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Pastor Thorsten Markert hält Traditionen hoch

Wismar Pastor Thorsten Markert hält Traditionen hoch

Der 55 Jahre alte Theologe leitet die Wismarer Kirchengemeinde St. Marien/St. Georgen

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Pastor Thorsten Markert (55) von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Marien/St. Georgen in Wismar.

Quelle: Norbert Wiaterek

Wismar. Er legt Wert auf traditionelle kirchliche Feiern, spielt gerne Gitarre, hört Chansons und liebt es, mit seinem Enkel Fußball zu spielen: Thorsten Markert heißt der neue Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Marien/St. Georgen in Wismar. Der 55-Jährige, der das Amt am 1. März übernommen hatte, ist jetzt in der „Eingewöhnungsphase“. „Ich stelle mich bei verschiedenen Personen und Gruppen vor, will reinriechen, schauen, wo ich gebraucht werde“, sagt der Theologe, der schon einige Hausbesuche und mehrere Gremiensitzungen hinter sich hat.

Thorsten Markert wurde in Halle/Saale geboren, wuchs in der Nähe von Grimmen auf und ließ sich zum Fernsehmechaniker ausbilden. „In dieser Zeit bin ich mehr mit der Kirche in Berührung gekommen und habe mich dann taufen lassen“, erzählt der zweifache Großvater.

Nach zehn Semestern Theologiestudium in Greifswald folgte ein Vikariat in Plau am See. Ab 1989 war Markert als Pastor in Alt Meteln und Zickhusen tätig und später auch für Groß Trebbow, Kirch Stück und Cramon zuständig. Dieser Lebensabschnitt dauerte 24 Jahre. Danach wechselte der Seelsorger in die Petrusgemeinde auf dem Großen Dreesch in Schwerin, wo er zweieinhalb Jahre wirkte und sich unter anderem auch um Asylbewerber kümmerte.

Die Arbeit in Wismar sieht wieder etwas anders aus. Als eine Aufgabe benennt Markert das Stärken und zugleich das Verjüngen der St. Marien/St. Georgen-Gemeinde. Außerdem findet der Pastor die traditionellen kirchlichen Formen und die Feiern im klassischen Kirchenjahr wichtig. „Der christliche Glaube gehört in die Welt hinein. In einer Zeit, wo Werte verfallen und man Angst vor dem Fremden hat, kann es gut sein, Traditionen hochzuhalten.“ Thorsten Markert wünscht sich zum Beispiel mehr öffentliche Andachten, auch morgens in der St.-Georgen-Kirche. Dort könnte es in Zukunft außerdem einen „Raum der Stille“ für eine persönliche Besinnung und das Gebet geben. „Wir verhandeln mit der Stadt als Eigentümerin der Kirche. Das Konzept liegt auf dem Tisch. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Auch zu Kunstwerken in der wieder aufgebauten Georgenkirche hat Markert eine Meinung: „Ich finde, dass dort ein Altar irgendwie hineingehören könnte. Aber aus denkmalpflegerischer Sicht ist es wichtig zu gucken, ob es der ursprüngliche Altar, der jetzt in Sankt Nikolai steht, sein kann und welches der geeignete Standort ist. Da denke ich pragmatisch — ebenso wie Bürgermeister Thomas Beyer.“

Eine Stärke des neuen Pastors, der aktuell viel mit dem Fahrrad unterwegs ist: „Ich versuche, die Gemeinde als Ganzes zu sehen, bin für alle Altersgruppen, von den Kindern bis zu den Senioren, da.

Manchmal kann es schwer sein, diesen Spannungsbogen auszuhalten. Und sich auf viele Dinge einzulassen, birgt auch die Gefahr, nicht alles zu schaffen. Da muss ich aufpassen“, so Markert selbstkritisch.

Der Seelsorger ist übrigens Vater von vier erwachsenen Kindern — zwei Söhnen und zwei Töchtern. Mit seiner zweiten Ehefrau, die als Logopädin in der Helios-Klinik in Schwerin arbeitet und noch eine weitere Tochter mit in die Ehe brachte, wohnt er derzeit in einem Haus in der Dahlmannstraße. Dann das Pfarrhaus in der Bliedenstraße wird saniert und umgebaut, was mindestens ein Jahr, eventuell sogar bis zu zwei Jahre dauern kann. Der Nachfolger von Pastor Christian Schwarz ist aber unter ☎ 0152/27236905 erreichbar.

Von Norbert Wiaterek

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