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Wismar Nur ein Bauzaun versperrt den Weg zum Bahnsteig
Mecklenburg Wismar Nur ein Bauzaun versperrt den Weg zum Bahnsteig
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00:05 10.01.2017
Helmut Eitner vor dem Bauzaun, der den direkten Weg zu den Bahnsteigen versperrt. Quelle: Foto: Heiko Hoffmann

Die Lösung des Problems war schon immer einfach. Und seit der sanierten Bahnhofstraße im Sommer 2016 ist sie noch einfacher: Neben dem Blumengeschäft am Bahnhofsvorgebäude könnte es auf direktem Weg zu den Gleisen gehen. Könnte, nur ein Bauzaun stört. „Warum kann dieser Weg nicht begehbar gemacht werden, damit ihn Schwerbehinderte im Rollstuhl, Leute mit Rollatoren oder Frauen mit Kinderwagen nutzen können?“, fragt der Wismarer Helmut Eitner.

Die Stadtverwaltung sagt auf Anfrage: „Nein, dies hat die Bahn nicht vorgesehen.“ Die Bahn antwortet: „Es gibt bereits einen ebenerdigen Zugang über die Poeler Straße zu den drei Bahnsteigen.“

Dieser teils holprige Umweg ist bekannt, aber auch unbeliebt. Dabei könnte der Weg für Menschen mit Handicap so einfach und kurz sein. Helmut Eitner (81) ist sauer und kann nicht verstehen, warum Stadt und Bahn nicht unbürokratisch den Weg frei machen und sich besser in die Menschen mit Behinderung oder Eltern mit Kinderwagen hineinversetzen können. Der Senior gibt sich nicht so leicht geschlagen: „Ich fordere, dass öffentlich Stellung bezogen wird, warum das Problem so einfach abgetan wird.“ Immerhin dauert es noch Monate, ehe die Bauarbeiten beginnen.

Helmut Eitner setzt sich seit Jahren für eine bessere Lösung ein. Schon im Februar 2006 (!) wies er auf die Möglichkeit eines ebenerdigen Übergangs rechts neben dem Bahnhofsgebäude hin. Die Stadt verwies in ihrer Antwort damals auf gemeinsame Pläne mit der Bahn und sprach von einer wünschenswerten ebenerdigen Anbindung. Ein Jahr später wiederholte der Wismarer seine Frage, wann der Zugang vom Bahnhof zum Bahnsteig denn freigegeben werde.

Seit September 2016 gibt es mit Bernd Hilse (Linke) einen Behindertenbeauftragten der Wismarer Bürgerschaft. Und Burkhard Rode, Sachgebietsleiter Gebäudeverwaltung und Hochbau in der Stadtverwaltung, gilt als Beauftragter für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Vielleicht können sie in diesem langwierigen Fall erfolgreich vermitteln.Heiko Hoffmann

OZ

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