Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Geld der EU fürs Gemeinschaftshaus

Neukloster Geld der EU fürs Gemeinschaftshaus

Neukloster erhält gut 300000 Euro an Leader-Mittel / Baubeginn soll noch dieses Jahr sein

Voriger Artikel
Fraktionen mit Anträgen zur Windkraft
Nächster Artikel
Geld von der EU fürs Gemeinschaftshaus

Das Gemeinschaftshaus soll an der Nordseite der Kirche gebaut werden. Auf der Fläche stand bis 2008 eine in den 1970er Jahren erbaute Wäscherei und etwa 100 Jahre alte Fotos belegen, dass es zuvor dort ein Reetdachhaus gab.

Neukloster. 333333,34 Euro erhält Neukloster in diesem und im nächsten Jahr insgesamt als Fördermittel für das Gemeinschaftshaus. „Die krumme Summe kommt daher, dass bei dem Programm, mit dem wir rechnen, nicht aufgerundet wird“, erklärt Simone Krey vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). Das wiederum ist die Bewilligungs- und Überwachungsbehörde für die europäischen Fördermittel bei Leader-Projekten. Mit Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaft und Regionalentwicklung in der Kreisverwaltung, und Erich Reppenhagen, dem Leiter der regionalen Leader-Aktionsgruppe, überbrachte Simone Krey Neuklosters Bürgermeister Frank Meier (parteilos) und Bürgervorsteher Winfried Fuest (CDU) den Fördermittelbescheid. „Ich freue mich sehr darüber, dass ich dieses Projekt von Anfang an betreuen darf“, sagte sie.

OZ-Bild

Neukloster erhält gut 300000 Euro an Leader-Mittel / Baubeginn soll noch dieses Jahr sein

Zur Bildergalerie

Was ist Leader?

Leader ist die Abkürzung von

„Liaison entre actions de développement de l'economie rurale“, zu Deutsch: Verbindung zwischen

Aktionen zur Entwicklung der

ländlichen Wirtschaft. Mit dem

jeweils über sieben Jahre laufenden Förderprogramm der EU werden

seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert.

Gleich zu Beginn der neuen Förderperiode 2014 hatte Neukloster den Antrag auf EU-Mittel gestellt. Am Ende musste die Leader-Aktionsgruppe Westmecklenburgische Ostseeküste insgesamt rund 30 Projekte zwischen Dassow und Warin begutachten und mit Punkten bewerten. In dem Gremium sind neben der Kreisverwaltung mit Erich Reppenhagen der Nabu-Kreisverband NWM, der Verband Mecklenburgische Ostseebäder, der Städte- und Gemeindetag, das Landeskirchenamt Nordkirche, die Forschungs- GmbH Wismar, der Landfrauenverein NWM, der Kreisbauernverband, die Agentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft, die IHK zu Schwerin, das Stalu sowie der Regionale Planungsverbands Westmecklenburg mit je einem Mitglied vertreten. Die meisten Punkte erhielt am Ende die Klützer Mühle, den Fördermittelbescheid über 168000 Euro gab es vergangene Woche.

Die zweithöchste Punktzahl erreichte die Pfarrscheune in Dambeck. Für sie gibt es 194400 Euro aus dem etwa eine Million Euro umfassenden Budget der Lokalen Aktionsgruppe. „Und auf Platz 3 kommt dann auch schon das Gemeinschaftshaus in Neukloster“, sagte Erich Reppenhagen. Bei der Vergabe der Punkte sei die Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium gewesen. „Es hat doch keinen Sinn, ein Projekt hoch zu fördern, das dann nicht wirklich genutzt wird“, erklärte Reppenhagen.

Die Gefahr besteht bei dem Gemeinschaftshaus in Neukloster nicht. Allein schon durch die Bibliothek und den Seniorenclub, die dort neue Unterkunft erhalten, wird Leben in das Gemeinschaftshaus einziehen. Der Seniorenclub platze bei Veranstaltungen aus allen Nähten, sagte Bürgervorsteher Winfried Fuest. „Sie müssen nur mal donnerstags kommen, wenn Skat ist. Da finden Sie keinen freien Platz.“

Auch in der Bibliothek werde es eng, ergänzte Bürgermeister Frank Meier. „Darüber hinaus – von außen mag das Gebäude ja ganz gut aussehen. Es steht aber auf aufgeschüttetem und damit instabilem Grund“, führte er aus. Daher gebe es innen fast überall Risse in den Wänden.

Das Gemeinschaftshaus, dessen Bau etwa 2,4 Millionen Euro kosten wird, besteht genau genommen aus zwei Gebäuden. In einem soll es neben Seniorenclub und Bibliothek zwei kleinere Räume geben, in denen sich Vereine oder Interessengemeinschaften treffen können. Das zweite Gebäude wird von einem großen Saal dominiert, in dem die Stadt ihre Veranstaltungen durchführen will. Der Plan des Büros kfs Architekten Lübeck, für den die Neuklosteraner nach einem Wettbewerb votierten, verbindet beide Häuser mit einer gläsernen Passage, die den Blick auf die Nordseite der Klosterkirche freilässt.

Ein Termin für den ersten Spatenstich steht noch nicht – „aber noch in diesem Jahr“, verspricht Frank Meier. Es gibt auch eine Zielvorstellung für die Fertigstellung: „Ich denke Ende 2018 ist realistisch – kurz vor dem Stadtjubiläum.“ 2019 feiert Neukloster 800 Jahre Klostergründung.

Schöne Überraschung

Frank Meier, Neuklosters Bürgermeister, ist selten sprachlos. Erich Reppenhagen, Leiter der Leader-Aktionsgruppe Westmecklenburgische Ostseeküste, hat es geschafft. „Es ist ja nicht so, dass wir bei jedem Bewilligungsbescheid die Öffentlichkeit einladen“, sagte er bei der Übergabe für das Gemeinschaftshaus (siehe oben). Manchmal werde er auch einfach zugestellt und das Geld überwiesen. „Aber da wir schon mal hier zusammen sind: Auch die Förderung für die Tribüne im Waldstadion in Höhe von 135000 Euro ist bewilligt .“

Frank Meier machte große Augen und brauchte einen Moment, um diese Osterüberraschung zu verarbeiten. Das sei eine tolle Nachricht für den Vfl Blau Weiß Neukloster. „Und auch dieses Geld ist nachhaltig eingesetzt, im Stadion ist das ganze Jahr über etwas los“, so der Bürgermeister. Reppenhagen ergänzte, dass gerade auch die Einsatzbereitschaft des Vfl dazu beigetragen hätte, das Projekt zu unterstützen. „Eine überdachte Tribüne ist zum einen gut für die Sportveranstaltungen, sie wertet das Stadion aber auch generell als Veranstaltungsort auf“, sagte Roland Finke, Leiter der Stabsstelle Wirtschaft und Regionalentwicklung in der Kreisverwaltung. sk

Sylvia Kartheuser

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bergen
Der Gesandte der US-Botschaft Kent Logsdon (Mitte) besuchte mit seiner Frau Michelle und Richard Yoneoka vom US-Genralkonsulat Hamburg die Inselhauptstadt Bergen.

Die Fahnen tanzen bei Windstärke sechs vor dem Bergener Rathaus. Links die amerikanische, rechts die deutsche.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Politik
Verlagshaus Wismar

Mecklenburger Straße 28
23966 Wismar

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 10.00-17.00 Uhr
Freitag 10.00-16.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Kerstin Schröder
E-Mail: wismar@ostsee-zeitung.de
Telefon: 0 38 41 / 415 65

Ticket- und Anzeigenverkauf: 03841 / 41550.

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.