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Neues Buch erscheint zum Inseljubiläum

Kirchdorf Neues Buch erscheint zum Inseljubiläum

Der Poeler Autor Jürgen Pump legt anlässlich der 850-Jahr-Feier gleichzeitig einen Geleitbrief in plattdeutscher Sprache vor.

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Der Geleitbrief erscheint ebenfalls zur 850-Jahr-Feier und ist druckfrisch erhältlich.

Kirchdorf. Passend zu den großen Feierlichkeiten auf der Insel Poel erscheint zum Wochenende „Die Insel Poel anno dunnemals — Vergangenes in Wort und Bild“

von Inselautor Jürgen Pump. Obwohl in den zehn vorangegangenen Büchern „Die Insel Poel in alten Ansichten“ und weiteren Buchveröffentlichungen bereits rund 1000 historische Fotos mit professionell recherchierten Texten erfasst wurden, findet sich dennoch immer wieder Neues im Archiv von Jürgen Pump über die Geschichte der Insel Poel.

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In Wort und Bild stellt Jürgen Pump in seinem Buch Episoden der Poeler Geschichte vor.

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Wieder hat der 74-Jährige, der seit 1962 auf Poel lebt, Mitteilenswertes aus seinem großen Fundus zusammengetragen und ausführlich kommentiert. Pump: „Ich wollte mich dabei nicht nur das Was, Wann und Wo beschränken, sondern kundig und mit Humor in die regionale Geschichte einsteigen.“

So berichtet er begeistert von „seiner“ Insel und erfasst auch Meinungen von „Luftsnappers“ (Badegästen), die in Urlaubslaune das Inselleben aus damaliger Zeit positiv einschätzten. So hatte unter anderem Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) am Schwarzen Busch Quartier bezogen und zufrieden mit seinem Urlaubsort auf einer Postkarte mitgeteilt: „In mir wird es still — es ist alles angenehm klein und einfach hier auf der Insel.“

Weiter wird auf den 112 Seiten berichtet vom Breitling, seinem Damm mit Brücke, von der Poeler Postgeschichte, der Fischerei, den Schulen, den Ärzten, Schwestern und Hebammen, von grausigen Todesfällen, von der Kirche, der Festungsanlage, der Landwirtschaft, vom Seegras und schlimmen Sturmhochwassern. Auch kommt die Badeordnung mit Bademoden zur Sprache und natürlich bleibt auch die Passagierschifffahrt im Poeler Seegebiet nicht unerwähnt.

Angefügt hat der Autor dieses Mal über viele Seiten hinweg Biografien von Poelern. Überschrieben ist dieser Teil mit „Poeler Persönlichkeiten — Sie alle sind der Rede wert“. Nachzulesen ist von einem, „der Professor gelernt hat“, von „Uns Krischan“ und „Mieken Vagel up‘n Släden“, von einem Fischer, dem das Sitzfleisch fehlte, von einem, der wegen Übergewicht mit Ziegelsteinen sein Bett stützte, von einem, der das Poeler Farbfernsehen erfand, von der ermordeten Karoline Krüger, von streitsüchtigen und schießwütigen Landwirten, von einer „lebenden Zeitung“, von Verbrennungen auf dem Scheiterhaufen oder von einem Tumult gegen einen Poeler Seelsorger. Natürlich fehlen auch nicht die vielen Poeler Mediziner, denen das Praktizieren durch einen human denkenden Poeler ermöglicht wurde.

Mit dem Erscheinen seines neuen Buches legt der Autor gleichzeitig anlässlich der 850-Jahr-Feier einen Geleitbrief in plattdeutscher Sprache vor. Bereits vor 25 Jahren hatte Jürgen Pump in ähnlicher Form einen lustigen Text verfasst, den sich viele Poeler rahmen ließen. In diesem „Geleitbreif“ 2013 wird den Gästen der Weg zur Insel auf Niederdeutsch erläutert. Wer also bei seiner Anreise sein Ziel verfehlt, kann immer noch über den 54. Breitengrad zum „Kontinent Peul“ gelangen, „dei je hoorscharp as Fautstieg oewer Peul lopen deit“. Eine Warnung wird allerdings mit diesem Brief ausgesprochen. Wer sich nicht benimmt, bekommt es mit der „Peulizei“ zu tun.

Zu Buch und Brief
Erhältlich sind Buch (8,50 Euro) und Geleitbrief (zwei Euro) vom 6. bis 8. September während der 850-Jahr-Feier im Festzelt. Ansonsten im Poeler Inselmuseum und in der Kurverwaltung.

Autor Jürgen Pump signiert das Buch während der Festlichkeiten: am Freitag von 15-16 Uhr, Sonnabend von 14-16 Uhr, Sonntag von 11-12 Uhr.

Herausgeber des Buches ist der Poeler Faschingsclub „Fischköpp ahoi“. Finanziell gestützt wurde die Publikation durch die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest.

 

 

Heiko Hoffmann

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