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„Es gibt mehr Platz für ein Gesamtdeutschland“

Wismar „Es gibt mehr Platz für ein Gesamtdeutschland“

Die Hansestadt feierte gestern Abend den Tag der Deutschen Einheit im Bürgerschaftssaal / Wismarer Gymnasiasten übernahmen die Festrede

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Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Kirche sind der Einladung von Bürgermeister Thomas Beyer und Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (beide SPD) gefolgt.

Quelle: Fotos: Vanessa Kopp (4)

Wismar. Was können Jugendliche zu einer Zeit sagen, die sie nur aus Erzählungen kennen? Sehr viel. Madita Beilke, Aurel Fislage und Julia-Annabell Kulzer, Gymnasiasten an Wismarer Schulen, haben gestern Abend die Festrede beim Empfang zum Tag der Deutschen Einheit im Wismarer Rathaus übernommen. Traditionell wurde der Feiertag auf Einladung von Bürgermeister Thomas Beyer und Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack (beide SPD) gefeiert.

OZ-Bild

Die Hansestadt feierte gestern Abend den Tag der Deutschen Einheit im Bürgerschaftssaal / Wismarer Gymnasiasten übernahmen die Festrede

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„Wir müssen Danke sagen an alle Baumeister, die den Grundstein für die Einheit gelegt haben“, sagt Aurel Fislage, Schüler am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium. „Damit haben sie für die kommenden Generationen etwas Tolles geschaffen. Doch noch gibt es viel zu tun, es herrschen noch Unterschiede zwischen Ost und West.“ Seine Heimatstadt sei für ihn ein Beweis für die Wiedervereinigung: „Wismar ist bunt und attraktiv.“

Madita Beilke, ebenfalls Schülerin am GHG, beobachtet die kulturellen Unterschiede zwischen Ost und West teilweise noch an ihren Eltern. „Meine Mutter ist im Westen groß geworden, mein Vater im Osten“, erzählt sie. „Doch ich glaube in meiner Generation gibt es keine Unterschiede mehr. Es gibt mehr Platz für ein Gesamtdeutschland.“

Auch Julia-Annabel Kulzer hat ihr Wissen zum Thema Ost-West von Erzählungen oder aus Büchern. „In meiner Erinnerung stand der Westen immer für etwas positives, der Osten nicht.“ Heute wisse sie es zu schätzen, in einem vereinten Deutschland aufgewachsen zu sein. „Doch nicht alle denken so“, sagt die Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. „Tatsache ist, dass in Mecklenburg-Vorpommern vieles für junge Menschen nicht motivierend ist.“ Das führe zu Unmut und Wegzug. „Und auch für die Lehrer ist die Situation nicht zufriedenstellend. Warum gibt es kein einheitliches Bildungssystem mit gleicher Bezahlung?“ Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass die Einheit erst 26 Jahren jung ist. „Seitdem wurde viel Gleichheit und Freiheit geschaffen, daran muss weitergearbeitet werden“, fordert die 16-Jährige.

Bürgermeister Thomas Beyer sieht die Wiedervereinigung als Geschenk an: „Wismar hat davon profitiert und ist attraktiver geworden.“ Einig ist er sich mit Bürgerschaftspräsident Tilo Gundlack, dass in der Zukunft gemeinsam gehandelt werden müsse, um die Demokratie zu stärken. „Die Politik braucht mehr Mut und muss sich den Wählern mehr öffnen“, lautet Gundlacks Aufforderung.

Vanessa Kopp

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