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Wismar Neue Notaufnahme im Klinikum in Betrieb genommen
Mecklenburg Wismar Neue Notaufnahme im Klinikum in Betrieb genommen
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00:01 02.11.2016
Freuen sich über ihren verbesserten Arbeitsplatz im Wismarer Sana Hanse-Klinikum: Ulrike Coburger, Karen Ernst, Petra Mucha, Chefärztin Dr. Andrea Amling und Ingrid Kliesch (v. l.). Fotos (3): Vanessa Kopp

Aus sieben mach 15. Die Zentrale Notaufnahme des Wismarer Sana Hanse-Klinikums ist gewachsen. Seit Anfang Oktober ist der neue Bereich bereits in Betrieb, gestern fand die feierliche Einweihung statt. „Hut ab, was hier geschaffen wurde“, sagt Dr. Jens Schick, Mitglied des Sana-Vorstands. „Dieser Neubau ist für die Entwicklung des Hauses von entscheidender Bedeutung. Denn die Rettungsstellen wachsen, Patienten strömen in die Notaufnahmen, weil sie nicht auf einen Arzttermin warten wollen.“ Circa 32 000 Patienten zählt die Zentrale Notaufnahme im Wismarer Klinikum jedes Jahr. „Unser Standort in Wismar bietet dafür nun optimale Voraussetzungen als eine der modernsten Rettungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern“, lobt Schick.

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Wismarer Rettungsstelle gehört damit zu einer der modernsten im Land / Immer mehr Patienten ziehen Notfallservice einem Arzttermin vor

Die Kosten für den Neubau liegen bei rund 4,3 Millionen Euro.

Den Patienten der Notaufnahme stehen künftig 15 große Behandlungsräume zur Verfügung, mehr als doppelt so viele wie bisher. Zwei Isolationszimmer mit Schleuse gleich neben der neuen Liegend-Zufahrt sorgen dafür, dass Notfallpatienten mit potenziell ansteckenden Krankheiten nicht mit den anderen Wartenden in Kontakt kommen.

Im neuen, großen Wartebereich für die Patienten werden Kameras für die medizinische Sicherheit sorgen und die Mitarbeiter vor Ort weiter entlasten. „Dort wird es auch einen Bildschirm geben, der die Wartenden beispielsweise darüber informiert, wenn es durch lebensbedrohlich Verletzte zu längeren Wartezeiten kommt“, erklärt Dr. Andrea Amling, ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes in Wismar und im Landkreis. Denn die Zentrale Notaufnahme, die es seit 2003 in Wismar gibt, arbeitet nach dem sogenannten Manchester-Triage-System, nach dem Notfallpatienten je nach der Schwere ihrer Erkrankungen behandelt werden. Nach dem Leerzug der ehemaligen Notaufnahme wird dort noch bis zum Frühjahr 2017 weitergebaut. Dadurch bekommt die Notaufnahme noch mehr Platz.

Anderthalb Jahre haben die Bauarbeiten zwischen den Häusern C und D gedauert. „Ich weiß, dass die Maßnahmen im laufenden Betrieb für die Mitarbeiter teilweise sehr chaotisch waren“, sagt Klinik-Chef Michael Jürgensen. Immerhin hatten die Mitarbeiter Mitspracherecht beim Farbkonzept: Mintgrün, Pastellgelb und Hellblau dominieren. „Für mich gewöhnungsbedürftig“, gibt Jürgensen zu. „Wir wollten für die Patienten freundliche und hoffnungsvolle Farbtöne“, erklärt Schwester Karen Ernst. „Von den Patienten haben wir auch schon viel positives Feedback bekommen.“

Mit dem Neubau der Zentralen Notaufnahme wurde in Wismar ein weiterer Punkt des Medizinkonzeptes umgesetzt. „Das macht mich stolz“, sagt Jürgensen. „Bisher wurden 22 Millionen Euro verbaut oder in medizinische Instrumente investiert.“ Die nächsten Maßnahmen sind bereits geplant: „Die Tagesklinik in der Dr.-Unruh-Straße steht auf der Agenda“, nennt Jürgensen ein Beispiel. „Wir sind noch nicht fertig.“

Vanessa Kopp

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