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Wismar Nordwestmecklenburg: Viele offene Stellen, fehlende Fachkräfte
Mecklenburg Wismar Nordwestmecklenburg: Viele offene Stellen, fehlende Fachkräfte
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14:32 04.01.2019
Die Agentur für Arbeit Wismar bilanziert: 2018 war ein gutes Jahr - auch, wenn die Arbeitslosenquote zum Jahresende saisontypisch anstieg. Quelle: Michaela Krohn
Wismar

“Es wird immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Das ist inzwischen eine richtige Herausforderung“ – das berichtet Petra Groth, Leiterin der Wismarer Agentur für Arbeit. Zwar waren im Dezember 183 mehr Menschen in Nordwestmecklenburg arbeitslos als noch im November. „Das ist aber saisontypisch“, erklärt Petra Groth. Denn: „Aktuell zählen wir 583 Arbeitslose weniger als im Dezember 2017.“ Durchschnittlich waren 5352 Menschen im vergangenen Jahr in Nordwestmecklenburg arbeitslos, das entspricht einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent für das Jahr 2018. „Noch nie zuvor war dieser Wert so niedrig“, betont die Agenturchefin.

Immer mehr Hotels und Restaurants würden zum Beispiel ihre Mitarbeiter auch über den Winter weiter beschäftigen. Das liege zum einen daran, dass auch in den kalten Monaten viele Urlauber an die Küste kommen. Zum anderen seien die Gastronomen daran interessiert, ihr Personal in dieser schwierigen Branche zu halten.

Petra Groth, Leiterin der Agentur für Arbeit Wismar: „Es ist viel schwieriger geworden, Stellen zu besetzen. Das ist eine richtige Herausforderung.“ Quelle: Heiko Hoffmann

Zudem gilt seit dem 14. Dezember das neue Qualifizierungschancengesetz. „Unsere Aufgaben verändern sich auch. Wir werden künftig mehr beratend tätig sein und unseren Kunden mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung bieten.“ Viele Menschen würden derzeit lieber „irgendeine“ Stelle annehmen, als sich weiter zu qualifizieren oder eine Umschulung zu machen. Letztendlich sei es aus Sicht der Arbeitsagentur aber besser, als Fachkraft angestellt zu werden. Vor allem im kaufmännischen Bereich habe die Agentur im vergangenen Jahr Kunden weitergebildet, aber auch Schweißerlehrgänge wurden viel genutzt. „Aber das ist einer Stadt wie Wismar ja auch nicht verwunderlich“, sagt Petra Groth augenzwinkernd mit Blick auf die Werft.

Insgesamt zeigt sich Petra Groth zufrieden mit dem Jahr 2018: „Wir haben nicht unerheblich weniger Arbeitslose in Nordwestmecklenburg. Es ist gut, wie sich alles entwickelt hat.“ In fast allen Bereichen würden jedoch weiterhin händeringend Fachkräfte, aber auch Helfer gesucht. 16 Mitarbeiter kümmern sich in der Wismarer Arbeitsagentur um die Vermittlung, hinzukommen drei Berufsberater, ein Rehaberater und zwei Integrationsberater.

Michaela Krohn

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