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Keine Gebührenermäßigung für den TSV Gägelow

Gägelow Keine Gebührenermäßigung für den TSV Gägelow

Gemeindevertreter stimmen unterschiedlich ab / Verein will zum späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag stellen

Gägelow. Die Mitglieder des Turn- und Sportvereins (TSV) Gägelow sind enttäuscht. Denn sie hatten auf geringere Gebühren für die Nutzung der Sporthalle in Proseken gehofft. Für Erwachsenengruppen sollten laut TSV-Antrag statt 14,50 nur zwölf Euro je Stunde fällig werden. Doch die Mehrheit der Gägelower Gemeindevertreter sprach sich während der jüngsten Sitzung dagegen aus.

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Gemeindevertreter stimmen unterschiedlich ab / Verein will zum späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag stellen

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Fazit: Kinder und Jugendliche dürfen im aktuellen Schuljahr weiter kostenlos in der kommunalen Einfeldsporthalle trainieren. Und für Erwachsenengruppen bleibt es bei 14,50 Euro je Stunde. Nur Bernd Kolz und Frank Bahlcke (beide WG) stimmten für die Reduzierung. Simone Oldenburg (Linke) fehlte bei der Abstimmung.

Ein zuvor gestellter Antrag von Kolz, die Reduzierung auf zwölf Euro je Stunde für Erwachsenengruppen zu gewähren, war auf Ablehnung gestoßen: Kolz und Bahlcke stimmten dafür, Alexander Fenner (Liste CDU) enthielt sich hier der Stimme. Die anderen Gemeindevertreter lehnten den Kolz-Antrag ab.

„Wir haben es uns als Gemeindevertretung mit der Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Manfred Harloff (SPD). Der Vorsitzende des Finanzausschusses verwies darauf, dass Gemeindegremien bereits sechs Mal über den Antrag des TSV beraten haben und dass der Sportverein schon jetzt eine hohe Förderung seitens der Gemeinde genießt. Harloff rechnet nun für das Schuljahr mit Einzahlungen in Höhe von etwa 10 000 Euro und einem Förderanteil durch die Gemeinde in Höhe von gut 29000 Euro. Hätten die Abgeordneten einer Gebührensenkung zugestimmt, würde die individuelle Förderung bei knapp 31000 Euro liegen — bei erwarteten Einzahlungen in Höhe von etwa 8500 Euro.

„Ich bin enttäuscht, habe keine andere Entscheidung erwartet“, sagte der TSV-Vorsitzende Wolfgang Harder (67) nach der Sitzung. Kassenwart Jens Herrschaft versicherte, jedes Jahr einen neuen Antrag auf Gebührenermäßigung stellen zu wollen.

Der Streit um die Höhe der Gebühren für die Nutzung der Prosekener Sporthalle schwelt schon lange. Bereits im August vergangenen Jahres hatte der TSV einen Antrag auf Nachlass gestellt. Allerdings konnten und wollten die Gemeindevertreter keine Entscheidung fällen, weil unter anderem ein Finanzplan des Sportvereins fehlte.

Manfred Harloff hatte vor wenigen Wochen betont: „Der TSV genießt hohes Ansehen und leistet eine ganz wichtige Arbeit.“ Man dürfe aber nicht vergessen, dass der Verein schon jetzt eine hohe finanzielle — durchaus gerechtfertigte — Förderung seitens der Gemeinde erhalte. „Wir wollen den Sport nach unseren Möglichkeiten unterstützen. Aber es gibt noch andere Vereine, die unsere Gemeinde bereichern und damit einen Anspruch auf Förderung haben. Wir müssen sehen, wie wir die Mittel, die wir haben, annähernd gerecht verteilen.“

Der TSV-Vorstand hatte im Vorfeld gefragt, warum in anderen Sporthallen in Nordwestmecklenburg nur sieben Euro je Stunde und in Proseken gut das Doppelte gezahlt werden soll. „Wir können uns die Gebühren einfach nicht leisten. Wenn wir die Beiträge erhöhen, laufen uns die Mitglieder weg“, so Jens Herrschaft. Der TSV müsse eine Mehrbelastung von etwa 4500 Euro im Jahr schultern. Konsequenz sei, dass Trainingsgruppen aufgelöst werden müssten. Der TSV Gägelow hat derzeit 230 Mitglieder, darunter 68 Kinder und Jugendliche.

Von Norbert Wiaterek

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