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Der Fall Bojahr: Bürgerschaft erhebt moralischen Zeigefinger

Wismar Der Fall Bojahr: Bürgerschaft erhebt moralischen Zeigefinger

Die Wismarer Stadtvertreter haben am Donnerstag dem Antrag der CDU-Fraktion zugestimmt, der dem früheren Stasi-IM den Rücktritt nahelegt. Das schließt der Betroffene jedoch aus.

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Die archivierte Akten von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) lagern in den Räumen der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin.

Quelle: Stephanie Pilick

Wismar. Dass Detlef Bojahr (Die Linke) einst als Stasi-IM tätig war, ist spätestens seit Ende Mai ein bekannter Fakt, als die Überprüfung aller Wismarer Bürgerschaftsmitglieder auf ihre Vergangenheit bekannt gemacht wurde. Nun legte die CDU-Fraktion dem Betroffenen das Niederlegen seines Mandats nahe. Eine knappe Mehrheit stimmt dem Antrag zu. Für Bojahr jedoch kein Anlass, zurückzutreten. 

„Ein Rücktritt kommt für mich nicht in Frage“, betonte Bojahr. Weitere Nachfragen: nicht erwünscht.

René Domke (FDP) vermisste die Reue und Aussöhnung von Bojahr. „Kein Wort davon“, mahnte er an. „Von den Linken gab es bisher nur Verklärungsversuche und Verzögerungstaktiken.“

Für Wolfgang Box von der CDU-Fraktion steht fest: „Die Verlogenheit der Stasi wird immer ein aktuelles Thema bleiben. Ebenso das dringende Bedürfnis uneingeschränkter Aufklärung.“ Die Frage nach Unrecht dürfe nie und nimmer ruhen. „Wer das verlangt, der ist von den Ewiggestrigen.“

Vanessa Kopp

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Die archivierte Akten von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) lagern in den Räumen der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin.

Die CDU-Fraktion der Wismarer Bürgerschaft legt Detelf Bojahr (Linke) die Niederlegung seines Mandats nahe. Seine Partei stellt sich hinter ihr Mitglied, Kreisvorsitzender Horst Krumpen kritisiert die „politische Hexenjagd“.

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