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Neron sucht dringend ein Zuhause

Dorf Mecklenburg Neron sucht dringend ein Zuhause

Der Dobermann lebt seit November im Tierheim Dorf Mecklenburg / Er ist sehr unglücklich

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Ein Kuscheltier im Dobermann-Kostüm: Neron braucht dringend eine liebevolle Pflegefamilie. Doreen Kuhn, ehrenamtliche Tierheimleiterin in Dorf Mecklenburg, kümmert sich derzeit um den Rüden.

Quelle: Foto: Carolin Riemer

Dorf Mecklenburg. Liebe hat Neron in seinem neunjährigen Hundeleben nur selten gespürt. Seit November ist der verschmuste Dobermann nun im Tierheim in Dorf Mecklenburg.

Aber richtig glücklich ist er auch hier nicht. „Neron braucht dringend eine liebevolle Familie, damit er noch ein paar schöne Jahre mit ihr zusammen verbringen kann“, sagt die ehrenamtliche Tierheimleiterin Doreen Kuhn (47). Dobermänner können etwa 13 Jahre alt werden.

Der große Rüde braucht die Zuwendung noch dringender als die anderen neun Hunde, die zurzeit in den Zwingern des Heims leben. Er leidet unter einer Erkrankung der Halswirbelsäule – dem Wobbler-Syndrom. Die Halswirbelsäule ist krankhaft verändert und löst dadurch einen schwankenden, wackeligen Gang aus, der ihm oft Schmerzen bereitet.

Einmal pro Woche bekommt Neron nun eine Akupunkturbehandlung. Bis vor ein paar Wochen musste er Tabletten gegen die Schmerzen nehmen. Jetzt geht es ihm schon viel besser. Nur beim Laufen fällt auf, dass seine Hinterbeine etwas wackelig sind. Tierliebhaberin Doreen Kuhn hat einen großen Wunsch: „Wir suchen eine Pflegestelle für ihn.“ Das bedeutet, Neron zieht zu einer Familie und wohnt bei ihr, bleibt aber Eigentum des Tierschutzvereins, der im Gegenzug die Kosten für den Tierarzt bezahlt. „Die Besuche beim Arzt müssten allerdings mit uns im Vorfeld abgesprochen werden“, informierte Meike Gutzmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Der Dobermann, der am liebsten den ganzen Tag hinter den Ohren gekrault werden möchte, kam ins Tierheim, weil die Nachbarn den ehemaligen Besitzer anzeigten. „Als sein Herrchen erfuhr, dass der Hund krank ist, strafte er ihn mit Missachtung“, Gutzmann. Neron wurde aus dem Haus verbannt und musste fortan allein in einem Schuppenverschlag leben. Dramatisch für das anhängliche Tier. Er litt unter dem Liebesentzug. Seelisch und körperlich, denn durch seine Erkrankung muss er es warm und trocken haben. Neron begann sich die Pfote zu zerkauen. Auch diese Wunde verheilt langsam. Doreen Kuhn erzählt, was sie sich für den Vierbeiner wünscht: „Menschen, die mit ihm kurze Spaziergänge machen und ihn einfach gern haben. Neron ist ein toller Hund!“ Hätten die Nachbarn den Besitzer nicht angezeigt, wäre das Tier vermutlich in diesem Winter gestorben. Nicht zu glauben, wenn man sieht, wie fröhlich der Hunde-Senior nun im Tierheim wurde. Er ist dankbar. Tagsüber darf er im Büro des Tierheims auf einer Decke liegen. Nachts muss er aber im Hunde-Container eingesperrt werden. Er brauche mehr Zeit, als ihm im Tierheim gegeben werden kann. In einem Zuhause würde er hoffentlich die Zuwendung und Versorgung bekommen, die er so dringend braucht.

Wer Neron bei sich aufnehmen möchte, meldet sich bitte im Tierheim in Dorf Mecklenburg.

Anhänglich und verschmust

Neron ist ein intelligenter, selbstbewusster und sehr lernfähiger Hund. Er möchte beschäftigt werden und ist gegenüber Menschen anhänglich und verschmust. Er zeigt ein gutes Sozialverhalten gegenüber Artgenossen und ist leicht händelbar. Durch seine Krankheit ist die Vermittlung schwierig. Deswegen entschied die Tierheimleitung, eine Pflegefamilie für ihn zu suchen und die Kosten für den Tierarzt zu übernehmen.

Tierheim: ☎ 0 38 41/ 79 01 79

Carolin Riemer

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