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Grünes Licht für neuen Penny-Markt

Grevesmühlen Grünes Licht für neuen Penny-Markt

Die Stadtvertreter befürworten einen Abriss des alten Gebäudes und einen Neubau / Bewegung kommt in das Bauvorhaben auf dem Geländes des ehemaligen Diamant-Werkes

Grevesmühlen. Der kurz nach der Wende gebaute Penny-Markt an der Kreuzung Wismarsche Straße/ B105 darf einem Neubau weichen. Dafür gab es am Montagabend grünes Licht aus der Stadtvertretersitzung – wenn auch mit einigen Bedenken. Derzeit liegt die Verkaufsfläche bei 828 Quadratmeter, erweitern soll sie sich auf 1000 Quadratmeter (die OZ berichtete). Zusätzlich wird es einen Bäcker mit Verweilmöglichkeit geben. Die Fläche beziffert Projektentwickler Thorsten Schulze mit 143 Quadratmeter.

„Damit liegen wir bei einer Vergrößerung von mehr als 20 Prozent“, gab Volkmar Schulz (Die Linke) zu bedenken. „Wir sollten das Einzelhandelsgutachten ernst nehmen“, mahnte er im Hinblick auf eine mögliche sinkende Kaufkraft. Diese Gefahr sieht Wilfried Scharnweber (grevesmühlen.jetzt) nicht. In Neu Degtow solle das Baugebiet erweitert werden (siehe nebenstehender Beitrag), somit gebe es einen Bevölkerungszuwachs in der Nähe, führte er aus.

Das sah auch eine deutliche Mehrheit der Stadtvertreter so und stimmte für das Vorhaben. Somit ist der Weg frei für weitere Planungen. „Jetzt können wir in das B-Plan-Verfahren gehen und vielleicht in einem Jahr abreißen“, erklärte Thorsten Schulze. Ein halbes Jahr werde der Neubau dauern. Gänzlich schließen soll der Markt in der Zeit nicht. „Wir hoffen, eine Ausweichmöglichkeit zu finden“, so Schulze, der noch einmal betonte, dass das jetzige Objekt aus baulicher und auch energetischer Sicht nicht mehr dem Anforderungsprofil entspreche. Über die Investitionssumme könne er noch keine Angaben machen. „Die Kostenermittlung läuft“, sagte er auf Nachfrage. Im Zuge des Neubaus soll auch der Getränkemarkt in direkter Nachbarschaft eine neue, an den Penny-Markt angepasste Fassade bekommen.

Bewegung scheint auch in das Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Diamant-Werkes in der Karl-Marx-Straße zu kommen. Die Fläche liegt seit 2012 brach. Schon vor vier Jahren wollte der Münchener Investor Reinhold Dierkes den Bau des altersgerechten Wohnparks gebaut haben, doch immer wieder geriet das Vorhaben ins Stocken. Grevesmühlens Stadtvertreter beschäftigten sich mehrfach mit der Sache und kritisierten häufig die Bauweise; wünschten sie sich kleinteiliger. Immer wieder warf Dierkes die Bauzeichnungen um. Zuletzt beschäftigte sich der Bauausschuss in der vergangenen Woche in einer Sondersitzung mit den aktuellen Entwürfen.

Zumindest ein Großteil der Stadtvertreter steht den jetzigen Plänen wohlwollend gegenüber. Entstehen sollen vier statt sechs Gebäudekomplexe. In den beiden vorderen plant Thomas Moll vom Mecklenburger Pflegedienst fünf Wohngruppen mit jeweils zwölf Bewohnern. Geplant sind Einzelzimmer mit einer 24-Stunden-Betreuung. Außerdem ist eine Tagespflege mit 16 Plätzen vorgesehen. Gerade Letztgenannte sind rar im Landkreis und die Wartelisten sind lang. In Grevesmühlen gibt es bisher eine Tagespflege der Arbeiterwohlfahrt. In den beiden hinteren Gebäudekomplexen entstehen Eigentumswohnungen, die gekauft oder gemietet werden können. Baubeginn könnte noch in diesem Jahr sein, Fertigstellung im Jahr 2018.

Jana Franke

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