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Neues Haus für Musik und Kirchenarbeit

Wismar Neues Haus für Musik und Kirchenarbeit

Pastor, Stadt-Kantor, Gemeindepädagogin und evangelische Musikschule unter einem Dach

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Neues Leben im Eckhaus in der Baustraße 27: In das altehrwürdige Gebäude sind die evangelische Musikschule, der Pastor Thorsten Markert, der Stadt-Kantor Christian Thadewald-Friedrich und die Gemeindepädagogin Meike Schröder eingezogen. FOTO: NICOLE HOLLATZ

Wismar. Neues Leben ist im historischen Eckhaus Papenstraße 16/Baustraße 27 eingezogen, die Farbe an manch einer der Wände in den vielen kleinen Zimmern gerade so getrocknet. „Wir sind hier die neuen Mieter“, sagt Silke Thomas-Drabon von der Evangelischen Musikschule Wismar schmunzelnd. Mit „wir“ meint sie auch die Gemeindepädagogin Meike Schröder, Thorsten Markert als Pastor für die St. Marien-St. Georgen-Gemeinde und den neuen Stadt-Kantor Christian Thadewald-Friedrich, dazu Johanna Kanka-Maué, die das Reformationstheaterprojekt für Wismar managt.

Die evangelische Musikschule – kurz EMU – hatte lange nach bezahlbaren und zentral gelegenen Räumen gesucht. Ein Jahr wurde in einer Villa in der Dr.-Leber-Straße musiziert, das unsanierte Haus soll aber verkauft werden. Als Notlösung trafen sich die Musikschüler und ihre Lehrer im Pfarrhaus und in der Nikolaikirche. Das neue Domizil hatte ein „Musikschulvater“ dem Verein angeboten. „Ein Hauptgewinn“, freut sich Silke Thomas-Drabon, auch weil die jetzige Nutzung zur Geschichte des Hauses passe (siehe Infokasten). Vier Räume für Musikunterricht: Klavier, Keyboard, Gitarre, Klarinette, Saxofon, Querflöte, Blockflöte, Schlagzeug, Violine und Gesang können interessierte Kinder, Jugendliche, aber natürlich auch Erwachsene erlernen. Die Lehrer der evangelischen Musikschule arbeiten auch direkt vor Ort in Schulen und an „sozialen Brennpunkten“, um Kinder an das Musizieren heranzuführen. Dank des Vereins als Träger können so auch Familien unterstützt werden, die sich sonst Musikschulunterricht nicht leisten können. „Wir vermitteln beispielsweise Patenschaften oder helfen bei der Beantragung von Fördermöglichkeiten wie aus dem Teilhabepaket“, erklärt Silke Thomas-Drabon. Der Verein arbeitet mit Spenden – Kinder bekommen so beispielsweise kostenlose Leihinstrumente oder kostenfreien Gruppenunterricht. Infos, auch zu Spendenmöglichkeiten, gibt es direkt vor Ort oder unter www.evangelischemusikschulewismar.de. Eine Gebäudehälfte im neuen Haus wird die evangelische Musikschule nutzen, in der anderen Gebäudehälfte ist Platz für die Büro- und Gesprächsräume. Dass nun so viele „Kollegen“ mit in das historische Gebäude ziehen, ist ein glücklicher Zufall. Pastor Thorsten Markert hofft auf Synergieeffekte durch die örtliche Nähe. Auch der Pastor war auf der Suche nach einem Gemeindebüro, nach Räumen für Gespräche und das Archiv, nachdem im eigentlichen Pfarr- und Gemeindehaus in der Bliedenstraße ein starker Schwammbefall festgestellt wurde. Nun passt es: Die neuen Büroräume sind gut und ebenerdig erreichbar und in direkter Nähe zur Neuen Kirche der Gemeinde. Kantor Christian Thadewald-Friedrich lacht: „Ich bin als Musiker natürlich mehr Zeit beim Instrument oder bei den Chören, aber auch Zeit im Büro gehört zur Arbeit dazu.“

Das Haus in der Baustraße 27 in Wismar

Viele Wismarer kennen das Gebäude noch als jahrelangen Sitz der Denkmalpflege. Aber die Geschichte des Hauses ist viel älter. Im 16. und 17. Jahrhundert als Schneidergasthaus geführt, entstand durch Neubau das Georgengasthaus. Keine Kneipe, sondern ein Haus für die Aufnahme und Versorgung armer Menschen. Das heutige Erscheinungsbild des Hauses stammt aus der Zeit um 1848. 1978/79 wurde es teilsaniert, danach diente das Haus regionalen Künstlern mit Atelierräumen und als Begegnungsstätte, später zog das Kreiskabinett für Kulturarbeit in die Räume im Erdgeschoss. Auch der städtische Denkmalpfleger hatte dort ein Büro. 1990 zog die Denkmalpflege der Hansestadt in das Haus. Nach deren Umzug zog dort unter anderem der Verein „Vereinigte Stiftungen“ ein.

Nicole Hollatz

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