Birgit Lang. Das Hauptaugenmerk der Betreuung liegt bei der Hilfe zur Erziehung. Gerade den Alleinerziehenden falle es mitunter schwer, das Kind nicht als Partnerersatz zu sehen, erklärt Lang. Und während die einen ihre Kinder zu sehr behüteten, ließen andere dem Nachwuchs zu viel Freiraum.

„Grenzen zu setzen, aber auch die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen, ist das Entscheidende.“ In der Gruppenarbeit erfahren die Mütter und Väter, dass sie nicht allein sind, dass es anderen ebenso ergeht. Im Familiencafé können sie sich zudem zweimal im Monat austauschen. Zusätzlich helfen die Mitarbeiter bei der Organisation des Haushaltes, bei Behördengängen, schulischen Problemen der Kinder oder bei psychischen Problemen. Die Kosten dafür übernimmt das Jugendamt.

Heike Pepic ist zuversichtlich. „Die Spendenbereitschaft unserer Kunden ist sehr hoch“, weiß sie aus der Erfahrung der vergangenen Jahre. Die Aktion laufe zudem das ganze Weihnachtsgeschäft hindurch.

Mit dem Sommergeschäft ist die Filialgeschäftsführerin bislang zufrieden. Dass die Küste ausgebucht ist, sei auch in Wismar zu merken – besonders bei Regen.

Nicole Buchmann

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