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Poel: Leinen los für die Seenotretter

Timmendorf Poel: Leinen los für die Seenotretter

Erlebnisse zu Lande und zu Wasser am Sonntag in Timmendorf / Zum Ehrentag werden viele Besucher erwartet

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Gleich mit zwei Seenotrettungsbooten, der „Günther Schöps“ (links) und „Konrad Otto“, haben Besucher am Sonntag die Möglichkeit, lebendige Seefahrt zu erleben. Fotos (3): Hans-Joachim Zeigert

Timmendorf. Erst in dieser Woche hatten drei Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen Ernstfall. Ein Fischer war nach einem Motorschaden in der Wismarbucht verschollen. Der Einsatz fand ein glückliches Ende (die OZ berichtete).

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Erlebnisse zu Lande und zu Wasser am Sonntag in Timmendorf / Zum Ehrentag werden viele Besucher erwartet

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Am morgigen Sonntag ist der bundesweite „Tag der Seenotretter“. Die Vorbereitungen laufen auf der Insel Poel auf Hochtouren.

Ralf Schmidt, Vormann der Timmendorfer DGzRS-Station, und sein Team von 24 aktiven Einsatzkräften, davon einmal weiblich, präsentieren sich der Öffentlichkeit. Unterstützt werden sie von Kameraden der DGzRS-Station Kühlungsborn. Sie kommen mit einem Rettungsfahrzeug.

Damit stehen mit der „Günther Schöps“ und der „Konrad Otto“ (Kühlungsborn) gleich zwei sturmerprobte Seenotrettungsboote für kurze Gratis-Gästefahrten zur Verfügung. Die Boote werden immer wieder über die See preschen. Los geht es ab 11 Uhr. Bis zum Ende um 17 Uhr haben die sogenannten roten Engel der See noch einiges mehr für die möglichst vielen Gäste aus nah und fern vorbereitet.

Freunde und Ehefrauen der Seenotretter sorgen für Kaffee und einen üppigen Basar mit selbst gebackenem Kuchen. Ein Souvenirstand mit ausgewählten Erinnerungsstücken der DGzRS wird aufgebaut, die jüngsten Besucher können sich auf einer Hüpfburg austoben. Nebenbei sorgt „Das Gretzow“, eine Handpuppe in Gestalt einer außerirdischen Fantasiefigur, an verschiedensten Orten des Geschehens für turbulenten Spaß und Unterhaltung.

Gegen 15 Uhr ist im Hafenbecken eine Seenotrettungsübung zu erleben. Alle Erlöse kommen übrigens der seit 151 Jahren existierenden Gesellschaft zugute. Denn diese finanziert sich allein und bundesweit aus der großzügigen Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Deshalb darf auch gern etwas in die Sammelschiffchen mit dem bekannten DGzRS-Emblem getan werden.

Zeitgleich gewähren Mitarbeiter des Außenbezirks Wismar des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck (WSA) einen Ein- und Ausblick in den und vom Timmendorfer Leuchtturm. Die WSA-Mitarbeiter bitten aber um Verständnis und um Geduld, da der 21 Meter hohe Turm mit seiner Galerie aus statischen Gründen nur in kleinen Personengruppen betreten werden kann. Zudem kann es für Personen mit Behinderungen Probleme geben, die 75 Stufen der engen eisernen Wendeltreppe zu erklimmen.

Während die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger seit 1865 besteht, hat die Poeler Station ihr 150. Jubiläum noch vor sich. Ihre erste Rettungsbasis zur See nahm 1869 unter komplizierten und primitiven Bedingungen die Tätigkeit auf.

Hans-Joachim Zeigert

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