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Online-Plattform soll Kita-Anmeldung erleichtern

Wismar Online-Plattform soll Kita-Anmeldung erleichtern

Wo gibt es freie Plätze und wo nicht? CDU will neues Anmeldesystem für die Hansestadt Wismar und den Landkreis Nordwestmecklenburg etablieren. Die Stadtverwaltung prüft bereits den Antrag. Vorbilder für ein solches System gibt es bereits.

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Eltern können sich in Wismar womöglich bald online für einen Kita-Platz anmelden.

Quelle: Monika Skolimowska

Wismar. Kita aussuchen, schauen, wo noch freie Plätze sind, am Computer oder Smartphone anmelden - fertig. Ganz so leicht geht es in Wismar noch nicht. Bislang ist es für Eltern häufig ein komplizierter, langwieriger Prozess, einen Platz in der Krippe zu bekommen. Das könnte sich allerdings bald ändern. Die Stadtverwaltung Wismar hat bereits einen Prüfauftrag von der Bürgerschaft bekommen. Nun soll sich auch der Kreistag, der am Donnerstag tagt, mit dem Thema befassen. Denn vom Landkreis hängt es ab, ob ein solches System überhaupt installiert werden kann.

Lange Wege zur Kita

Babette Zülske aus Wismar kennt das Problem: „Wir hatten uns damals noch vor der Entbindung in der Nähe von unserer Wohnung anmelden wollen, aber da hieß es erst, dass es zu früh war und erst mit Geburtsurkunde eine Anmeldung durchgeführt werden kann.“ Doch auch als das Kind geboren war, kam die junge Mutter zunächst auf eine Warteliste. „Wir haben das Kind dann auch in anderen Stadtteilen anmelden müssen, um auf Nummer sicher zu gehen. Der Kindergarten ist schön, keine Zweifel, aber man musste immer quer durch die Stadt, weil man in einer Ecke gewohnt und in einer ganz anderen Ecke gearbeitet hatte.“ Inzwischen ist sie aber umgezogen und kann nun ihr Kind zu Fuß und mit dem Laufrad abholen.

Landeselternrat: Es gibt zu wenig Plätze

Für Monty Schädel vom Landeselternrat MV ist das Problem, „dass es einfach zu wenige Kita-Plätze gibt“. Um genau dann einen Platz zu bekommen, wenn er benötigt wird, „melden viele Eltern ihr Kind bei mehreren Einrichtungen an“ - vor allem in den Städten, ergänzt Schädel. Nichtsdestotrotz sei der Vorschlag der Online-Anmeldung ein Schritt in die richtige Richtung. Doch die ideale Lösung wäre, dass alle Eltern genau die Plätze bekommen, die sie wollen - das heißt in Einrichtungen, die ihrer Meinung nach ihr Kind optimal fördern - mit weltlichem oder christlichem Ansatz, mit Sprachförderung und so weiter.

24 Kitas gibt es derzeit in Wismar mit insgesamt 494 Krippen-, 1286 Kindergart- und 1060 Hortplätzen. Bereits im vergangenen September hatte die CDU-Fraktion die Verwaltung mit der Prüfung eines Online-Anmeldesystems beauftragt. „Ein ein erster Gedankenaustausch hierzu hat stattgefunden“, bestätigt Marco Trunk, Sprecher der Hansestadt.

Kreistag will sich mit neuem System beschäftigen

„Wir wissen, dass ein Online-Anmeldesystem den Eltern erleichtern würde, einen geeigneten Platz für ihre Kinder zu finden“, sagt Tom Brüggert von der Wismarer CDU-Bürgerschaftsfraktion. Der Haken: Da der Landkreis Träger der öffentlichen Jugendhilfe ist, müsste er ein solches System beauftragen. „Daher bringen wir zur nächsten Kreistagssitzung auch dort einen Antrag ein“, erklärt CDU-Mann Brüggert.

Ein solches System - wie es unter anderem in der Landeshauptstadt Schwerin mit dem Kita-Planer eingeführt wurde - soll zudem nicht nur für Kitas gelten, sondern auch für Tagesmütter und -väter.

„Wenn so ein System gut funktionierend gelingt, kann es für alle Vorteile bringen“, sagt Wibeke Mantei, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Felicitas GmbH, die unter anderem die Kitas „Brummkreisel“

und Hanseatenhaus betreibt. „Kita-Plätze sind knapp. Alle haben Wartelisten. Mit einem Online-System würde man sich viel Arbeit sparen.“

Michaela Krohn

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