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Wismar Neukloster wertet Bahnhofsgelände auf
Mecklenburg Wismar Neukloster wertet Bahnhofsgelände auf
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09:35 14.03.2018
Durch Wohnhäuser sollen die wenig einladend wirkenden Flächen am ehemaligen Bahnhof (links) ansehnlicher werden. Quelle: Foto: Sylvia Kartheuser
Neukloster

Die Stadt Neukloster stellt für das Gelände rings um den ehemaligen Bahnhof einen Bebauungsplan auf. So haben es die Stadtvertreter einstimmig beschlossen. Das Plangebiet wird im Süden durch die Bebauung an der Bahnhofstraße, Grünflächen und einen Graben sowie im Südosten durch den Hopfenbach begrenzt. Im Osten bildet die Wohnbebauung an der Goethestraße die Grenze, im Norden ist es der Forsthof und im Westen die stillgelegte Bahntrasse. Insgesamt geht es um eine etwa 1,5 Hektar große Fläche.

Mehr Wohnhäuser: Stadtvertreter beschließen Aufstellung eines Bebauungsplans

Derzeit ist das Gelände rings um den ehemaligen Bahnhof wahrlich kein schönes Entree für die Stadt. Der Bahnhofsvorplatz, die Abstellflächen und die Bereiche für den ehemaligen Güterumschlag liegen seit fast 20 Jahren brach – der letzte Zug fuhr am 23. Mai 1998 von Wismar über Hornstorf, Neukloster, Warin und Blankenberg nach Karow. „Die Situation ist seitdem sehr unbefriedigend“, bestätigt Bürgermeister Frank Meier (parteilos). Der Bebauungsplan, er trägt die Nummer 42, soll dort Ordnung schaffen.

Das Planungsziel ist laut der Beschlussvorlage gleich mehrere Flächen als Wohngebiete auszuweisen. Das ist zum einen der Bereich der ehemaligen Außenanlagen, auf denen im Laufe der Jahre im nördlichen Drittel ein wilder Weidenbestand gewachsen ist. „Der Eigentümer beabsichtigt nun, das gesamte Grundstück einer Wohnnutzung zuzuführen“, heißt es.

Ein in Nord-Süd-Richtung verlaufender Graben stellt die Grenze zu einer zweiten, geplanten Wohnbebauung her. Auf den Flächen befinden sich laut Vorlage derzeit noch Bürogebäude, Garagen und der Lagerplatz eines landwirtschaftlichen Betriebes. Der hat inzwischen den Betreiber gewechselt und der wiederum hat die Nutzungen an einen anderen Standort verlagert. Die alten, nicht schützenswerten Gebäude sind damit überflüssig und sollen abgerissen werden. An ihrer Stelle sowie entlang der Goethestraße sollen Wohnhäuser gebaut werden. „Es sollen vor allem Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen entstehen, die auch den Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen“, erklärt Frank Meier.

Die Größe der neuen Häuser soll sich sowohl an der Bebauung in Richtung Bahnhof als auch an der in Richtung Stadtzentrum orientieren. Die Stadt erhofft sich dadurch neben der Aufwertung der Flächen auch eine bessere Verbindung dieser bislang voneinander getrennten Bereiche.

Die unbebaute Fläche östlich des ehemaligen Bahnhofsvorplatzes, die gern als wilder Parkplatz genutzt wird, gehört der Stadt. „Wir wollen sie mit dem Baumbestand als Grünfläche erhalten“, sagt der Bürgermeister. Damit solle der bisher unbefriedigende städtebauliche Zustand am Beginn der Altstadt verbessert werden.

Sorgenkind bleibt das ehemalige Bahnhofshotel. „Wir kommen nicht an die Eigentümerin. Sie ist irgendwohin ins Ausland verzogen und niemand weiß, wie wir sie erreichen können“, sagt Frank Meier. Er hofft aber, dass sie über irgendwelche Kanäle von den Plänen der Stadt hört und sich dann auch etwas am ehemaligen Hotel bewegt.

Sylvia Kartheuser

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