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Wismar Ostsee-Schule startet neue Schwerpunkte
Mecklenburg Wismar Ostsee-Schule startet neue Schwerpunkte
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16:52 25.10.2018
Lehrer Ronny Strehlow (v.l.) arbeitet mit den Schülern Sebastian Hüppler, Leon Wolf, Elisa Auer und Antonia Krüger an den Robotern. Quelle: Christin Tute
Wismar

Kleine Roboter fahren über den Boden oder stehen auf den Schreibtischen. Jungen und Mädchen der sechsten bis zehnten Klasse arbeiten an Computern und programmieren die Maschinen. Sie alle sind Schüler des Robotik-Kurses der Ostsee-Schule Wismar, der seit diesem Schuljahr als Wahlpflichtunterricht angeboten wird. Auch neu ist der Kurs „Grüne Schule“, bei dem der Schulgarten bewirtschaftet wird. Die beiden Kurse ergänzen nun die Schwerpunkte der Schule.

Temperatur- oder Abstandsmessungen, autonomes Fahren und Bewässerungsanlagen – all das können die derzeit 14 Schüler des Robotik-Kurses gemeinsam mit ihrem Lehrer Ronny Strehlow erforschen und selbst programmieren. „Es ist interessant, dass man verschiedene Techniken wie drehen und leuchten machen kann“, findet Antonia Krüger. Die Elfjährige war auf den Kurs aufmerksam geworden, nachdem im Unterricht mit den Robotern gearbeitet wurde.

Roboter für die Arbeitswelt

„Wir wollen die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorbereiten“, sagt Strehlow. Im Robotik-Kurs stehen den Schülern Mbots zur Verfügung. Das sind von Makeblock entwickelte Bausteine, die alle zusammen funktionieren. So können die Schüler ganz einfach ihre eigenen Roboter entwickeln, die ganz verschiedene Sachen machen können. Das Programm zu den Robotern ist einfach und soll den Jugendlichen die Logik des Programmierens näherbringen, erklärt Strehlow. „Es soll allen Spaß machen und zum austoben einladen“, sagt der Lehrer. Die Schüler finden es toll mit den Robotern Gegenstände zu transportieren oder ihnen eine ganz eigene Melodie zu verpassen. „Die Kämpfe sind auch lustig“, sagt Elisa Auer. Die Sechstklässlerin hat gemeinsam mit Antonia Krüger einen rosa Roboter gebaut, der nun noch eine Sirene bekommen soll.

Ein Lehrer, der dafür brennt

Auch den Schulgarten betreut Ronny Strehlow, der erst seit dem vergangenem Schuljahr an der Ostsee-Schule unterrichtet. „Wir waren im Vorfeld bemüht, einen Schulgarten zu bearbeiten“, sagt Beate Brindle. Es brauche aber einen Lehrer, der sich hinter dieses Projekt klemme und dafür brenne, ist sich die Schulleiterin der Ostsee-Schule sicher. Solch einen Lehrer hat sie in Ronny Strehlow gefunden. Er bemühte sich sowohl beim Robotik-Kurs als auch beim Schulgarten für Partner, die die Projekte unterstützen.

Ackerdemie unterstützt junge Gärtner

So fördert nun die Ackerdemie die „Grüne Schule“ unter anderem mit Fachwissen und Samen. „Wir erlernen das selbst erst“, gibt Strehlow zu. Hier sind vor allem die Schüler für ihre Projekte zuständig. Ihr Lehrer steht trotzdem immer für Fragen zur Seite und unterstützt die jungen Gärtner dabei, Lösungen zu erarbeiten.

Aber auch ein Ackermentor und die Nachbarn in der Gartenkolonie geben dem Kurs viele Tipps. „Wir sind auch super durch den Sommer gekommen, weil wir unseren Pflanzen beigebracht haben, tief zu wurzeln“, erzählt Ronny Strehlow. Das wiederum hatte ein Experte von der Ackerdemie den Schülern gezeigt. Er brachte ihnen auch bei, wie Pflanzen richtig zusammen gesetzt werden, sodass sie sich gut ergänzen.

Arbeiten im Garten

Der Garten für das Projekt „Grüne Schule“ wurde eher durch Zufall gefunden. Ronny Strehlow hatte, nachdem die Idee zum Schulgarten entstand, passendes Land gesucht und war auf die nahe gelegene Gartenkolonie „Zur Erholung“ aufmerksam geworden. Der zur Verfügung stehende Garten musste erst einmal überarbeitet werden. Die Laube benötigte ein neues Dach und überall wucherten Brombeeren. „Es ist und soll ein Acker bleiben“, erklärt Strehlow. Denn hier sollen nur alte ökologische Pflanzen wachsen.

Neues Attraktion: Bienen

Nächstes Jahr soll dann eine Attraktion dazu kommen. Ulrich Kändler von der Schauimkerei im Tierpark wird ein Bienenvolk im Schulgarten ansiedeln. Dieses soll von den fünften Klassen betreut werden, die dann auch Honig entnehmen können. „Das freut auch viele Nachbarn hier“, sagt Ronny Strehlow. Denn wo Bienen seien wachse alles kräftiger.

Christin Tute

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