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Bauausschuss stimmt Wohngebiet in Wendorf zu

Wismar Bauausschuss stimmt Wohngebiet in Wendorf zu

Bürgerinitiative „Wisun“ ist enttäuscht von dem Ergebnis / Wismars Bauamtsleiterin versichert: „Alle Planungen stehen auf gesetzlicher Grundlage“

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Auf der rot markierten Fläche unterhalb der Median Klinik im Seebad Wendorf soll auf 14 Hektar ein Wohngebiet entstehen.

Quelle: Uli Jahr

Wismar. Mit sechs Ja-Stimmen bei einmal Nein und einer Enthaltung haben die Mitglieder des Wismarer Bau- und Sanierungsausschusses dem Bebauungsplan für das Wohngebiet Seebad Wendorf am Montagabend zugestimmt. Wenn auch die Bürgerschaft am 26. Mai den Plan befürwortet, steht einer Bebauung der 14 Hektar großen Ackerfläche zwischen dem Seebad-Wäldchen und der Median Klinik nichts mehr im Weg.

OZ-Bild

Bürgerinitiative „Wisun“ ist enttäuscht von dem Ergebnis / Wismars Bauamtsleiterin versichert: „Alle Planungen stehen auf gesetzlicher Grundlage“

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Gegner der Bebauung, die „Wismarer Initiative für verantwortungsvolle Stadtpolitik und Naturerhalt — Wisun“ hatten zwar Rederecht für die Sitzung am Montagabend beantragt, es war ihnen aber nicht eingeräumt worden. Das kommentierte Wisun-Mitglied Sönke Reimann beim Verlassen des Beratungsraumes im Bürocenter in der Kopenhagener Straße mit: „Danke, dass unser Antrag auf Rederecht nicht beachtet wurde.“

Klaus-Dieter Steinberg von der Initiative erklärte gestern: „Nach der Entscheidung des Bauausschusses ist unsere Enttäuschung natürlich groß.“ Die Wisun hätte kein Verständnis dafür, dass ihre Bedenken bei den Überlegungen der Stadt so gar keine Rolle gespielt hätten. Die Initiative hatte auf den Verlust von wertvoller Ackerfläche und die Vernichtung von Naturraum hingewiesen und Unterschriften gesammelt. Zudem vertritt sie die Auffassung, dass der B-Plan um 7000 Quadratmeter nach Westen ins Landschaftsschutzgebiet „Küstenlandschaft Wismar-West“ hinein erweitert worden sei.

Dem erteilte Wismars Bauamtsleiterin im Bauausschuss eine Absage. „Der B-Plan liegt in den Grenzen des Flächennutzungsplans und darin wurde lediglich das Sondergebiet ,Klinik‘ ins Sondergebiet ,Wohnen‘ umgewandelt“, erklärte Nadine Domschat-Jahnke. Sie versicherte, dass sowohl die Änderung des Flächennutzungsplans als auch die Aufstellung des Bebauungsplans nach geltendem Recht erfolgt sind. „Das heißt auch nach dem gültigen Landesentwicklungsprogramm.“ Die Bauamtsleiterin räumte ein, dass in dessen Fortschreibung zwar geplant sei, die Bebauung von Ackerflächen mit einem überdurchschnittlich guten Bodenwert zu verbieten. „Aber derzeit gilt nun mal noch das alte Landesentwicklungsprogramm“, sagte Nadine Domschat-Jahnke.

Bausenator Michael Berkhahn (CDU) widersprach der Initiative zudem in dem Punkt, dass eine Wohnbebauung in Wismar-Wendorf nicht dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) entspreche, das eine Innen- vor einer Außenentwicklung festschreibe. „Es ist ja nicht so, dass wir im Stadtbereich nicht aktiv sind“, sagte er. Als Beispiele nannte Berkhahn die Planungen für den Stadtteil Friedenshof, das Gebiet Lübsche Burg Ost und den Lenensruher Weg. „Aber das reicht einfach nicht aus“, erklärte der Senator. Das Isek weise für Wismar bis zum Jahr 2025 einen Bedarf von zusätzlich 400 Wohneinheiten aus.

Wie viele Anfragen für das Baugebiet bereits vorliegen, konnte Ronald Mahnel nicht sagen. „So weit ich weiß, sind es bereits über 100. Aber ich werde mir vom Investor die genaue Zahl geben lassen und Sie informieren“, sicherte der Planer den Ausschussmitgliedern zu.

Der aktuelle B-Plan sieht vor, dass auf der etwa 14 Hektar großen Fläche 86 Grundstücke entstehen. Die Mindestgröße beträgt 1000 Quadratmeter. Entwickelt wird das Gebiet von der LGE Landesgrunderwerb M-V GmbH.

Von Sylvia Kartheuser

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