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Bushaltestelle statt am Markt in Großschmiedestraße?

Wismar Bushaltestelle statt am Markt in Großschmiedestraße?

Die Verwaltung will das Provisorium am Marktplatz mit Glasscheiben als Wetterschutz aufwerten / Viele Politiker fordern aber den Umzug

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Bei schlechtem Wetter stehen die Fahrgäste an der Bushaltestelle am Marktplatz im Regen.

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Wer Bus fährt, steht wortwörtlich schnell im Regen. Die Haltestelle am Marktplatz in Wismar ist ohne Überdachung. Typ Provisorium — und die halten bekanntlich lange.

 

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Es ist vorgesehen, das Thema erneut im Bau- und Sanie- rungsaus- schuss im Monat Mai zu beraten. Daraus wird sich das weitere Vorgehen ableiten.“Bauamtsleiterin Nadine Domschat-Jahnke

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Die Halte- stelle am Markt passt da nicht hin. Die Busse verstopfen den Markt. Ich bin für die Groß- schmiedestraße, das war früher auch schon so.“ Sigfried Rakow (CDU), Bauausschuss

Die Fraktion FDP/Grüne forderte schon vor zwei Jahren eine überdachte Bushaltestelle, um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen. Bisher ergebnislos.

Jetzt kommt eine neue Variante ins Spiel, die nicht wirklich neu ist. Vertreter mehrerer Fraktionen haben unlängst im Bauausschuss für die Verlegung der Haltstelle in die Großschmiedestraße plädiert.

„Die Haltestelle am Markt passt da nicht hin. Die Busse verstopfen den Markt, für die Fußgänger ist es zu eng. Ich bin für die Großschmiedestraße, das war früher auch schon so“, forderte Sigfried Rakow (CDU). Der Bauausschussvorsitzende Roland Kargel schloss sich dem an. Michael Tiedke (SPD) befürchtete, eine überdachte Haltestelle sei ein zu großer Eingriff in den Denkmalschutz, und das gelte daher ebenso für die Großschmiedestraße. Ulrich Litzner (SPD) sieht die Silhouette am Markt gestört, außerdem gebe es mit der Haltestelle Am Schilde eine in der Nähe, die hat allerdings ebenfalls kein Dach. Sein Vorschlag lautete, vor dem Lottoladen an der Großschmiedestraße eine Haltestelle einzurichten, weil dort viel Platz sei.

Hans-Jürgen Leja (Für Wismar) erinnerte hingegen daran, dass es in der Vergangenheit erhebliche Bedenken von Anwohnern gegen die Haltestelle in der Großschmiedestraße gab. Bernd Hilse (Linke) erklärte daher, dies müsse mit den Anwohnern geklärt werden. Grundsätzlich sei auch er für den Umzug in die Großschmeidestraße.

Die Verwaltung verfolgt eigentlich einen anderen Plan. Sie hat sich intensiver mit einer Lösung am Markt beschäftigt. Im Wissen um den Denkmalschutz und in Abstimmung mit der Landesdenkmalbehörde werde eine filigrane Konstruktion mit Überdachung, aber ohne Rück- und Seitenwände und ohne Werbung in Erwägung gezogen, sagte Bauamtsleiterin Nadine Domschat-Jahnke. Geplant werde mit zwei Bussen.

Die Haltestelle solle möglichst dicht an die Hausfassade rücken, sodass ausreichend Platz für die Fußgänger wäre.

Bisher war das Bauamt davon ausgegangen, dass keine Abstimmung mit dem Unesco-Sachverständigenbeirat erforderlich ist. Die Mitglieder des Bauausschusses haben da Zweifel.

Auf alle Fälle soll sich das Bauamt mit der kreiseigenen Nahbus GmbH zwecks Bushaltestelle in der Großschmiedestraße in Verbindung setzen. Denn ein Alleingang Wismars ist nicht möglich.

Der Fraktion FDP/Grüne ging es mit dem Antrag im Jahr 2014 darum, das Warten auf den Bus angenehmer zu gestalten. „Besonders die Bushaltestelle am Marktplatz ist hoch frequentiert. Besonders im Herbst und Winter ist hier ein Schutz vor Regen und anderen Niederschlägen bisher nicht gegeben, da hier nur eine Sitzbank zum Warten aufgestellt wurde, eine Überdachung aber fehlt“, hieß es.

Auf OZ-Nachfrage teilte die Verwaltung mit, dass bei einem Treffen mit Vertretern der Nahbus GmbH in Kürze die Möglichkeiten einer Standortverlagerung in die Großschmiedestraße ausgelotet werden sollen. Nadine Domschat-Jahnke: „Es ist vorgesehen, das Thema im Mai erneut im Bau- und Sanierungsausschuss zu beraten. Daraus wird sich das weitere Vorgehen ableiten.“

Zudem erklärte die Bauamtsleiterin: „Die Thematik der Aufstellung einer Bushaltestelle an einem der zentralsten Orte der Hansestadt, am Markt, berührt mehrere Belange, wie die zentrale und attraktive Erreichbarkeit der Innenstadt durch den öffentlichen Nahverkehr.“ Außerdem gehe es um den Denkmalschutz und die Einhaltung der Verkehrssicherheit. „Diese Belange gilt es hier sensibel zu betrachten und bei einer Realisierung abzudecken“, führte Domschat-Jahnke aus. Derzeit werde eine Beteiligung des Sachverständigenbeirates nicht als notwendig angesehen.

Im Stadtbereich gibt es derzeit 176 Bushaltestellen, die angefahren werden. Davon sind 70 mit Wartehallen ausgestattet, die mit Sitzbänken versehen sind.

Von Heiko Hoffmann

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