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Bürgermeister-Kandidat Helbig beklagt „27 Jahre Verharren“

Wismar Bürgermeister-Kandidat Helbig beklagt „27 Jahre Verharren“

Hans-Martin Helbig (FDP) will im April 2018 den amtierenden Bürgermeister Wismars ablösen. Im Rathaus stellte er sich erstmals der Öffentlichkeit vor.

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Hans-Martin Helbig (FDP) will im April 2018 als Bürgermeister ins Wismarer Rathaus einziehen. Am Mittwochabend stellte er sich der Öffentlichkeit vor.

Quelle: Nicole Buchmann

Wismar. Ein paar Minuten zu spät - dann betritt Hans-Martin Helbig die Gerichtslaube im Rathaus. Im dunklen Anzug, um den Hals eine hellblauer Krawatte. Der FDP-ler will im April kommenden Jahres zum Bürgermeister gewählt werden.

Erwartet wird Helbig am Mittwochabend von etwa 70 Leuten - ein Großteil davon sind seine Unterstützer von CDU, FDP, Für-Wismar und Grünen. Knapp zwanzig Minuten dauert seine erste Rede vor potenziellen Helbig-Wählern. Erster Eindruck: „Kompetent, aber er hat nichts über Rentner gesagt“, kommentiert Ingrid Brinker. „Gemischt“, sagt Ehemann Klaus. Helbig habe wenig Erfahrung auf diesem Gebiet. Das Paar war aus Wendorf gekommen. „Wir waren neugierig.“

Vision ohne Plan

Vernommen haben die Wismarer dann, dass Helbig eine Vision habe für die Stadt. Wie die aussieht, lässt der 33-Jährige offen. „Ich habe keinen fertigen Plan, den will ich mit den Wismarern gemeinsam entwickeln.“ Den Fachkräftemangel will er angehen, den demographischen Wandel. Wie, bleibt noch offen. Dann rechnet er mit der Entwicklung Wismars in den vergangenen Jahre ab: „Ich will das 27-jährige Verharren an der Spitze der Verwaltung beenden.“ Mit dem jetzigen kompetenten Führungsteam in der Verwaltung. Vor gut zwei Wochen sprachen sein Unterstützer René Domke (FDP) noch von einem Duckmäusertum in der Stadtverwaltung.

Die Wirtschaft breiter aufstellen, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen erkennen und befriedigen, eine transparente Kultur im Rathaus schaffen - Helbig zählt auf, woran er sich im Falle seiner Wahl nach einer ersten Amtszeit messen lassen will. Die mangelnde Erfahrung, sagt er, werde er mit Coachings wettmachen - an einem Institut in Berlin. Aber als Wirtschaftsjurist werde er mit seinen Erfahrungen an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Recht diese Aufgabe meistern.Die Fragerunde im Anschluss ist kurz. Drei Leute wollen etwas wissen - unter anderem, wie Helbig zum Sozialen stehe. „Das ist natürlich auch wichtig.“

Nicole Buchmann

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