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Neue Lampen und Windfang für Wismarer Georgenkirche

Wismar Neue Lampen und Windfang für Wismarer Georgenkirche

Der Aufbauverein unterstützt die Arbeiten mit einer Spende und wählt vier Mitglieder neu in den Vorstand / Im kommenden Jahr Konzert mit Orgelspieler aus den USA geplant

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Thomas Junggebauer vom Sachgebiet Gebäudeverwaltung der Hansestadt zeigt in Richtung einer Malerei im südlichen Seitenschiff der St.-Georgen-Kirche. Das Bild vom Heiligen Georg (oben auf dem Foto), der auf einem Pferd reitet und einen Drachen tötet, soll mithilfe einer Stiftung saniert werden. Fotos (6): Norbert Wiaterek

Wismar. Der Wiederaufbau der St.-Georgen-Kirche in Wismar ist zwar abgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass nun Handwerker in dem gotischen Sakralbau nicht mehr anzutreffen sind. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagte Thomas Junggebauer. Der Mitarbeiter des städtischen Sachgebietes Gebäudeverwaltung war am Sonnabend bei der Mitgliederversammlung des Aufbauvereins St. Georgen und stellte nächste Arbeiten vor.

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Der Aufbauverein unterstützt die Arbeiten mit einer Spende und wählt vier Mitglieder neu in den Vorstand / Im kommenden Jahr Konzert mit Orgelspieler aus den USA geplant

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Geplant sind die Erneuerung der Elektrik und das Anbringen einer Gewölbebeleuchtung im nördlichen Seiten- und im Chorseitenschiff. Außerdem soll der Eingangsbereich im nördlichen Kirchenteil, wo sich jetzt die Kasse befindet, mit einem Windfang versehen werden. Und Restauratoren wollen ein Bild im südlichen Seitenschiff, das den Heiligen Georg als Drachentöter zeigt, sichern und sanieren. Diese und weitere Arbeiten unterstützt nach wie vor der Aufbauverein, der aktuell 169 Mitglieder zählt. Vereinschefin Ines Raum und ihr Stellvertreter Rainer Wilcken übergaben am Sonnabend 5000 Euro an Bürgermeister Thomas Beyer (SPD). Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz überweist in diesem und im kommenden Jahr 190000 Euro.

Aus Sicht der Stadt ist es jetzt wichtig, die vorhandenen Wand- und Gewölbemalereien zu sichern. „Die Wände der Kirche sind sehr feucht, weil das schützende Dach jahrzehntelang fehlte. Es wird weitere Jahrzehnte dauern, bis die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk raus ist“, betonte Thomas Junggebauer. Außerdem seien Salze dafür verantwortlich, dass Malereien abfallen. „Wir wollen nur dann retuschieren, wenn es notwendig ist.“

Geld für weitere Arbeiten stellen zwei treuhänderische Stiftungen unter dem Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Verfügung. Die Lotte-Meyer-Stiftung gibt 15000 Euro für Ausbesserungsarbeiten am Dach von St. Georgen, für die Reinigung von Dachrinnen und den Schutz vor Tauben. Die Friderun Hadlich- und Dr. Liselotte Böhme-Stiftung stellt 800 Euro für die Beleuchtung zur Verfügung. Um weiteres Geld zu sammeln, organisiert der vor knapp 26 Jahren gegründete Aufbauverein gemeinsam mit der Stadt Konzerte. Am 3. Juni 2017 soll zum Beispiel erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eine große Orgel in der Georgenkirche erklingen. Das 2500 Kilo schwere Instrument bringt der US-amerikanische Musiker Cameron Carpenter mit.

Während ihrer Tagung, die erstmals in der Georgenkirche stattfand, wählten die Mitglieder des Vereins einen neuen Vorstand. Raum und Wilcken wurden von den knapp 30 Anwesenden in ihren Ämtern bestätigt. Sibylle Donath führt weiter die Kasse. Neu im Vorstand ist Sandra Ramme-Siewert. Die 45-Jährige, die beim Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb in Wismar arbeitet, rückte für die ausgeschiedene Petra Steffan als Schriftführerin nach. Das Führungsgremium des Vereins verstärken, das ist ebenfalls neu, Marianne Firgt, Claus Schreiver und Christian Speck als Beisitzer. „Wir wollen die Arbeit auf breite Schultern verteilen“, begründete Ines Raum die Vorstandserweiterung. „Seit Ende Februar dieses Jahres haben wir keine Geschäftsstelle mehr. Wir sparen so jährlich 10000 Euro.“

Norbert Wiaterek

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