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Wismar Die Gemeinde Züsow macht weniger Schulden
Mecklenburg Wismar Die Gemeinde Züsow macht weniger Schulden
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01:24 21.02.2015
Bürgermeister Manfred Juschkat (61, CDU).

Der Haushalt von Züsow ist auch in diesem Jahr im Minus. Dennoch sagt Bürgermeister Manfred Juschkat (61, CDU-Liste): „Dieses Mal hat es richtig Spaß gemacht, mit Christian Russow von der Finanzverwaltung die Zahlen durchzugehen.“ Der Grund ist, dass das Loch im Haushalt kleiner wird. Im Ergebnishaushalt, der kaufmännischen Gewinn- und Verlustrechnung, beträgt das Defizit einschließlich der Abschreibungen noch rund 78900 Euro. Ohne die Abschreibungen sind es etwas mehr als 40000 Euro.

Das sah vor fünf Jahren anders aus. 2011 betrug das Minus im Ergebnishaushalt noch 134000 Euro. Im Finanzhaushalt fehlten damals sogar mehr als 140000 Euro. Ein Minus gibt es auch jetzt noch. Mit 65600 Euro hat es sich allerdings mehr als halbiert. „Das zeigt, dass unser Weg der richtige ist“, sagt Manfred Juschkat.

„Das Defizit im Finanzhaushalt erklärt sich zum großen Teil durch die Kreditaufnahme“, erklärt Christian Russow. Für Zinsen und Tilgung würden allein rund 50000 Euro jährlich benötigt. Die 25600 Euro auf dem Konto würden nicht ausreichen, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu sichern. Dafür muss Züsow wie bereits in den vergangenen Jahren wieder einen Kassenkredit aufnehmen.

Rund 40000 Euro sollen es diesmal sein.

„Die Entwicklung stimmt mich ganz zufrieden“, sagt der Bürgermeister. Als Züsow vor fünf Jahren erstmals auf die externe Finanzhilfe angewiesen war, betrug der Kassenkredit etwa 130000

Euro. „Und im vergangenen Jahr hatten wir einen über 78000 Euro“, erinnert Juschkat. Von dieser Summe musste Züsow jedoch keinen Cent ausgeben.

Damit die Gemeinde finanziell besser dasteht, wird überlegt, die Gewerbesteuer anzuheben. Ihr würde auch helfen, wenn alle Mietschulden bezahlt würden. Sie betrugen 6600 Euro im vergangenen Jahr. Wenn alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft würden, könnte aus Sicht des Bürgermeisters aber höchstens eine Summe von 2200 bis 2300 Euro eingefahren werden.

Die Gemeinde hat aber auch unerwartete Einnahmen. Da im Amt Neukloster-Warin, zu dem Züsow gehört, gut gewirtschaftet und nicht alles Geld verbraucht wurde, bekommt die Gemeinde ein bisschen was zurück. „Ich rechne so mit 6200 bis 6300 Euro“, sagt Manfred Juschkat. Die Gemeindevertreter sind mit den Zahlen zufrieden. Sie haben dem Haushalt, der keine großen Investitionen vorsieht, geschlossen zugestimmt.



Sylvia Kartheuser

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