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17 junge Leute aus neun Nationen verbringen drei Wochen im Internationalen Workcamp in Wismar

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17 Teilnehmer aus neun Nationen nehmen am diesjährigen Internationalen Workcamp in Wismar teil. Am Wochenende sind die Jugendlichen angereist und haben die ersten Tage unter anderem damit verbracht, sich kennenzulernen und gemeinsam zu kochen. Fotos (5): Vanessa Kopp

Wismar. Pizza aus Italien, Tortilla aus Spanien, Borschtsch aus der Ukraine, Sushi aus Südkorea oder Kartoffelpuffer aus Weißrussland. Anfang der Woche sind 17 junge Leute aus neun Nationen nach Wismar gereist, um am dreiwöchigen Internationalen Workcamp teilzunehmen. Den ersten Tag verbrachten sie in der Küche, gemeinsames Kochen stand auf dem Programm. „Die Rezepte sammeln wir und tauschen sie aus“, erklärt Luise „Lui“ Gottschalk, Leiterin des Camps. Die 28-jährige Messebauerin aus Berlin ist zum zweiten Mal in Wismar dabei. „Es macht einfach glücklich und erweitert den Kopf“, erklärt sie. „Man lernt andere Sprachen, knüpft neue Freundschaften und ist gemeinsam kreativ.“

OZ-Bild

17 junge Leute aus neun Nationen verbringen drei Wochen im Internationalen Workcamp in Wismar

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Die kommenden Tage der Multikulti-Gruppe sind vollgepackt. In dieser Woche wird noch vorbereitet. Die 18- bis 31-Jährigen gestalten ein kreatives Programm mit internationalem Flair für Kinder – kommende Woche in Wismar, danach in Grevesmühlen. In der Hansestadt unterstützen die Campteilnehmer das kostenlose Ferienprogramm der Bauernscheune. „Am Mittwoch, dem 3. August, findet beispielsweise ein internationaler Tag bei uns statt“, erzählt Marina Nitz, die das Workcamp seit vielen Jahren begleitet. Getreu dem Motto „Andere Länder, andere Sitten“ werden die Teilnehmer den Kindern Spiele aus ihrer Heimat zeigen. Es wird gemeinsam gebastelt, gesungen und fremde Sprachen werden gelernt.

Das Internationale Workcamp, das es in Nordwestmecklenburg seit Anfang der 90er-Jahre gibt, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises, der Städte Wismar und Grevesmühlen und der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Die Übernachtung in der Wagenburg bei der Bauernscheune wird beispielsweise vom Jugendamt bezahlt, die Stadt Wismar sponsert den Jugendlichen Fahrräder während ihres Aufenthalts. Die Stadt Grevesmühlen bezahlt die Ferientickets, damit die Campteilnehmer zum Arbeiten mit dem Bus nach Grevesmühlen kommen. Insgesamt 9000 Euro kostet das Projekt, mehr als zwei Drittel davon bezahlt der Landkreis.

Dafür sind die jungen Leute dankbar. Für Imad Cheikh Eddine aus Algerien, ebenfalls Campleiter, ist das Workcamp die beste Gelegenheit, um neue Kulturen und Traditionen kennenzulernen. „Ich genieße die tolle Atmosphäre“, sagt der 31-Jährige. „Zudem kann ich meinen Urlaub dazu nutzen, etwas Sinnvolles zu machen.“ Sara Benuzzi aus Bologna in Italien ist bereits bei mehreren Workcamps dabei gewesen. „Ich war schon in Frankreich und letztes Jahr in Island und habe tolle Freundschaften geschlossen“, erzählt die Studentin. „Ich will zum einen mein Deutsch verbessern und außerdem liebe ich es, mit Kindern zu arbeiten. Das lässt sich sehr gut kombinieren.“ Vasily Taran aus Russland weiß, dass solch ein internationales Projekt nicht selbstverständlich ist. „Ich freue mich, dass ich trotz aller Schwierigkeiten, die es zurzeit auf der Welt gibt, hier sein darf“, sagt der 21-Jährige.

Auch Michael Berkhahn (CDU), stellvertretender Bürgermeister der Hansestadt, betont: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass sich die Jugend austauscht und kennenlernt.“

Vanessa Kopp

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