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Metelsdorf: Maschine kehrt künftig Mecklenburger Straße

Metelsdorf Metelsdorf: Maschine kehrt künftig Mecklenburger Straße

Gemeinde entbindet Anlieger von ihrer Reinigungspflicht an der viel befahrenen Strecke

Metelsdorf. Die Mecklenburger Straße in Metelsdorf wird aus der Reinigungsklasse II der Straßenreinigungssatzung der Gemeinde gestrichen. Das haben die Gemeindevertreter am Dienstagabend entschieden. Der Grund: In dieser Reinigungsklasse sind die anliegenden Grundstückseigentümer verpflichtet, außerhalb des Winterhalbjahres die Straße bis zur Fahrbahnmitte zu säubern. Weil aber der Durchgangsverkehr auf dieser Hauptverkehrsstraße im Dorf stark zugenommen hat, besteht ein zu großes Risiko für die Anwohner, ihrer Pflicht nachzukommen. Die Gemeinde könne sie ihnen nicht zumuten. Dazu gibt es laut Amtsverwaltung Gerichtsurteile.

Vor allem die Anlieger im Kurvenbereich der Mecklenburger Straße zwischen Maibruchweg und dem Wohngebiet Am Gross Bütt würden bei der Reinigung gefährdet sein. Sie können nicht einsehen, wann ein Fahrzeug naht.

Wie Bürgermeister Ulrich Gilde (SPD) sagte, habe es bislang keine Probleme bei der Reinigung der Mecklenburger Straße gegeben. Alternativ zur bisherigen Regelung gab es zwei Varianten, zwischen denen sich die Gemeindevertreter zu entscheiden hatten: Soll die Firma, die mit dem Winterdienst beauftragt ist und bisher eine einmalige maschinelle Straßenreinigung zur Streugutaufnahme nach der Wintersaisaon (meist im April) ausführt, nach Bedarf die Mecklenburger Straße reinigen. Oder soll sie mit einer regelmäßigen Reinigung einmal im Monat oder vierteljährlich beauftragt werden.

Ulf Hasse war der Ansicht, dass nur die Anlieger in dem gefährlichen Kurvenbereich von der Straßenreinigungspflicht entbunden werden sollten. Dies widerspreche seinem Rechtsverständnis vom Gleichheitsgrundsatz, sagte daraufhin Ties Möckelmann. Petra Schmidt (CDU) würde die Regelung „lassen, wie es ist“.

Die Kehrmaschine nur im Kurvenbereich einzusetzen, sei nicht zweckmäßig, sagte Eckhard Rohde. Der Leitende Verwaltungsbeamte im Amt Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen empfahl die maschinelle Reinigung der gesamten Straße. Sie sei zwar mit Kosten verbunden, aber die Gefährdung für die betreffenden Straßenanlieger bestehe dann nicht mehr. Laut einer Schätzung durch die Amtsverwaltung würde die maschinelle Reinigung nur im Bereich der Mecklenburger Straße etwa 350 Euro brutto pro Kehrgang kosten. 80 Prozent würden auf die Anlieger umgelegt. 20 Prozent würde die Gemeinde aus Allgemeininteresse an der Straßenreinigung tragen. „Für eine Reinigung bei Bedarf werden die Kosten relativ gering sein“, prophezeite Rohde. Dafür stimmten fünf Gemeindevertreter. Jan Voß war dagegen.

Von Haike Werfel

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