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Ehemaliges China-Restaurant wird zum Gemeindezentrum

Hornstorf Ehemaliges China-Restaurant wird zum Gemeindezentrum

Der Umbau in Hornstorf wird etwa 750 000 Euro kosten. Die Gemeindevertreter stimmten den Vorschlägen von Architektin Birgit Kästner zu. Sie dienen als Planungsgrundlage.

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Das ehemalige China-Restaurant in Hornstorf soll ein Gemeindezentrum mit Bowlingbahn, Dorfladen und Saal werden.

Quelle: Sylvia Kartheuser

Hornstorf. Ein Saal für Gemeindevertretersitzungen oder private Feiern, ein Büro für den Bürgermeister, eine Bowlinganlage mit zwei Bahnen und Platz für zwei bis drei Tischtennisplatten — Architektin Birgit Kästner hat alle Wünsche der Hornstorfer untergebracht. Bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag stellte sie ihre ersten Entwürfe zum Umbau des ehemaligen China-Restaurants vor. Die Gemeinde hatte die Immobilie 2012 für 84 000 Euro gekauft.

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Durch vorgezogene Eingänge und eine unter- schiedliche Farbgebung soll das Gebäude stärker strukturiert werden. Derzeit ist es einfach nur ein ziemlich langes Haus.“ Birgit Kästner, Architektin aus Wismar

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Birgit Kästners Plan sieht vor, dass der größere Bereich des seit etwa fünf Jahren leer stehenden Gebäudes der Freizeit und Erholung dienen soll. „Zudem stelle ich mir vor, dass dort auch eine kleine Gastronomie mit etwa 20 Plätzen eingerichtet wird, für die Bowler, Tischtennisspieler oder Besucher“, so die Architektin aus Wismar.

Im kleineren Teil des eingeschossigen Hauses ist das Gemeindezentrum vorgesehen. Über einen gesonderten Eingang würde der Besucher in ein Foyer kommen, von dem der Saal, das Büro des Bürgermeisters und eventuell ein kleiner Dorfladen zu erreichen sind. Auch eine Teeküche hat die Architektin in dem Bereich vorgesehen. „Erfahrungsgemäß ist es gut, so einen Raum zu haben, gerade wenn der Saal nicht nur von den Gemeindevertretern, sondern auch für andere Veranstaltungen genutzt wird“, erklärte Brigit Kästner.

Getrennt werden beide Bereiche durch einen Block mit sanitären Anlagen, Lager, Wirtschaftraum und Ähnlichem. „Ursprünglich hatte ich getrennte Sanitäranlagen vor. Das ist aber aus Platzgründen nicht möglich“, sagte Birgit Kästner. Jetzt würde eine Anlage gemeinsam genutzt, die von beiden Seiten zugänglich sei.

Das derzeit wenig attraktive Äußere des langgestreckten Bungalows soll zudem aufgefrischt werden. „Um das Gebäude zu strukturieren und zu gliedern, habe ich die beiden Eingänge um etwa 1,50 Meter vorgezogen und farblich unterschiedlich gestaltet“, beschrieb die Architektin ihre Ideen. Welche Farben letztendlich genommen werden, entscheidet die Gemeinde.

Den Gemeindevertretern gefielen die Vorschläge der Architektin. Sie stimmten geschlossen dafür, mit ihnen in die konkrete Bauplanung zu gehen.

Finanziert werden soll der Umbau über Fördermittel und Kredite. Den beiden ersten Darlehen in Höhe von insgesamt 180 000 Euro gaben die Gemeindevertreter von Hornstorf ebenfalls ihre Zustimmung. Ein Kredit wird für die energetische Sanierung des Gebäudes und den Aufbau einer Fotovoltaikanlage eingesetzt, der andere für den ersten Teil des Umbaus.

Gemeindevertreter Peter Niebergall bemängelte allerdings, dass die anfangs auf 500 000 Euro geschätzten Umbaukosten schon auf 750 000 Euro gestiegen sein sollen. Bestätigt hat das während der Sitzung keiner, Gemeindevertreterin Heidi Tucholski wunderte das allerdings nicht. „Wenn wir ständig mit neuen Wünschen kommen, ist die Kostensteigerung doch kein Wunder. Wir müssen festlegen, was wir wollen“, sagte sie.

Bürgermeister Thomas Grille hob den Wert des Freizeit-, Erholungs- und Gemeindezentrums hervor: „Bis jetzt gibt es in der Gemeinde keine Möglichkeit, sich irgendwo mit ein paar Freunden auf ein Bier oder ein Glas Wein zu treffen. Das wird dann anders werden.“ Er betonte zudem, dass der Betrieb des Zentrums ganz in den Händen der Gemeinde bleiben solle.

 

 

Sylvia Kartheuser

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