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Wismar Nach Vergewaltigung bei Wismar: Jetzt gibt es Phantombilder
Mecklenburg Wismar Nach Vergewaltigung bei Wismar: Jetzt gibt es Phantombilder
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17:37 10.04.2019
Nach diesem Mann sucht die Kriminalpolizei Wismar. Er soll am Freitag eine Frau bei Kritzow vergewaltigt haben. Quelle: Polizei
Wismar

Nachdem am Freitag eine 50-jährige Frau bei Kritzow vergewaltigt wurde, hat die Polizei am Mittwochabend zwei Phantombilder veröffentlicht und eine Täterbeschreibung herausgegeben. Der Mann soll 20 bis 25 Jahre alt sein, eine sehr schlanke Figur haben und etwa 1,75 Meter groß sein. Er hat kurze blonde Haare – etwa fünf bis sechs Zentimeter von der Stirn bis zu den Augenbrauen reichend. Er trug eine schwarze Jacke mit weißen Streifen, ähnlich einer Trainingsjacke. Dazu eine passende schwarze Hose und helle Schuhe.

Wer kann Angaben zum unbekannten Täter machen? Wer hat sich am Freitag, 5. April, gegen 21 Uhr im Bereich des Real-Marktes in Wismar-Kritzow aufgehalten und eine solche Person beobachtet? Wer hat eine solche Person am 5. April nach 22 Uhr im Bereich der Wismarer Altstadt (Bereich zwischen Mühlenstraße und ZOB) beobachtet?

Täter hat Frau in Waldweg bei Kritzow gezwungen

Nach diesem Mann sucht die Kriminalpolizei Wismar. Quelle: Polizei

Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Wismar unter der Telefonnummer 03841/2030, die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Nach bisherigen Erkenntnissen näherte sich der Unbekannte der Frau gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz des Real-Marktes in Kritzow bei Wismar. Er zwang sein Opfer, das aus dem Kreis Nordwestmecklenburg stammt, in einen abgelegenen Wirtschaftsweg nahe des Autobahnkreuzes Wismar A14/A20 zu fahren. Dort vergewaltigte er sie.

Anschließend fuhr er mit seinem Opfer nach Wismar. In der Wismarer Altstadt angekommen, verließ er das Fahrzeug und flüchtete zu Fuß.

Polizei wartete auf richterlichen Beschluss für Phantombilder

Die Nachricht über die Vergewaltigung schockierte die Wismarer. Viele wollten bei der Suche helfen. Doch ohne Täterbeschreibung – schließlich ist das Verbrechen schon fünf Tage her – war ihnen dies nicht möglich.

Stefanie Busch, Sprecherin im Polizeipräsidium Rostock, zeigt Verständnis für den Ruf nach einer schnellen Täterbeschreibung, erklärt aber: „Wir müssen erst vollkommen sicher sein und korrekt arbeiten, bevor wir diese Informationen veröffentlichen.“ Am frühen Mittwochabend kam dann endlich die Nachricht – man hatte im Polizeipräsidium noch auf einen richterlichen Beschluss zur Veröffentlichung der Phantombilder gewartet. Erst dann durften die beiden Bilder freigegeben werden.

Auf diesem Parkplatz des Real-Marktes in Kritzow bei Wismar wartete der Vergewaltiger am Freitag auf sein Opfer. Quelle: Michaela Krohn

Täter muss mit mindestens zwei Jahren Haft rechnen

Wird der Täter gefasst, vor Gericht gestellt und wegen sexueller Nötigung beziehungsweise Vergewaltigung verurteilt, muss er mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Denn nicht unter zwei Jahren Haft gibt es für „besonders schwere Fälle“. Und die liegen laut Strafgesetzbuch in der Regel dann vor, wenn besonders erniedrigende Handlungen geschehen. Dazu gehört auch eine Vergewaltigung. Die gehören zu den sogenannten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

Drohte der Täter gar mit Gewalt, hatte eine oder mehrere Waffen bei sich, muss er mit mindestens drei Jahren Haft rechnen. Benutzt er diese auch gegen sein Opfer, können es sogar mehr als fünf Jahre werden.

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