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Gutshaus in Rambow soll für Bauplätze weichen

Dorf Mecklenburg Gutshaus in Rambow soll für Bauplätze weichen

Das seit Jahren leer stehende Gutshaus im Ortsteil Rambow der Gemeinde Dorf Mecklenburg wird demnächst abgerissen.

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Das marode Gutshaus in Rambow wird abgerissen. Es steht seit Jahren leer. Fotos (2): Haike Werfel

Dorf Mecklenburg. Das seit Jahren leer stehende Gutshaus im Ortsteil Rambow der Gemeinde Dorf Mecklenburg wird demnächst abgerissen. „Der Landkreis hat uns zu Sicherungsmaßnahmen aufgefordert“, berichtete Bürgermeister Torsten Tribukeit (Die Linke). Da sich kein Investor fand, das marode Gebäude zu sanieren, muss es nun weichen. Die Gemeinde und ein Privatmann als Eigentümer wollen das Grundstück für Bauplätze ausweisen. Rings um das Anwesen sind bereits neue Einfamilienhäuser errichtet worden. „Drei bis vier Baugrundstücke könnten hier noch entstehen“, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde hat für den Abriss 190000 Euro im diesjährigen Haushalt vorgesehen.

OZ-Bild

Das seit Jahren leer stehende Gutshaus im Ortsteil Rambow der Gemeinde Dorf Mecklenburg wird demnächst abgerissen.

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Auch die Garagen neben der Feuerwehr in Dorf Mecklenburg sollen zurückgebaut werden, um Bauland zu schaffen. Hier könnten sechs Grundstücke entstehen. Die Fläche, auf der die ehemalige Tankstelle stand, will die Gemeinde vom Eigentümer kaufen und zwei weitere Bauplätze ausweisen. Kommende Woche soll zudem die Erschließung für 16 Eigenheimgrundstücke im Lindenweg im Ortsteil Karow beginnen.

Eigene Bauvorhaben will die Gemeinde nur dann umsetzen, wenn sie die beantragten Fördermittel erhält, erklärt der Bürgermeister. „Wir haben im Haushalt ein Defizit von 853100 Euro“, sagt der 48-Jährige. Die Schulmensa ist die größte geplante Investition der Gemeinde. „Wenn wir in diesem Jahr beginnen sollten, dann zunächst nur mit dem ersten Bauabschnitt“, kündigt Tribukeit an. Dorf Mecklenburg hofft auf eine EU-Förderung aus dem Leader-Programm, die Mittel reicht der Landkreis aus. Als Eigenanteil hat die Gemeinde für dieses Jahr 541000 Euro in ihrem Haushalt vorgesehen.

Der erste Bauabschnitt sieht vor, den großen Saal, der multifunktional als Essenraum und für Veranstaltungen genutzt werden soll, eine Ausgabeküche und die betrieblich notwendigen Anlagen zu schaffen. Im zweiten Bauabschnitt sollen dann die Unterrichtsräume für die Bläserklassen der Kooperativen Gesamtschule (KGS) „Tisa von der Schulenburg“ entstehen. Die Kosten dafür sind nicht förderfähig.

Auf einen bereits angekündigten Förderbescheid für die weitere Sanierung der Pfarrscheune in Dorf Mecklenburg wartet die Gemeinde ebenfalls. „Wir haben das Geld für die evangelische Kirchengemeinde beantragt“, sagt der Bürgermeister. Er bezeichnet die Instandsetzung der denkmalgeschützten Pfarrscheune, für die eine gemeinsame Nutzung geplant ist, als Joint Venture. Es handelt sich um 82600 Euro für den zweiten Bauabschnitt ebenfalls aus dem europäischen Leader-Programm. Zudem steht der Neubau für drei Rad- und Fußgängerbrücken über den Walleinsteingraben an: in Gröningsgarten und im Waldgebiet bei Petersdorf. Die Kosten für die Brücke nahe der Brusenbecker Mühle teilt sich die Gemeinde mit Bad Kleinen. Aber die Planung kann nur bei entsprechender Förderung umgesetzt werden, macht der Bürgermeister klar. Hingegen steht fest, drei Bushaltestellen in Dorf Mecklenburg zu bauen: eine an der Mehrzweckhalle und zwei in der Schweriner Straße. Rund 576000 Euro hat die Gemeinde für die KGS vorgesehen: für Investitionen, Lehrmaterialien, Schüleraustausch und Schülerunfallversicherung. Die Regionalschule mit Gymnasialteil ist nicht schullastenfähig. Nur noch die Gemeinden Groß Stieten und Lübow beteiligen sich freiwillig an den Kosten. Für die Grundschule in Dorf Mecklenburg sind 147000 Euro im Haushalt eingeplant, für Reparaturen, Ausstattung und den Schwimmunterricht. Zudem stellt die Gemeinde einen zweiten Schulsozialarbeiter ein.

Ein weiterer großer Posten ist mit 466000 Euro der kommunale Anteil an der Kindertagesstätte. Zudem gibt die Gemeinde 70000 Euro für ihre Sportstätten aus. Nicht zuletzt unterstützt sie mit rund 133000 Euro ihre freiwillige Feuerwehr. Ein Großteil des Geldes soll in die Ausbildung der Mitglieder fließen. „Ein Kamerad muss den Lkw-Führerschein machen“, nennt der Bürgermeister ein Beispiel. Zudem muss Dienst- und Schutzbekleidung ersetzt oder neu angeschafft werden. Eine Investition in die Sicherheit der Einsatzkräfte.

Von Haike Werfel

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