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172 Unterschriften gegen Windräder

Schimm 172 Unterschriften gegen Windräder

Der Bürgermeister nahm die Listen entgegen. Auf die Tagesordnung der Lübower Gemeindevertreter kommt das Thema aber wohl frühestens im Oktober.

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Ines Marschinkowski (l.) und Birgit Asmus in Schimm mit einer Mappe, in der sich Kopien der Unterschriftenlisten befinden. Die Originale erhielt der Lübower Bürgermeister Wolfgang Lüdtke.

Quelle: Norbert Wiaterek

Schimm. Einwohner der Gemeinde Lübow laufen Sturm gegen Pläne, Windkraftanlagen in der Nähe von Schimm zu errichten. Ines Marschinkowski, Birgit Asmus und Nadine Jopke initiierten jetzt eine Unterschriftensammlung. In einer Woche sprachen sich 172 Bürgerinnen und Bürger aus Schimm, Tarzow, Maßlow und Lübow gegen die Windräder aus. 14 enthielten sich der Stimme, vier votierten für den Bau der Anlagen. Die Listen nahm Lübows Bürgermeister Wolfgang Lüdtke (parteilos) entgegen.

„Reichen nicht die nahe Autobahn, die Biogasanlage und das Kieswerk bei Schimm? Brauchen wir noch mehr Lärm, Staub, Gestank und gesundheitliche Beeinträchtigungen?“, fragten die Initiatoren der Unterschriftenaktion. „Müssen wir für Windräder unsere schöne Natur aufgeben? Ist es uns das wert, dass der Profit einiger Weniger zu Lasten aller Anderen geht, die unter allen Umständen eine Wertminderung ihrer Grundstücke in Kauf nehmen müssen? Wir sagen nein!“

Vertreter der Gesellschaft zur Nutzung erneuerbarer Energien URS mbH aus Triwalk, des kommunalen Energieversorger Wemag AG und des Projektentwicklers Kloss New Energy GmbH (KNE) aus Rerik hatten kürzlich im Solarzentrum über ihre Pläne informiert, bis zu 17 Windräder der Drei-Megawatt-Klasse unweit der Autobahn 14 zu bauen (OZ berichtete). Elf Anlagen könnten auf dem Gebiet der Gemeinde Lübow, sechs in der Gemeinde Zurow entstehen. Die Windräder, jedes bis zu 200 Meter hoch, sind laut Plan mindestens 1200 Meter von der Wohnbebauung in Schimm entfernt. Schon während der Einwohnerversammlung in Wietow lehnten mehrere Einwohner von Schimm das Großvorhaben, für das es (noch) keine Genehmigungen gibt, ab. Und das, obwohl sich die Bürger und die Kommunen finanziell beteiligen und dann von den Erlösen profitieren könnten.

„Für weitere Windkraftanlagen gibt es keine Notwendigkeit“, betonte Ines Marschinkowski. „Der Energiebedarf für Mecklenburg-Vorpommern ist gedeckt. Wir hätten von den Windrädern keine Vorteile. Im Gegenteil, wir würden damit noch andere mitfinanzieren“, so Birgit Asmus. „Wir wollen Schimm und die Umgebung als attraktiven Lebens- und Erholungsraum bewahren und unversehrt an unsere Kinder übergeben. Deshalb sagen wir zur Errichtung eines Windparks nein.“

Eckhard Rohde bestätigte gestern den Eingang der Unterschriftenlisten. Der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen sagte aber, dass auf der Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung in Lübow am 8. April kein Beschluss zu Windkraftanlagen steht. „Das wird in dieser Legislaturperiode auch kein Thema mehr sein. Dies kommt frühestens im Oktober auf die Agenda der neuen Gemeindevertretung. Ich denke aber, dass man nichts unternehmen wird, was gegen die Interessenlage der Bürger von Schimm spricht“, erklärte Rohde.

Für weitere Windkraftanlagen gibt es keine Notwendigkeit.“Ines Marschinkowski aus Schimm zählt zu den Initiatoren der Unterschriftenliste

 



Norbert Wiaterek

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