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Gegner des neuen Wohngebiets in Wendorf übergeben Petition

Wismar Gegner des neuen Wohngebiets in Wendorf übergeben Petition

Bürgerschaftspräsident erhält Aktenordner mit 2176 Unterschriften / Bürgerinitiative „Wisun“ appelliert an Stadtparlament, Bürgerwillen nicht zu negieren

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Vertreter der Bürgerinitiative „Wisun“ mit den Unterschriftenlisten (v. l.): Steffi Reimann, Klaus-Dieter Steinberg, Sönke Reimann, Eberhardt Blei, Lutz Tannhäuser, Annette Malorny und Andreas Schaffert.

Wismar. Die „Wismarer Initiative für verantwortungsvolle Stadtpolitik und Naturerhalt — Wisun“ hat seit Ende Februar 2176 Unterschriften gegen das geplante Wohngebiet westlich der Median Klinik im Seebad Wendorf gesammelt. Einen Aktenordner mit der Petition und den Listen übergab Lutz Tannhäuser gestern zu Beginn der Sitzung der Bürgerschaft an ihren Präsidenten Tilo Gundlack (SPD). Zuvor hatte Tannhäuser in der Einwohnerfragestunde an die Stadtvertreter appelliert, die Meinung der Unterzeichner nicht zu negieren.

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Bürgerschaftspräsident erhält Aktenordner mit 2176 Unterschriften / Bürgerinitiative „Wisun“ appelliert an Stadtparlament, Bürgerwillen nicht zu negieren

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Voraussichtlich Ende Mai wird sich das Parlament mit der Satzung des Bebauungsplanes befassen. Auf einer Ackerfläche sollen 86 Eigenheimgrundstücke in Toplage entstehen. Dagegen erhebt die Bürgerinitiative Widerspruch. Sie verweist auf das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek), in dem eine Innen- vor der Außenentwicklung festgeschrieben ist. „Das externe Wohngebiet widerspricht diesem Grundsatz und vernichtet Naturraum“, sagt KlausDieter Steinberg von der Initiative.

Sie führt auch das Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg an. Es weise beim Wohnungsbau eine 150-prozentige Übererfüllung im küstennahen Umland zur unterentwickelten Kernstadt Wismar aus und lehne daher eine weitere Inanspruchnahme von Flächen im Umland ab. Das Landesentwicklungsprogramm verbiete zudem, Ackerfläche mit einem Bodenwert von über 50 umzuwandeln. Im Seebad Wendorf liege die Ackerwertzahl bei über 60. Mit dem Verlust des Naturraums gehe die Minderung des Klimaschutzes einher, kritisieren die Gegner.

Ferner würde sich nach ihrer Auffassung der Bebauungsplan nicht mit dem Flächennutzungsplan decken. Der B-Plan ist um 7000 Quadratmeter nach Westen in das Landschaftsschutzgebiet „Küstenlandschaft Wismar-West“ hinein erweitert worden. Laut Bauamt der Stadt sei es ein schmaler Randstreifen, geplant als Grünfläche, der das Schutzgebiet überdeckt. „Dieser Grünstreifen ist mit den Nutzungsbedingungen eines Landschaftsschutzgebietes vereinbar. Die Genehmigung der Naturschutzbehörde liegt vor.“ Ferner erläutert das Bauamt, dass Geltungsbereiche von Flächennutzungsplanänderung und B-Plan nicht identisch sein müssen. Wenn ein B-Plan den Flächenausweisungen des rechtswirksamen F-Plans der Stadt entspreche, sei keine Flächennutzungsplanänderung erforderlich.

Für die Waldumwandlung im Bereich der Erschließungsstraße für das Wohngebiet müssen voraussichtlich 34 Bäume gefällt werden. Als Ausgleich dafür ist vorgesehen, etwa 120 Bäume westlich und südlich des Küstenwaldes zu pflanzen.

Nicht zuletzt sieht die Bürgerinitiative kritisch, dass der B-Plan Betriebe des Beherbergungsgewerbes und nicht störendes Gewerbe zulässt. OZ erfuhr auf Anfrage, dass eine Pension möglich sei, aber keine Ferienwohnungen und auch keine Läden. „Der Wohnfunktion wird Priorität eingeräumt“, heißt es.

Die Bürgerinitiative hat die 530 Seiten umfassende B-Plan-Satzung durchgearbeitet. „Die 53 entscheidenden Seiten werden wir den Bürgerschaftsmitgliedern als Entscheidungshilfe zukommen lassen“, kündigt Andreas Schaffert an. Unterschriften gegen das Projekt will die Initiative weiterhin sammeln.

Von Haike Werfel

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