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Wismar Neuer Kantor möchte alte Autos sammeln

Christian Thadewald-Friedrich (26) probt mit Sängerinnen und Sängern für das Weihnachtsoratorium in der Georgenkirche

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Kantor Christian Thadewald-Friedrich an der Orgel in der Neuen Kirche in Wismar. FOTO: NORBERT WIATEREK

Wismar. Am Sonntag, 18. Dezember, wollen die Sängerinnen und Sänger der Wismarer Kantorei ein bekanntes Werk von Johann Sebastian Bach in der Georgenkirche aufführen: die Teile I bis III des Weihnachtsoratoriums. Los geht es um 17 Uhr. Aktuell wird fleißig in der Koch’schen Stiftung geprobt – mit dem neuen Kantor Christian Thadewald-Friedrich. „Neben dem erweiterten Projektchor kann am vierten Advent auch der neu gegründete Kinderchor erstmals bei einigen Chorälen erlebt werden“, freut sich Kantorei-Sänger Wolfgang Pollex.

Christian Thadewald-Friedrich ist erst seit wenigen Wochen in Wismar. Der 26-Jährige setzte sich bei einem Auswahlverfahren gegen mehrere Bewerber durch und trat die Nachfolge von Eberhard Kienast an. Der Kirchenmusikdirektor genießt nun seinen Ruhestand. Die Amtseinführung von Thadewald-Friedrich erfolgte in der Neuen Kirche. „Ich freue mich auf die Herausforderungen in meinem Traumberuf“, so der junge Mann aus Hildburghausen (Thüringen).

Musik gehörte schon fast immer zum Leben des neuen Wismarer Kantors. Im Alter von sechs Jahren begann Christian Thadewald- Friedrich mit dem Klavierunterricht. Außerdem sang er im Kinderchor seiner Kirchengemeinde und später in der Stadtkantorei. Nach dem Abitur ging der junge Christ zum Musikstudium (Lehramt) nach Weimar, ein Jahr später kam das Masterstudium Kirchenmusik dazu. Noch vor dem A-Examen arbeitete der talentierte Mann als Kantor im Kirchengemeindeverband Ohrdruf-Luisenthal (Kreis Gotha) und war als Mitorganisator bei den Ohrdrufer Bachtagen dabei.

„Es ist wichtig, Kirchenmusik stadtweit zu denken“, meint Thadewald-Friedrich. Der neue Musikchef – Dienstherr ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Marien/St. Georgen, sein Büro befindet sich in der Baustraße 27 – hat viele Aufgaben. „Die wichtigste ist die Leitung der Kantorei. Dort möchte ich die Traditionen fortsetzen.“ Etwa die intensiven Proben, die Konzerte und die Zusammenarbeit mit anderen Chören und Solisten. „Die Kantorei macht besonders Spaß. Die Oratorien, die aufgeführt werden, sind toll, bewirken Freude, ebenso wie die Konzerte in mehreren Kirchen und die Zusammenarbeit mit Orchestern. Unser Chor mit etwa 80 Sängerinnen und Sängern, darunter vielen neuen Stimmen, ist sehr stabil, versiert und auf einem hohen Niveau“, lobt der Kantor. Zu seinen Aufgaben gehört weiterhin das Orgelspiel in Kirchen der Region bei Gottesdiensten und Andachten. Der junge Mann organisiert Konzerte und erstellt Programme, hat die kirchenmusikalische Fachaufsicht im Wismarer Umland und kümmert sich um Wartung und Pflege der Orgeln in Gotteshäusern, um nur einiges zu nennen.

Ein neues Projekt findet bereits viel Zuspruch: Der Kantor rief einen Kinderchor ins Leben. Mädchen und Jungen im Alter von etwa acht bis 14 Jahren proben mittwochs von 16 bis 16.45 Uhr in der Neuen Kirche und sind auch beim Weihnachtsoratorium dabei. Weitere Kinder sind willkommen. „Im Idealfall wird es einmal mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Altersstufen geben.“ Auch die Kantorei sucht Mitstreiter, allerdings erst ab dem neuem Jahr.

„2017 plane ich ein Konzert zum Reformationsjubiläum“, blickt der neue Chorleiter voraus. „Und ich möchte mittelfristig die H-Moll- Messe von Bach in Wismar aufführen, eine der anspruchsvollsten und tollsten Stücke, die es gibt.“

Bleibt bei diesen vielen Aufgaben noch Zeit für Hobbys? Thadewald-Friedrich, der nicht nur die Tasteninstrumente Orgel und Klavier beherrscht, sondern während des Studiums auch einige Gitarrenakkorde lernte, einer Blockflöte Töne entlocken kann und – „rudimentär“ – Posaune spielt („Damit ich weiß, wie Instrumente funktionieren und wo die Musiker atmen müssen.“), interessiert sich für Autos. „Ich möchte gerne Old- und Youngtimer sammeln, wünsche mir hier Kontakte“, erklärt der stolze Besitzer eines 5er BMW. Außerdem kann sich der 26-Jährige vorstellen, Plakate für Konzerte zu entwerfen. „Denn auch das Malen macht mir Spaß.“

Norbert Wiaterek

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