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Marode Sportstätten: Stadt lässt Konzept erstellen

Wismar Marode Sportstätten: Stadt lässt Konzept erstellen

Die Auftragsvergabe ist extern erfolgt / Nach dem Ist-Zustand sollen im nächsten Jahr Ergebnisse vorliegen / CDU stellt Antrag zum Stadion

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Der Treppenaufgang zum Kurt-Bürger-Stadion ist seit 2012 gesperrt. Für rund 500 000 Euro soll er saniert werden. Kritiker monieren, dass die Kosten den Investitionen im Sport zugerechnet werden. Die Sanierung habe nur indirekt etwas mit der Sportanlage zu tun, das Stadion ist auch so zugänglich.

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Sportler und Vereine sollten in den nächsten Wochen und Monaten gut aufpassen. Denn die Stadtverwaltung hat ein Konzept zur Entwicklung der Sportstätten extern in Auftrag gegeben. 2016 und 2017 wird es erstellt, so der für Sport zuständige Senator Michael Berkhahn (CDU): „Wir wollen sehen, welche Kapazitäten erforderlich sind, was wir in der Nutzung optimieren können und welchen Aufwand wir betreiben müssen.“

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Die Auftragsvergabe ist extern erfolgt / Nach dem Ist-Zustand sollen im nächsten Jahr Ergebnisse vorliegen / CDU stellt Antrag zum Stadion

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Im Klartext geht es darum, welche Kosten auf die Stadt zukommen und welche Maßnahmen konkret wann angegangen werden. Der Haushalt für 2016 und 2017 ist beschlossen. Für die Zeit ab 2018 soll das Konzept in die Finanzplanung einfließen.

Der Senator räumt ein: „Wir wissen um den Sanierungsstau. Dass wir was beim Stadion und der großen Sporthalle machen müssen, ist offenkundig. Da sehen wir natürlich Handlungsbedarf, dafür brauchen wir kein Konzept.“ Doch in dem Konzept geht es um sämtliche Sportanlagen.

„Diese Nachricht nimmt unsere Fraktion mit Freude zur Kenntnis. Wir begrüßen diese Entscheidung und werden den weiteren Prozess konstruktiv begleiten“, so Tom Brüggert (CDU). Eigentlich wollte die Fraktion per Bürgerschaftsantrag am Donnerstag, 29. September, ein solches Konzept einfordern. Das hat sich erledigt.

Ungeachtet dessen will die CDU den Prüfantrag stellen, ob Geld aus dem Haushalt 2016/17 akquiriert werden kann, um die vollständige Sanierung beziehungsweise einen Neubau der Umkleidekabinen sowie der dazugehörigen Sanitäranlagen im Kurt-Bürger-Stadion zu realisieren. Brüggert: „Sofern dies nicht realisierbar ist, wird der Bürgermeister beauftragt, in der nächsten Haushaltsplanung für den Haushalt der Hansestadt Wismar 2018 die benötigten Mittel einzustellen. Auch in diesem Fall ist zu prüfen, ob Fördermittel beantragt werden können.“

Wie die OZ berichtete, gibt es erheblich unterschiedliche Ansichten zwischen Stadt, dem FC Anker und anderen Nutzern, was zuerst im Stadion gemacht werden sollte. Fluchtlichtanlage oder trockener Rasen? Neue Umkleidekabinen oder eine ordentliche Laufbahn?

Der Stadt stehen fürs Erste 1,3 Millionen Euro für das Stadion zur Verfügung. Angesichts der Mängelliste ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Kosten wurden in der Vergangenheit auf 5,63 Millionen Euro geschätzt.

Von dem zur Verfügung stehenden Geld fließen rund 500 000 Euro in die Sanierung der seit 2012 gesperrten Treppenanlage. Bereits das gefällt vielen nicht, weil die Treppenanlage für die Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Stadions auch nach der Sanierung kaum eine Rolle spielt, das Geld aber dem Sport angerechnet wird. Bleiben 800000 Euro für Dränage und Laufbahn. Der FC Anker kommt damit mit seinen Wünschen (Flutlichtanlage, Sanierung von Umkleideräumen, Sitzplätze) nicht zum Zuge und ist verärgert.

Der CDU-Fraktion darf zugutegehalten werden, nicht nur das Stadion im Blick zu haben. Nicht nur dieses sei dringend sanierungsbedürftig, „ sondern auch viele weitere Sportstätten in der Hansestadt Wismar“, so Tom Brüggert, der weiter sagt: „ Nach Ansicht unserer Fraktion ist die Erarbeitung eines Sportstättenentwicklungskonzeptes nach wie vor dringend notwendig. Bereits im Februar 2015 forderte unsere Fraktion die Entwicklung eines solchen Konzeptes. Die damaligen Beratungen machten deutlich, dass dies nur durch ein externes Unternehmen zu leisten sei.“

Für die Erstellung des Konzeptes nimmt die Stadt eigenes Geld und Fördermittel in Anspruch. Es wird in vier Abschnitten erarbeitet.

Heiko Hoffmann

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