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Wismar Poel schafft Platz für Wohnmobile
Mecklenburg Wismar Poel schafft Platz für Wohnmobile
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00:00 18.10.2017
Kirchdorf

Gleich an sechs Stellen auf der Insel Poel soll der Flächennutzungsplan verändert werden. Am Schwarzen Busch und in Gollwitz geht es um die Festlegung von Standorten für die Strandversorgung im Bereich der Promenade beziehungsweise des Strandaufgangs.

„„Die Wohnmobil- stellplätze am Schwarzen Busch und in Timmendorf sollen mit Wasser, Abwasser und Strom hergerichtet werden. Der Bedarf für Stellflächen ist vorhanden.“Gabriele Richter Bürgermeisterin Insel Poel

Am Schwarzen Busch ist eine Grünfläche in der Promenade vor der Minigolfanlage für mehrere Betreiber vorgesehen. Die Gemeinde, so Bürgermeisterin Gabriele Richter, sei an der Strandversorgung interessiert. Aber es müssen unter anderem auch die Belange des Umweltschutzes (Abstand Küstenschutzwald) beachtet werden. Es könnte sonst passieren, dass der Landkreis das Betreiben einer Verkaufsstelle untersagt. In jedem Fall will die Gemeinde mit den Nutzern diskutieren. Neben der Änderung des F-Planes geht es in der Folge auch um einen Bebauungsplan und um die Verlegung von Versorgungsleitungen. Ähnliches treffe für Gollwitz zu. Der Imbiss solle auf die gegenüberliegende Seite wechseln.

Außerdem soll am Schwarzen Busch ein Teil des vorhandenen Parkplatzes im Ortseingangsbereich in ein Sondergebiet für einen Wohnmobilstellplatz mit Wasser, Abwasser und Strom umgewidmet werden. Das ist auch in Timmendorf-Strand geplant. Dort soll der gemeindeeigene Parkplatz erweitert und ein Teil für Wohnmobile ausgewiesen werden.

Im Gespräch ist, dass der private Parkplatz-Eigentümer auf der rechten Seite in Richtung Timmendorf-Strand die Fläche verkaufen will. Die Nutzung ist nach Angaben der Bürgermeisterin noch offen.

In Kaltenhof geht es um die Umwidmung einer Grünfläche in ein Sondergebiet für Ferienhäuser zur Erweiterung und Abrundung der vorhandenen Ferienhaussiedlung. Dieser Punkt war in der Sitzung der Gemeindevertreter am Montag umstritten. Daniela Zehr (Poeler für Poel) war für die Streichung des Punktes, weil die Kapazitätsgrenze für Ferienwohnungen auf der Insel erreicht sei. Dem stimmte Bodo Köpnick (Bürger für Poel) zu: „Ferienwohnungen sind ausgereizt.“ Anders Maik Bornstein (CDU). Es handele sich um eine Abrundung, zudem habe die Investorenseite den Willen bekundet, den Bernsteinweg, der zum Strand führt, in einen guten Zustand zu versetzen. Während der Diskussion meldete sich auch einer der Investoren zu Wort. Dieser meinte, dass man nichts gegen eine Wohnbebauung habe. Nach Angaben von Martin Hufmann vom Büro für Stadt- und Regionalplanung Wismar könnten auf der Fläche sechs bis sieben Häuser entstehen.

Die Abstimmung, Kaltenhof aus dem Beschluss rauszunehmen, endete mit drei Ja- und drei Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen. Damit wurde der Antrag abgelehnt. Der Aufstellungsbeschluss zu den geplanten Änderungen des Flächennutzungsplanes wurde letztlich mit fünf Ja- und vier Nein-Stimmen angenommen.

Heiko Hoffmann

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