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Wismar Einwohner befürchten Verkehrskollaps
Mecklenburg Wismar Einwohner befürchten Verkehrskollaps
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07:06 12.07.2013
Für den Block mit 32 Wohnungseigentümern gibt es vier Stellplätze. Vis-à-vis befinden sich die Grundschule mit zehn Kurzzeitparkplätzen und die neue Kita, für die es sieben Kurzzeitparkplätze gibt.

Anwohner in der Schulstraße sehen mit großer Sorge dem neuen Schuljahr und dem Umzug der Kindertagesstätte ins sanierte Gebäude entgegen. „Die Verkehrssituation war oft schon chaosartig, wenn viele der 70 Kinder zur Schule gefahren wurden, die Eltern wenden mussten und der Schulbus aus Dambeck kam“, berichtet Manfred Rothkegel (61) aus der Schulstraße 16. Im weiteren Straßenverlauf trafen sich Fahrgemeinschaften und parkten ihre Autos. Die Pädagogen suchten im Wohngebiet einen Parkplatz, wo auch zahlreiche Anwohner ihre Autos abgestellt haben.

„Hinzu kommen Fahrzeuge wie ,Essen auf Rädern‘ und die Müllabfuhr“, ergänzt Jürgen Taschenbrecker (65). „Die Kinder sind viel zu klein, um vor den Autos vorgucken zu können.“ Vor allem für sie sehen die beiden Rentner ein Sicherheitsrisiko. Denn das Chaos wird noch größer werden, befürchten sie, wenn die Eltern von 135 Kindern ihre Sprösslinge in die Einrichtung neben der Schule bringen.

„Das Parkkonzept, das die Gemeindevertreter jetzt beschlossen haben, löst die Probleme nicht“, sagen die Anwohner. Es sieht gerade einmal 17 Kurzzeitparkplätze vor. Außerdem dürfen Eltern kurz im Parkverbot in der Schulstraße stehen, um auszusteigen und ihre Kinder in die Kita zu bringen (die OZ berichtete). „Das geht nicht kurz“, wissen die Familienväter. „Die Kinder ausziehen und verabschieden — das braucht seine Zeit.“

Zudem glauben sie, dass nach wie vor jeder erst mal ins Wohngebiet fahren wird, weil er hofft, hier einen Parkplatz zu finden, statt von vornherein weiter entfernt sein Auto abzustellen — an der B

208 gegenüber der Eisdiele oder in der Dambecker Straße vor der alten Kita. Doch genau das will die Gemeinde mit ihrem Parkkonzept und den angekündigten Kontrollen durch Politessen erreichen. Der Grund: „Wir haben kein Geld, zusätzliche Parkflächen herzurichten“, erklärt Bürgermeister Hartmuth Haase (ptl.).

„Unseren Vorschlag, mit geringem Aufwand die Rasenfläche schräg neben der neuen Kita herzurichten, lehnte er aus Kostengründen ab“, berichtet Manfred Rothkegel. Er und Jürgen Taschenbrecker gehören im Übrigen zu den gewählten Vertretern der Wohnungseigentümer im Neubaublock Schulstraße 9 bis 16. Sie konnten ihre Wohnung kaufen, allerdings ohne Stellplätze. Ein Versäumnis, wie sich nun herausstellt. Für die Mieter im Nachbarblock der Regionalen Wohnungsgesellschaft Bad Kleinen sind laut Geschäftsführer Bernd Pachurka ausreichend Stellplätze vorhanden.

Auf die Rasenfläche könnte eine dünne Schicht aus Recyclingmaterial aufgetragen werden. So hätten vielleicht hundert Autos Platz. „Die schnellste und effektivste Lösung und für alle zufriedenstellend“, meinen die Männer. „Wir möchten gern mithelfen, das Problem zu lösen, auch uns finanziell mitbeteiligen“, sagt Jürgen Taschenbrecker. „Wenn sich alle, die an der Lösung des Problems interessiert sind, an einen Tisch setzen, sollte sie auch möglich sein.“ Dann könne aus dem zusammengeschusterten Parkkonzept noch ein Sicherheitskonzept für die Kinder werden.

Die Wohnungsgesellschaft Bad Kleinen als Verwalter der Eigentumswohnungen erklärte gegenüber der OZ ihre Bereitschaft. „Wir sind ja ein Gemeindeunternehmen und werden uns der Sache annehmen“, sagt Geschäftsführer Pachurka. Er hat am 17. Juli einen Vor-Ort-Termin und im August kommen die Gesellschafter zusammen. Möglicherweise kann ein Teil der Parkplatzkosten aus den Instandhaltungsrücklagen der Wohnungseigentümer finanziert werden. Der Verwaltungsbeirat will mit dem Bürgermeister erneut das Gespräch suchen.

Hartmuth Haase kündigt auf Anfrage an: „Sollte sich das Parkkonzept wider Erwarten nicht bewähren, dann reagieren wir natürlich. Die Haushaltsberatungen beginnen im Herbst. Wir sind für jeden Hinweis dankbar.“

Haike Werfel

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