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Bau der Hochbrücke: Wismar befürchtet Verkehrsinfarkt

Wismar Bau der Hochbrücke: Wismar befürchtet Verkehrsinfarkt

Die Hansestadt schaltet sich in die Variantendiskussion ein und fordert vom Ministerium eine zeitsparende Lösung – Mit Unterführung und Brücke stehen zwei Großprojekte an

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Die Hochbrücke über den Mühlenteich ist verschlissen. Eine neue Brücke wird gebaut. Wo wird sie verlaufen?

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Der Beitrag „Elf Varianten für Neubau der Hochbrücke“ (OZ vom 2. August) hat im Rathaus die Alarmglocken schrillen lassen. Im Jahr 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen, ein Vollsperrung gilt als wahrscheinlich.

OZ-Bild

Die Hansestadt schaltet sich in die Variantendiskussion ein und fordert vom Ministerium eine zeitsparende Lösung – Mit Unterführung und Brücke stehen zwei Großprojekte an

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Die Hansestadt habe, so Wismars Stadtsprecher Marco Trunk, in einem Gespräch mit dem Ministerium deutlich gemacht, „dass Varianten, die eine Vollsperrung der Hochbrücke während der Bauzeit von bis zu drei Jahren hervorrufen würden, aus Sicht der Stadt nicht denkbar sind“.

Die Hansestadt betont ihre Stellung als Mittelzentrum mit oberzentralen Funktionen. Bürgermeister Thomas Beyer (SPD): „Eine Vollsperrung der Hauptachse als stärkste Ost-West-Verbindung über einen derart langen Zeitraum ist für Wismar verkehrstechnisch nicht verkraftbar und würde einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen. Gerade im Bezug auf die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der Stadt ist hier eine sorgfältige Planung notwendig, die eine möglichst geringe Beeinträchtigung zur Folge hat.“

Wie die OZ berichtete, werden inzwischen elf Varianten im Auftrag des Schweriner Straßenbauamtes geprüft. Anfangs war von sechs Varianten die Rede. Der Neubau ist erforderlich, weil die 46 Jahre alte Brücke verschlissen ist. Zuständig für das rund 20-Millionen-Euro teure Vorhaben ist das Straßenbauamt beziehungsweise das Infrastrukturministerium.

Aus Sicht der Hansestadt kommen nur einige der elf Varianten infrage. Beyer: „Vorzugsvarianten der Hansestadt wären eine relativ parallel beziehungsweise ein südlich verschwenkter Verlauf der neuen Hochbrücke unter möglichst langer gleichzeitiger Nutzung der jetzigen Hochbrücke während der Bauzeit.“ Die Variante über die alte Rostocker Straße wird von der Stadt konsequent abgelehnt. Hier würden der Schutz der Anwohner sowie des Welterbes überwiegen.

„Ziel muss es sein, diese wichtige infrastrukturelle Maßnahme umzusetzen, ohne dabei die Belastung zu groß werden zu lassen“, so der Bürgermeister.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Unterführung in der Poeler Straße vorher abgeschlossen sein muss, „damit es nicht zu einem Verkehrskollaps kommt“.

In der Poeler Straße könnte nach dem letzten Stand schon Mitte nächsten Jahres mit den Vorbereitungen begonnen werden. Die Bauarbeiten sollen 2018 starten. Zur Vollsperrung in der Poeler Straße würde es frühestens im Frühjahr 2019 kommen. Die Bahn setzt es sich zum Ziel, die Straße Ende 2020 wieder für den Verkehr freizugeben.

Mit der Poeler Straße und der Hochbrücke sind damit über einen langen Zeitraum zwei Hauptverbindungen in Wismar nacheinander von Sperrungen betroffen. Das hat Auswirkungen unter anderem auf den Verkehr aus Richtung Insel Poel und der Wohngebiete Fischkaten, Redentin, Hoher Damm, Schwanzenbusch und Kagenmarkt.

Der Philosophenweg wird dann zu einem Nadelöhr. Wie gelangen die Autos von der Prof.-Frege-, Gdansker- und Rabenstraße, vom Zucker-Wohngebiet und Schwarzkopfenhof in den Philosophenweg? Wird es zusätzliche Ampeln geben? Viele Fragen bleiben.

Heiko Hoffmann

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