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Gemeinde bringt Plan für Wohngebiet auf den Weg

Krusenhagen Gemeinde bringt Plan für Wohngebiet auf den Weg

Krusenhagen will im Ortsteil Hof Redentin fünf Baugrundstücke ausweisen / Änderung des Flächennutzungsplans und Aufhebung des alten B-Plans einstimmig beschlossen

Krusenhagen. Die Gemeinde Krusenhagen ändert ihren Flächennutzungsplan. Das haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen. Das Baugebiet „Kohlwerderblick“ soll herausgenommen werden. Hintergrund ist das Baugebiet „Hof Redentin Ost“.

 

OZ-Bild

Ohne die Hilfe von Bürgermeister Harry Haker hätten wir den ganzen Boden untersuchen und ein Gutach- ten erstellen lassen müssen.“ Claus Müller, bab-Planungsbüro Wismar

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Nach den Vorgaben der Landesraumordung darf die Gemeinde bis zum Jahr 2020 nur geringfügig wachsen. Auf dem ehemaligen Sportplatz in Hof Redentin will sie fünf Baugrundstücke ausweisen, um die Ortslage weiter zu erschließen. Darum muss „Kohlwerderblick“ – es war damals der erste Bebauungsplan von Krusenhagen – gestrichen werden. „Damit vergeben wir uns nichts“, sagte Planer Claus Müller vom Büro für Architektur und Bauleitplanung Wismar. Die Entwicklung von „Kohlwerderblick“ sei ohnehin nicht wie erwartet gelaufen.

„Die Aufhebung eines Bebauungsplanes muss ungefähr die gleichen Stationen durchlaufen wie dessen Aufstellung“, erklärte der Planer. Also mit Abwägungs- und Satzungsbeschluss. Den haben Krusenhagens Gemeindevertreter einstimmig auf den Weg gebracht.

Mit dem gleichen Ergebnis beschlossen sie Abwägung und Satzung für den Bebauungsplan Nr. 7. „Hof Redentin Ost“. „Den lassen wir jetzt erstmal ein wenig ruhen“, erklärte Claus Müller. So lange, bis die Kreisverwaltung der Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt hat. „Dann gilt für den B-Plan: Wir entwickeln ihn aus einem genehmigten F-Plan und müssen ihn nur noch anzeigen“, beschrieb der Planer das Prozedere.

In Vorabsprachen wurde der Gemeinde zugestanden, dass sie entlang der Straße am ehemaligen Sportplatz fünf Grundstücke ausweisen kann. Diese dürfen jeweils mit einem Einfamilienhaus bebaut werden, das maximal zwei Wohnungen hat. „Damit soll verhindert werden, dass größere Einheiten mit vielleicht vier oder mehr Wohnungen dort entstehen“, begründete Claus Müller die Vorgabe.

Am Beispiel der Bedenken zum Boden machte der Planer deutlich, mit welchen Unwägbarkeiten Gemeinden bei der Aufstellung von B-Plänen mitunter zu kämpfen haben. Obwohl der ehemalige Sportplatz immer ein Rasenplatz war, sollte Krusenhagen ein Bodengutachten anfertigen lassen. Die Kreisverwaltung befürchtete, dass sich unter der Grasnarbe irgendwelche Altlasten verbergen könnten. „Am liebsten wäre es der Verwaltung gewesen, dass wir den ganzen Platz untersuchen und ein Gutachten erstellen lassen. Das hätte natürlich zusätzlich Geld gekostet“, so Müller. Die Gemeinde entschied sich dagegen.

„Der Bürgermeister musste schriftlich bestätigen, dass dort keine Asche oder andere Schadstoffe aufgetragen wurden“, erklärte Birger Lange, Bauamtsleiter im Amt Neuburg, zu dem Krusenhagen gehört.

Und Claus Müller bestätigte: „Ohne die Unterstützung von Harry Haker und Birger Lange wären wir um das Gutachten kaum herumgekommen.“ Das Ganze sei sehr mühselig gewesen.

„Wenn ich das so höre, wage ich ja kaum noch, einen Spaten in die Hand zu nehmen“, sagte Gemeindevertreter Thomas Baudis. Auch er war sicher, dass es auf dem Rasenplatz nie irgendwelche Bodenbelastungen gegeben hat. „Und wenn doch, dann können das höchstens Auswürfnisse nach dem Dorffest sein“, sagte er grinsend.

Sylvia Kartheuser

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