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Feriengäste und Anwohner Tür an Tür

Nakenstorf/Klein Warin Feriengäste und Anwohner Tür an Tür

Neues Baurecht macht’s möglich: Zurow passt Bebauungspläne Nakenstorf und Klein Warin an

Nakenstorf/Klein Warin. Änderungen in Baugesetzbuch und Baunutzungsverordnung vom Mai dieses Jahres machen es möglich: Dauerwohnungen und Ferienwohnungen dürfen jetzt nebeneinander bestehen. Das will die Gemeinde Zurow nutzen und die Bebauungspläne in Nakenstorf und in Klein Warin der neuen Gesetzeslage anpassen. „In Nakenstorf haben wir derzeit den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 9, der eine Ferienhaussiedlung am Neuklostersee vorsieht“, erklärt Bauamtsleiterin Anke Mansour. Er wurde vor etwa neun Jahren aufgestellt.

Ziel des Bebauungsplans war, aus dem ehemaligen Ferienlager „Schiffswerfen Berlin“ ein Ferienhausgebiet zu machen. „Die Erwartungen haben sich allerdings nicht erfüllt. Von den 18 Parzellen wurden nur sechs verkauft“, sagt Anke Mansour. Nun hat der Eigentümer den Antrag gestellt, dort auch dauerhaftes Wohnen zu erlauben, weil es dafür entsprechende Anfragen gab. Letztendlich sei man im Amt Neukloster-Warin zu dem Schluss gekommen, dass sich die Wünsche des Vorhabenträgers und die Bedürfnisse von Zurow nach mehr Wohnbaufläche am besten über einen neuen B-Plan umsetzen lassen.

Der Plan soll die Fläche als Sondergebiet ausweisen, in dem weder ein Wohngebiets- noch ein Ferienhauscharakter überwiegen muss. Eine Erschließung des Gebietes ist weitgehend vorhanden, die Kosten für die Planung trägt der Grundstückseigentümer. Zwischen ihm und der Gemeinde wird ein städtebaulicher Vertrag geschlossen.

Einige Gemeindevertreter befürchteten, dass die Bebauung zu eng werden könnte. Ihr Argument: Ferienhausgrundstücke seien in der Regel nur rund 250 Quadratmeter groß, zu klein für ein Wohnhaus. Anke Mansour erklärte daraufhin, dass bei einer Wohnbebauung Grundstücke zusammengelegt würden, die Häuser also nicht dicht an dicht stehen würden.

Dennoch konnten sich nicht alle Gemeindevertreter mit den neuen Vorschlägen anfreunden. Der Aufstellungsbeschluss wurde mit sieben Ja- bis drei Nein-Stimmen dennoch gefasst.

Den Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan für Klein Warin fassten Zurows Gemeindevertreter dann einstimmig. Dort ist die Sachlage anders als in Nakenstorf. Anfang der 1990er Jahre entstand am südlichen Ortsrand von Klein Warin am Wald eine Bungalowsiedlung. Einige Häuser sind seit 20 Jahren dauerhaft bewohnt, andere sind Ferienwohnungen. „Diesen Bestand wollen wir rechtlich absichern, was durch die Änderung im Baugesetzbuch und in der Baunutzungsverordnung auch möglich ist“, sagte Anke Mansour.

Als Abrundung und Anbindung an die Ortslage sollen noch ein bis zwei Wohn- oder Ferienhäuser gebaut werden können. Die Kosten für die Planung würden privat übernommen und gingen nicht zulasten der Gemeinde, erklärte die Bauamtsleiterin. Die Kostenübernahme sei durch einen städtebaulichen Vertrag zu regeln.

Sylvia Kartheuser

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