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Cap Arcona: Sanierung kostet 300 000 Euro

Grevesmühlen Cap Arcona: Sanierung kostet 300 000 Euro

Die Gedenkstätte soll saniert werden. Der Eigenanteil von 100 000 Euro reicht nicht aus.

Grevesmühlen. Die Planungen bezüglich der Sanierung der Cap Arcona-Gedenkstätte auf dem Tannenberg in Grevesmühlen sind fortgeschritten. 300 000 Euro soll das Vorhaben kosten.

Ohne Fördermittel sei das allerdings nicht möglich, verdeutlichte Bauamtsleiter Lars Prahler auf der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Ein Drittel dieser Summe ist im Haushalt verankert. Das Geld wird aber erst freigegeben, wenn Fördermittel fließen. So hatten es die Stadtvertreter seinerzeit beschlossen. Für die restlichen 200 000 Euro will die Stadt nun unter anderem beim Landesamt für Denkmalpflege, beim Innenministerium, bei der Landeszentrale für politische Bildung und bei privaten Institutionen anklopfen. „Es ist ein Projekt, das mehrere Fördertöpfe erfordert“, erläuterte Lars Prahler.

Es gibt mehrere Gründe, die eine Sanierung der Gedenkstätte rechtfertigen. Zum einen müssen die Steinmauern dringend saniert werden, auch der Waldweg zur Stätte soll mit Schotter eine neue Qualität bekommen. Hinzu kommt, dass das Mahnmal für Touristen kaum zu finden ist. Ein Hinweisschild gibt es an der Kreuzung Heinrich-Heine-Straße/Tannenbergstraße. Dann ist großes Suchen angesagt. Eine Gruppe von Experten hat sich dazu bereits Gedanken gemacht. Unter anderem soll der Parkplatz an der Kita erweitert und neue Sitzmöglichkeiten sollen geschaffen werden. „Am Weg zur Gedenkstätte könnten Stelen stehen, die in deutscher und englischer Sprache nach und nach immer detaillierter Auskunft über das Ereignis geben“, erläutert Prahler. Mehr als 6000 Menschen starben am 3. Mai 1945, als englische Flugzeuge in der Lübecker Bucht Schiffe angriffen, auf denen KZ-Häftlinge untergebracht waren. Unter den Schiffen war auch die Cap Arcona. Es war eine der größten Katastrophen gegen Ende des Krieges, die sich vor der Mecklenburgischen und Schleswig-Holsteinischen Küste abgespielt hatte.

Diskussionen gibt es noch über Bepflanzungen zum und am Mahnmal. An der Gedenkstätte selber hat sich kein Rasen bewährt, da die Bäume rundherum zu viel Schatten spenden. Im Mai wird es einen Termin vor Ort des Bau- und Umweltausschusses geben.

 



Jana Franke

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