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Hohen Viecheln: Kosten für Niederschlagswasser bereiten Probleme

Hohen Viecheln Hohen Viecheln: Kosten für Niederschlagswasser bereiten Probleme

Zweckverband Wismar will die Kalkulationen überarbeiten

Hohen Viecheln. Eigentlich wollten die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung den Austritt aus der Sparte Niederschlagswasser beim Zweckverband Wismar beschließen.

 

OZ-Bild

Lust und Frust mit Regenwasser: Die Gemeinde Hohen Viecheln sucht einen Weg, wie mit dem Niederschlagswasser umgegangen wird.

Quelle: Epr/otto Graf

Eigentlich. Doch zwei Dinge sorgten dafür, dass dieser Beschluss zurückgestellt wurde. Zum einen, weil anders als verabredet die Amtsverwaltung Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen dringend benötigte Kalkulationen noch nicht vorgelegt hat. Zum anderen besteht bei einigen Abgeordneten die Befürchtung, dass die Gemeinde selbst das Regenwassersystem nicht kostengünstiger bewirtschaften kann.

Hintergrund für den Austrittsgedanken sind die neuen Gebührenberechnungen des Zweckverbandes. Demnach betragen die kostendeckend kalkulierten Gebühren für die Gemeinde Hohen Viecheln etwa 2,55 Euro/m² für versiegelte und an das Regenwassersystem angeschlossene Flächen. Der Mindestbetrag ist mit 1,76 Euro/m² angegeben. Zuvor betrug die Gebühr für alle Gemeinden, die dieser Sparte des ZV Wismar angehörten, 0,56 Euro/m². „Über die Zahlen waren wir selbst erschrocken. Die alten Gebühren waren ja nur ins Blaue hinein von der Verbandsversammlung beschlossen und von uns erhoben worden, weil wir noch keine genaue Bestandsaufnahme durchgeführt hatten“, so Abteilungsleiter Volker Thiel auf OZ-Nachfrage. Da es in diesem Bereich kein Solidarprinzip wie bei Trink- und Abwasser gibt, wird für jede Gemeinde eine eigene Satzung für Niederschlagswasser erarbeitet.

Derzeit sind von den 26 Gemeinden, die dem Zweckverband angehören, acht in der Sparte Niederschlagswasser: Bad Kleinen, Barnekow, Bobitz, Dorf Mecklenburg, Hohen Viecheln, Hornstorf, Lübow und Metelsdorf. Für Hohen Viecheln würde das bedeuten, dass die Kosten für einen Eigenheimbesitzer, der mit 100 m² Dach- und/oder versiegelter Fläche am Regenwassersystem angeschlossen ist, von jährlich 56 auf satte 255 Euro ab dem 1. Januar 2016 steigen würden. In welcher Zwickmühle sich die Gemeinden befinden, wird deutlich, wenn man sich die Voraussetzungen anschaut: Einerseits sind die Gemeinden grundsätzlich und allumfänglich für den Unterhalt des Regenwassersystems und die dafür anfallenden Kosten verantwortlich. Egal ob sie das in Eigenregie oder über den Zweckverband machen. Andererseits besteht für die Grundstücksbesitzer keine Anschlusspflicht, wenn sie das Niederschlagswasser auf ihren Grundstücken anderweitig versickern lassen oder auffangen und speichern.

„Vielleicht übernehmen wir als Gemeinde auch 70 Prozent der Kosten und legen nur 30 Prozent auf die Grundstückseigentümer um“, ist eine Überlegung von Bürgermeister Lothar Glöde (parteilos). Sein Ziel ist es, mit den Gebühren für den einzelnen Bürger auf unter einen Euro zu kommen. „Wir sind jetzt dabei, die Kalkulationen zu überarbeiten, um für die Gemeinden und die Bürger eine akzeptable Lösung zu finden“, erklärt Thiel, ohne sich weiter in die Karten schauen zu lassen. Das wird den Zweckverband Wismar seiner Aussage nach die nächsten Monate beschäftigen.

Von Peter Täufel

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