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Braune Tonne statt Gartenfeuer

Wismar Braune Tonne statt Gartenfeuer

In Wismar hat sich das Verbot für das Verbrennen von Grünschnitt bewährt, Kleingärtner halten sich daran / Im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die Regelung weniger streng

Wismar. Die Bäume stutzen, bevor sie ausschlagen. Viele Gartenbesitzer nutzen die kalten Wintermonate für diese Arbeit. Doch wohin danach mit dem Grünschnitt? Denn in Wismar ist das Verbrennen von Gartenabfällen generell verboten. 99,9 Prozent der Einwohner halten sich auch daran. „Da haben wir keine Probleme“, bestätigt Stadtsprecher Marco Trunk. „Die Kleingartenvereine stehen hinter dieser Regelung und kontrollieren sich auch untereinander.“ Sollte sich tatsächlich ein Gärtner nicht an das Verbot halten, kann er angezeigt werden. „Unser Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb hat das Gespräch mit den Kleingartenvereinen gesucht und steht in engem Kontakt, das klappt gut“, sagt Trunk. Zumal es zahlreiche Möglichkeiten zur Entsorgung gebe.

 

OZ-Bild

Gut gefüllt: Die braune Tonne wird in der Hansestadt Wismar gut angenommen, besonders in den Eigenheimgebieten.

Quelle: Fotos: Heiko Hoffmann (1), Oz (1)
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„„Ein Kleingärtner verbrennt nicht, er kompostiert. Biotonne und Biosäcke reichen aus, um Abfälle zu entsorgen.“Rolf Naumann (71) Vorsitzender im Kreisverband der Gartenfreunde

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Liter-Biotonnen sind besonders in Wismar gefragt. In der Hansestadt sind rund 4300 Tonnen für Bioabfälle gemeldet. 3000 Tonnen biologischer Abfall wurden im vergangenen Jahr darin gesammelt, 2014 waren es noch 2280 Tonnen. Im Landkreis kamen im vergangenen Jahr rund 1400 Tonnen zusammen, im Vorjahr noch fast 400 Tonnen weniger.

Im Frühjahr bietet der Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb beispielsweise an, den Grünschnitt bei den Vereinen abzuholen und kostengünstig zu schreddern. Wer im März und im Oktober Strauchschnitt zu entsorgen hat, zahlt dafür einen Euro pro Quadratmeter. Sind die privaten Biotonnen voll, gibt es für die Gärtner spezielle Laubsäcke, die beispielsweise beim Abfallwirtschaftshof oder im Bürger-Service-Center im Stadthaus erhältlich sind.

Dass diese Entsorgungssysteme ausreichen, bestätigt Rolf Naumann. Der 71-Jährige ist der Geschäftsführer der Gartenfreunde der Hansestadt Wismar und sagt: „Wismar ist in dieser Hinsicht wirklich vorbildlich. Wir brauchen unsere Abfälle nicht verbrennen, denn ein Kleingärtner verbrennt nicht, er kompostiert.“ Der entstehende Dünger sei allemal nährstoffreicher als der im Handel erhältliche, betont Naumann. Meist seien es eher die Eigenheimbesitzer, die ihre Gartenabfälle in Flammen aufgehen lassen wollen. Das bestätigt auch Carsten Helm, Vorsitzender des Vereins Gartenfreunde „Im Wall“.

Die meisten Kleingärtner bringen ihre Abfälle nach Müggenburg. Das sei günstig und werde gut angenommen. „Nur wenn Sträucher von Schädlingen befallen sind, machen einige Gärtner ein Feuer, aber der Großteil ist mit der vorhandenen Regelung einverstanden“, berichtet der 56-Jährige. In der Hansestadt gibt es 32 Kleingartenvereine mit 5320 Gärten auf insgesamt 205,57 Hektar.

Im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die Regelung weniger strikt. Das Verbrennen des Grünschnitts ist in Ausnahmefällen möglich, wenn die Nutzung einer Biotonne, das Kompostieren oder die Fahrt zu einer Annahmestelle nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Dann darf in den Monaten März und Oktober in der Zeit von 8 bis 18 Uhr ein Feuer gemacht werden – jedoch nur werktags und maximal für zwei Stunden. Die Entscheidung über die Zumutbarkeit hat das Land den Ordnungsbehörden überlassen, der Landkreis habe dazu keine Vorgaben. Der Einzelfall müsse berücksichtigt werden, lautet die Antwort der Kreisverwaltung. Kontrolliert würden diese Maßnahmen in erster Linie von den Amtsvorstehern und den Bürgermeistern der amtsfreien Gemeinden. Besonders stark seien die Belästigungen bei der Verbrennung von feucht-nassen Abfällen. Diese würden ebenso wie Blumen- und Staudenschnitt, Kraut, Gras, Laub auf den Kompost oder in die Biotonne gehören. Verbrannt werden darf nur trockener und unbelasteter Grünschnitt.

Annahmestellen in Wismar und Umgebung

Wismar

Abfallwirtschaftshof Müggenburg, Müggenburger Weg,

☎ 0 38 41 / 28 30 55

Infos: www.evb-wismar.de

Amt Dorf Mecklenburg-

Bad Kleinen

Bad Kleinen am Bauhof Koppelweg, Dorf Mecklenburg hinter der Mehrzweckhalle, Groß Stieten am Heizhaus, Hohen Viecheln an der ehemaligen Deponie, Ventschow auf dem Bauhof Straße der Jugend

Amt Klützer Winkel

Bauhof der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen, Bauhof der Stadt Klütz

Alle Annahmestellen im

Landkreis unter www.nordwestmecklenburg.de

Carolin Riemer und Vanessa Kopp

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