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Kurt-Bürger-Stadion bleibt unter Denkmalschutz

Wismar Kurt-Bürger-Stadion bleibt unter Denkmalschutz

Mit einer knappen Mehrheit hat die Wismarer Bürgerschaft sich gestern Abend für den Sonderstatus der Sportstätte in der Bürgermeister-Haupt-Straße ausgesprochen

Wismar. Das Kurt-Bürger-Stadion bleibt auf der Liste der städtischen Denkmäler. Die Wismarer Bürgerschaft hat gestern Abend mit einer knappen Mehrheit den Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, der verlangte zu prüfen, ob und wie der Denkmalschutz des Baus aufgehoben werden kann. Die Fraktionen SPD und Linke stimmten dagegen.

Seit Dezember 2008 steht der Bau aus der Frühzeit der DDR auf der Denkmalliste. Die CDU kritisierte, dass dadurch unnötige Hürden für die anstehende Sanierung gestellt werden (die OZ berichtete). Der eigentliche Zweck des Stadions – als Sportstätte genutzt zu werden – gehe dadurch verloren. Schnelle Fortschritte seien nicht machbar, der Denkmalschutz blockiere.

Für Bausenator Michael Berkhahn (CDU) keine ausreichende Begründung: „Die Voraussetzung von damals, nämlich das Kulturgut zu schützen, besteht heute immer noch. Wir müssen uns mit der Situation arrangieren.“ Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) hatte er vor wenigen Monate – als das Thema Multifunktionsarena noch in Aussicht stand – mit der Denkmalschutzbehörde bereits über dieses Thema gesprochen. „Die Latte hängt sehr hoch, dafür reichen diese Argumente nicht aus“, lautete seine Einschätzung.

Joachim Winkler von der SPD-Fraktion teilte diese Meinung. Die Sanierung in Absprache mit dem Denkmalschutz werde anstrengend und verlange Überzeugungskraft, prophezeite er. „Doch wir werden Kompromisslösungen finden.“

So wie beispielsweise bei der maroden Stadiontreppe, hakte Bürgermeister Beyer ein: „Eine Sanierung wäre in dem Fall wirtschaftlich nicht umsetzbar gewesen.“ Dafür müsse nun der Nachbau dem ursprünglichen Bild entsprechen. Drei Jahre hat die Stadt mit dem Amt für Denkmalschutz darüber verhandelt. Die Kosten für die Instandsetzung liegen nun bei 500 000 Euro. Der CDU-Fraktion wäre das ein Eintrag ins Schwarzbuch für Steuergeldverschwendung wert. „Wir müssen uns eben Stück für Stück vorantasten“, plädierte Beyer. Und für die weiteren Arbeiten, die aktuell noch auf der Agenda stehen – die Erneuerung der Drainage und der Laufbahn – sei der Denkmalschutz nicht relevant. „Ein Aufhebung des Status ist deshalb reine Illusion“, so sein Fazit.

Für Gerd Zielenkiewitz von der Für-Wismar-Fraktion keine zufriedenstellende Erklärung: „Das Kutscherhaus, welches ebenfalls unter Denkmalschutz stand, wurde abgerissen. Es ist also möglich.“ Das Gebäude musste im Rahmen des Neubaus der Kreisverwaltung in der Rostocker Straße weichen. Der Bürgermeister korrigierte: „Das Kutscherhaus war nur ein Teil des gesamten Denkmals. Der Abriss war ein Kompromiss.“ Und genau diese Kompromisse wolle er mit der zuständigen Behörde bei konkreten Problemen im Kurt-Bürger-Stadion ebenfalls erarbeiten.

Vanessa Kopp

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