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Nostalgische Karawane legt Stopp am Kreisagrarmuseum ein

Dorf Mecklenburg Nostalgische Karawane legt Stopp am Kreisagrarmuseum ein

Das 25. Treffen der Freunde von Oldtimern und PS-Raritäten Anfang September erlebte einen gelungenen Vorab-Test

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Jorge Reese, der jüngste Teilnehmer, mit seinem Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936. Fotos (5): Hans-Joachim Zeigert

Dorf Mecklenburg. „Die Gastfreundschaft und Betreuung waren großartig. Da werden wohl einige beim Jubiläumstreffen der Oldtimer- und PS-Raritätenfreunde am 3. und 4. September wiederkommen“, sagt Lutz Christiansen. Der Tourenorganisator einer nostalgische Karawane auf Rädern legte im Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg einen Zwischenstopp ein.

OZ-Bild

Das 25. Treffen der Freunde von Oldtimern und PS-Raritäten Anfang September erlebte einen gelungenen Vorab-Test

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20 betagte Traktoren mit Wohnwagen im Schlepp besuchten das Museum. Start war in Heidmühlen bei Bad Segeberg mit weiteren Stationen auf Gut Glasau bei Ahrensbök, in Wohlenberg, Groß Raden, Retgendorf, Schwerin und zurück über den Ratzeburger Raum.

Im Kreisagrarmuseum erfuhren sie den Termin für das Jubiläumstreffen in Dorf Mecklenburg, bei dem Oldtimerfreunde aus allen Himmelsrichtungen seit einem Vierteljahrhundert zusammenkommen. Und genau dies entspricht auch der Philosophie der „Alttraktorenfreunde Westküste“, so der Name ihrer Vereinigung. Sie gehen zudem gemeinsam auf Reisen, um so gleichzeitig ähnliche Vereinigungen und Interessengemeinschaften kennenzulernen.

„Damit nehmen Kontakte und die Bildung neuer Freundschaften stetig zu“, bringt es Christiansen auf den Punkt. Der Vereinigung aus der Region Dithmarschen gehören derzeit 53 Mitglieder an. Mit 21

Akteuren und 20 Traktoren waren die „tuckernden Mobilisten“ eine Woche lang unterwegs. Der Begriff Karawane scheint zutreffend, denn der nostalgische Konvoi lässt es mit maximal Tempo 25 bis 30 beschaulich angehen. Und das trotz der veranschlagten 500 Kilometer Gesamtdistanz, die sie sich auf dieser ganz besonderen „Entschleunigungstour“ als Ziel gesetzt hatten.

Jede Oldie-Zugmaschine hatte noch einen Wohnanhänger zu schleppen. Der Zufall wollte es, dass ausgerechnet der jüngste Teilnehmer mit 19 Jahren, Jorge Reese, aus der Nähe von Itzehoe den ältesten Traktor lenkte, einen Lanz Bulldog aus dem Jahre 1936. Und der habe bisher ohne Probleme durchgehalten, so der angehende Landmaschinenmechaniker.

Lutz Christiansen hat an seinem Hanomag 45 gleich zwei Objekte angehängt, den Wohn- und den Toilettenwagen. Letzterer besitzt eine Dusche, ein Dixi- Klo sowie eine 1000-Liter-Wasserreserve. Erster Eindruck in seinem mobilen Zuhause: Es ist im Wohnwagen urgemütlich mit den zwei übereinander liegenden Kojenplätzen aus selbst gezimmertem Naturholz. Dazu passt ein fast museales Mobiliar. Mit zwölf Volt Bordspannung spielt zwar das nostalgische Röhrenradio nicht. Dennoch gibt es ausreichend Licht. Und weitere Koch- und Heizungsenergie liefert ein mit Holz und Kohle zu befeuernder Küchenherd.

Ganz ohne moderne Dinge geht es dennoch nicht, wie die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach beweist. „Alles in allem habe ich 300 Amperestunden zur Verfügung, das reicht sogar für einen kleinen Kühlschrank“, erklärt Christiansen. Der greift nochmals den Begriff Entschleunigung auf: „Das trifft voll auf unsere zwei geplanten Touren im Jahr zu.“ Für viele sei die ganze Jobwoche eine Zeit der Anspannung, Betriebsamkeit nach der Uhr. „Der Trecker als Freizeithobby gibt dagegen das Tempo und damit die benötigte Zeit vor und das geht dann eben nicht schneller“, sagt er.

Kreisagrarmuseum

Das Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg ist von April bis Oktober täglich in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 15.30 Uhr.

Schwerpunkt ist die seit 2011 komplett neu gestaltete Dauerausstellung, welche die jüngere Geschichte der ländlichen Entwicklung aufgreift und damit in Mecklenburg-Vorpommern als einmalig gilt. In einem umgesetzten Fachwerkhaus verweist eine Ausstellung auf die Geschichte des hier vorbeifließenden Wallensteingrabens hin. Spezielle museumspädagogische Programme können in Absprache und auf Voranmeldung gebucht werden.

In Vorbereitung ist bereits eine Fotoausstellung, die unter anderem einen Rückblick auf 25 Jahre „Oldtimer & PS-Raritäten“ erlaubt. Das Jubiläumstreffen findet am 3. und 4.

September statt. Dort wird beispielsweise ein sogenanntes Raketenmotorrad zu besichtigen sein.

Hans-Joachim Zeigert

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