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Wismar Neue Seniorenresidenz in Dorf Mecklenburg
Mecklenburg Wismar Neue Seniorenresidenz in Dorf Mecklenburg
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09:18 13.10.2018
So soll die Seniorenresidenz "Mikelenburg" in Dorf Mecklenburg aussehen. Quelle: Diana Gehde
Dorf Mecklenburg

 Die ehemalige Edeka-Kaufhalle Am Wehberg ist abgerissen. Auf der frei gewordenen Fläche soll die Seniorenresidenz „Mikelenburg“ entstehen. Sie wird 23 altersgerechte Wohnungen sowie einen Gemeinschaftsraum beherbergen. Geplant ist, dass die Mieter spätestens im Sommer 2020 einziehen können.

Die ehemalige Kaufhalle am Wehberg wird abgerissen. Quelle: Haike Werfel

„Wir bauen eine zweigeschossige Wohnanlage in U-Form. Durch den Einsatz von viel Glas wird sie lichtdurchflutet und sehr hell sein“, informiert Michael Zucker, einer der Investoren. Er ist in Dorf Mecklenburg aufgewachsen. Mit Michaela Hecht und Uwe August, die ebenfalls in Nordwestmecklenburg zu Hause sind, hat er 2016 die HAZ GbR gegründet, die Kaufhalle von dem ehemaligen Eigentümer aus Itzehoe sowie zwei kleine angrenzende Flächen von der Gemeinde gekauft. Alle drei Geschäftspartner möchten gemeinsam nachhaltige Projekte verwirklichen. In das aktuelle Bauvorhaben investieren sie einen siebenstelligen Betrag.

Die Wohnungen werden 45 bis 80 Quadratmeter groß sein. Alle verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse und werden komplett mit Jalousien versehen. Michael Zucker verweist auf die großzügige Bauweise. „Die Wohnungen haben große Wohn- und Schlafzimmer sowie großzügige Vollbäder mit altersgerechten Duschen und bieten damit für die zukünftigen Bewohner ausreichend Platz und Bewegungsfreiheit.“ Zudem heben die Bauherren die hochwertige Ausstattung mit Fußbodenheizung, Einbauküche und Fußbodenbelag hervor. Einige Wohnungen werden mit offener Küche gebaut. Vorsorglich werden auch Glasfaserkabel vorinstalliert, um einen späteren Anschluss an das „schnelle Internet“ zu gewährleisten.

Altersgerecht bedeutet auch, dass die Anlage einen Fahrstuhl erhält, die Wohnungen schwellenfrei sind und breitere Türen eingebaut werden. Außerdem ist die Seniorenresidenz teilunterkellert. „Jeder Mieter wird einen eigenen Kellerraum erhalten, welcher auch barrierefrei mit dem Fahrstuhl zu erreichen sein wird“, berichtet Michael Zucker. Ferner sind ein gemeinschaftlicher Fahrradkeller, ein großer Waschmaschinen- und ein großer Trockenraum vorgesehen. „Dadurch haben die Bewohner ihrem Wohnungen mehr Platz zur Verfügung.“

Unternehmer Michael Zucker ist einer der drei Investoren der Seniorenresidenz. Quelle: Haike Werfel

Als wichtig erachten die Investoren auch den Gemeinschaftsraum. „Den können die Bewohner als soziale und kulturelle Begegnungsstätte nutzen, Zeit gemeinsam verbringen und eine Wohngemeinschaft aufbauen“, sagt Michael Zucker. Das beuge der Vereinsamung im Alter vor. „In Bad Kleinen, wo wir vor sieben Jahren im ehemaligen Amtsgebäude eine altersgerechte Wohnanlage geschaffen haben, ist solch eine Gemeinschaft entstanden, daraus haben wir viele Erfahrungen abgeleitet“, erzählt er. Auch der Innenhof der Seniorenresidenz soll zur Begegnung einladen. Er wird begrünt und mit Sitzmöglichkeiten versehen.

Nicht zuletzt legen die Investoren großen Wert auf energetisches Bauen, um die Nebenkosten für die Mieter zu senken. „Wir erzielen unter anderem durch sehr gute Dämmwerte der Baumaterialien, hochwertige Fenster und Solarkollektoren auf dem Dach zur Warmwasseraufbereitung ein Drittel bessere Werte, als der Kfw-Standard 55 vorsieht“, erklärt Michael Zucker. Dieser Standard beschreibt ein Gebäude, das nur 55 Prozent so viel Energie benötigt wie ein vergleichbarer Neubau mit dem maximal zulässigen Wert nach der Energieeinsparverordnung.

Das Bauprojekt haben die Investoren zusammen mit Michael Zuckers Schwester erarbeitet. Bauingenieurin Diana Gehde und Ehemann Jörn aus Schimm haben in Dorf Mecklenburg unlängst zwei Häuser mit zwölf altersgerechten Wohnungen fertiggestellt. Die Mitarbeiter der HAZ GbR werden zusammen mit der Gehde Bau GmbH den Rohbau der Seniorenresidenz errichten. „Alle anderen Handwerksfirmen kommen ebenfalls aus der Region und haben mit uns schon zahlreiche Projekte realisiert“, sagt Michael Zucker. Er hofft, dass bis zum Jahresende der Keller „im Groben“ fertiggestellt sein wird und dass ein frostfreier Winter einen Fortgang der Bauarbeiten zulässt. Dank dem Finanzierungspartner, die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, ist das Projekt solide durchfinanziert.

Zur Seniorenresidenz wird auch ein Parkplatz gehören mit je einem Autostellplatz pro Wohnung. Geplant ist ferner ein begrünter Carport. „Bei der Gestaltung wollen wir die Gemeinde mit einbeziehen, um den dörflichen Charakter zu wahren“, sagt der Bauherr. Zuguterletzt werden die Investoren großkronige Laubbäume pflanzen und die Anlage begrünen.

Mittelalterlicher Name

Der Name für die Seniorenresidenz stammt aus dem Mittelalter. „Mikelenburg“ bedeutet „große Burg“. Im Laufe der Jahrhunderte wurde daraus Mecklenburg.

Senioren, die sich für eine Wohnung interessieren, können sich an die Wismarer Immobilienmaklerin Christiane Bartz wenden: 03841-2579100.

Die Verwaltung soll laut Investoren die Regionale Wohnungsgesellschaft Bad Kleinen übernehmen.

Haike Werfel

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