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Wismar Neue Schule am Friedenshof?
Mecklenburg Wismar Neue Schule am Friedenshof?
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06:00 07.12.2017
Am Friedenshof ist an der Erich-Weinert-Promenade ein Neubau für eine weiterführende Schule im Gespräch. Quelle: Hoffmann, Heiko
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Wismar

Die beiden Wismarer Gymnasien stoßen an ihre Grenzen. Daher gibt es Überlegungen, das Angebot bis zum Abitur auszubauen. Zuständig für Gymnasien und Gesamtschulen ist der Landkreis Nordwestmecklenburg.In Wismar kursieren mehrere Varianten. Diese reichen von einem neuen Gymnasium in Wismar bis zur Verlagerung von Schulklassen.

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) wollte sich im Vorfeld der Sitzung des Kreistages am Donnerstag nicht äußern. So bleibt viel Raum für Spekulationen bei Eltern und Lehrern.

Wismar hat zwei Gymnasien: Das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium (GHG) und die Große Stadtschule „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ (GSG). An der Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“ (IGS) wird Unterricht bis zur zehnten Klasse angeboten. Die Gesamtschule kooperiert beim Weg zum Abitur mit der Großen Stadtschule. Schüler der IGS können das Abitur am GSG ablegen. Alle drei Einrichtungen platzen aus den Nähten.

Beyers Zukunftsvision

Wismars Bürgermeister Thomas Beyer sagte in seiner Nominierungsrede zum SPD-Bürgermeisterkandidaten zu seinen Zukunftsvisionen in den 2020er-Jahren: „Wir konnten den Landkreis überzeugen, ein neues Gymnasium zu bauen, denn die Kapazität wird gebraucht.“ Soweit ist es nich nicht.

Im Gespräch für einen Schulneubau ist tatsächlich die Fläche an der Erich-Weinert-Promenade am Friedenshof. Dort gab es bis zum Abriss in den 1990er-Jahren die alte Bertolt-Brecht-Schule und das Helene-Weigel-Gymnasium.

Sanierungsstau

Fakt ist: An der IGS und am GHG werden millionenschwere Sanierungsmaßnahmen geplant. In diesem Zusammenhang, so der Landkreis, „werden weitere Möglichkeiten untersucht. Auch ein vollkommener Neubau wird derzeit diskutiert“. Sollte es zu einem Neubau kommen, muss dies zuvor der Kreistag mit der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung beschließen.

Landkreis-Sprecherin Petra Rappen: „Um gleich einigen Bedenken vorzubeugen: Ein Neubau soll nicht zur Gefährdung anderer Standorte im Umkreis von Wismar führen, sondern wird derzeit als Ersatzbau für eine Schule in Trägerschaft des Landkreises in Wismar besprochen.“

Arbeiten beginnen später

Die geplante Sanierung der Goethe-Gesamtschule (490 Schüler) verzögert sich. Bisher war von Sommer 2018 die Rede. Der Landkreis begründet dies mit den Ergebnissen auf die europaweite Ausschreibung. Bei drei von fünf Losen bei Planungsleistungen gab es keine Bewerbungen. „Wir hoffen, 2019 beginnen zu können. Vorgesehen ist eine etwa zweijährige Bauzeit“, so die Landkreissprecherin.

Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 10,5 Millionen Euro. Während der Arbeiten wird die IGS freigezogen. Schulcontainer am Friedenshof – im Bereich der alten Brechtsporthalle – sollen als Übergangslösung angemietet werden. Die geschätzten Mietkosten betragen 1,4 Millionen Euro, hinzu kommen 1,3 Millionen Euro an Baukosten. Diese 2,7 Millionen Euro für den Container-Ersatzbau sind nicht in der Kostenschätzung für die Schulsanierung enthalten.

Handlungsbedarf am GHG

Ob das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium im Anschluss an die IGS saniert wird, macht der Kreis von Fördermitteln und der „Einarbeitung der Eigenanteile des Kreises in den Haushalt“ abhängig. Auch hier wird von einer zweijährigen Bauzeit und einem kompletten Freizug des Gebäudes ausgegangen. Die Kosten – ohne Ersatzbau – liegen bei 10,6 Millionen Euro. Wenn es zeitlich passt, werde die Containerschule am Friedenshof als Ausweichvariante erwogen.

Heiko Hoffmann

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