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Nicht nur was für angehende Ingenieure

OZ-Schulnavigator, Teil 12: Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wismar Nicht nur was für angehende Ingenieure

Die Ganztagsschule legt viel Wert auf die naturwissenschaftliche Ausbildung

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Sind das die Informatiker und Ingenieure von morgen? Die Schüler Johanna Sinn und Lara Schalkowski (v.l., hinten stehend/beide 12) mit Leon Obst, Max Feichtinger, Arik Eichhof und Liam Lukoszek (v.l./alle 12) programmieren eine Ampelschaltung.

Quelle: Foto: Nicole Hollatz

Wismar. „Die Grünphase ist viel zu kurz“, kommentiert Arik Eichhof (12) das Ergebnis der Programmierung seines Teams. Die Aufgabe heißt: Die Schüler sollen eine „Drückampel“ bauen und sie programmieren. Wenn man auf die Taste drückt, geht rot aus, es wird gelb, dann grün, und wieder rot. „Die Ampel ist für Formel-1-Autos, die müssen schnell rüber“, lacht Max Feichtinger (12). Die Jungs haben richtig Spaß beim Robotik-Projekt und bleiben freiwillig bis 15 Uhr an ihrer Schule, dem Gerhart-Hauptmann-Gymnasium am Rande der Wismarer Altstadt. Ob sie die Ingenieure von morgen sind? Die Chancen stehen gut, dass sie nach dem Abitur in Richtung Naturwissenschaften gehen. Denn Tüfteln und das Interesse an Naturwissenschaften werden an der Schule groß

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Die Ganztagsschule legt viel Wert auf die naturwissenschaftliche Ausbildung

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„Seit dem Jahr 2008 sind wir eine Mint-EC-Schule“, erklärt Schulleiterin Ines Albrecht. Mint- EC heißt das nationale Excellence- Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II mit einem ausgeprägten Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit gut zehn Jahren bereits gibt es die sogenannte Mint-Klasse, eine naturwissenschaftlich orientierte Klasse. Beispielsweise mit dem Fach Technik, das sich mit grundsätzlichen technischen Fragen auseinandersetzt. „Angewandte Physik und angewandte Mathematik“, erklärt Ines Albrecht ein weiteres Fach, das zusätzlich von Klassestufe sieben bis zehn angeboten wird.

Probieren geht über Studieren: Der naturwissenschaftliche Unterricht ist stark auf die Praxis ausgerichtet. Zum Schuljahr 2010/2011 wurde am Hauptmann-Gymnasium die erste Junior-Ingenieur-Akademie Mecklenburg-Vorpommerns errichtet. Experten beispielsweise von der Wismarer Hochschule kommen semesterweise an die Schule und arbeiten mit den Schülern zu Themen wie Solarenergie, Programmierung oder Architektur. Tüftler kommen bei Projekten wie „Robotik“ oder „Formel 1“ voll auf ihre Kosten. „Formel 1 ist ein internationaler Wettbewerb für Schüler, wir sind das vierte Jahr dabei“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Bärbel Madeia. Die Schüler konstruieren mit einem professionellen CAD-Programm und natürlich mit fachlicher Unterstützung am Computer ein Formel-1-Auto. Das wird dann nach den Plänen gebaut und muss im Rennen gegen andere überzeugen. Sponsorensuche, Präsentation, kreative Gestaltung – das Projekt fördert viele Bereiche und lockt so auch Mädels.

Fit machen für die Zukunft: „Ziel ist das gute Abitur entsprechend der eigenen Fähigkeiten“, beschreibt Schulleiterin Albrecht. Die Schule bietet zudem bilingualen Unterricht, Wirtschaftsenglisch, Jungunternehmerschule, die Förderung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche, dazu die verschiedensten Arbeitsgruppen im Rahmen der Ganztagsschule. „Die Schüler können sich in den AGs ausprobieren und schauen, in welche Richtung es für sie gehen könnte. Man sollte frühzeitig anfangen mit der Profilierung. Wenn man erst in der 9. oder 10. Klasse anfängt, also in der Pubertät, ist es sehr spät", weiß Bärbel Madeia.

505 Schüler gehen derzeit auf das Gerhart-Haupt-Gymnasium und werden betreut von 39 Lehrern und einer Sozialarbeiterin. Die Schule ist beliebt, nicht nur wegen der naturwissenschaftlichen Ausrichtung und dem Engagement der Lehrer. „Wir platzen derzeit aus allen Nähten“, sagt Ines Albrecht. Umso mehr sehnen Schüler und Lehrer dem Start der Umbau- und Neubauarbeiten an der Schule entgegen.

Der OZ-Schulnavigator

Die OZ präsentiert im Schulnavigator alle weiterführenden

freien und staatlichen Schulen

in Wismar und der Umgebung.

Bisher sind folgende Schulen er schienen: Regionale Schule „Bertolt Brecht“ Wismar, Regionale Schule mit Grundschule Kirchdorf, Gymnasi- um Neukloster, Regionale Schule mit Grundschule Proseken, Awo-Freie Schule Wismar, Regionale Schule Neukloster, Regionale Schule Neuburg, die Ostsee-Schule Wismar,

Große Stadtschule „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ Wismar,

Verbundene Regionale Schule und Gymnasium „Tisa von der Schulenberg“ Dorf Mecklenburg, Regionale Schule mit Grundschule „Am

Schweriner See“ in Bad Kleinen.

Nicole Hollatz

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