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Neue Vorwürfe gegen CDU-Frau Strenz: „Korruption“ und „Lüge“

Wismar Neue Vorwürfe gegen CDU-Frau Strenz: „Korruption“ und „Lüge“

Die Affäre um Lobbyismus oder womöglich Bestechlichkeit der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz (CDU) geht weiter.

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Karin Strenz gerät weiter unter Druck: In dieser Woche trat sie mit Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) in Wismar im Wahlkampf auf. Fragen zu ihren dubiosen Beziehungen nach Aserbaidschan beantwortet sie nicht.

Quelle: Jens Büttner

Wismar. Die Affäre um Lobbyismus oder womöglich Bestechlichkeit der CDU-Bundestagsabgeordneten Karin Strenz (CDU) geht weiter. Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe (SPD), wie Strenz Mitglied des Europarates, wirft der Schwerinerin Korruption und Lüge vor. 2015, in dem Jahr, in dem Strenz – wie auch 2014 – bis zu 15 000 Euro von der Firma Line-M-Trade des Aserbaidschan-Lobbyisten Eduard Lintner kassierte, sei die CDU-Frau auch als Wahlbeobachterin im Kaukasus-Staat gewesen. Dazu habe sie eine Unbedenklichkeitserklärung unterzeichnen müssen und damit versichert, dass sie selbst keine wirtschaftlichen oder finanziellen Interessen im Land habe. „Frau Strenz hat definitiv schriftlich gelogen“, teilt Schwabe via Twitter mit. Stattdessen habe sie „Geld bekommen“ und „das Gegenteil unterschrieben“. Schwabe deutlich: „Wer korrupt ist, hat im Bundestag nichts verloren.“ Der SPD-Mann unterstellt Strenz „Korruption bzw. massive Einflussnahme“.

Karin Strenz äußert sich zu neuen wie auch alten Vorwürfen nicht auf OZ-Anfrage. In einer persönlichen Erklärung hatte sie den Empfang von Geld der Firma Line-M-Trade für Beratertätigkeiten zur „Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen“ bestätigt. Was sie aber konkret für das Geld tat, das über Umwege aus dem autokratischen Staat stammen soll, sagte sie nicht. Auch die Landes-CDU hält sich weiter bedeckt. Man wolle die Sache „nicht kommentieren“, so Generalsekretär Wolfgang Waldmüller.

Das tun allerdings andere. Auf Strenz’ und anderen Facebookseiten liefern sich Kritiker und Anhänger der CDU-Frau einen heftigen Schlagabtausch. Rücktrittsforderungen an Strenz kamen von den Grünen und aus der AfD. Gustav Graf von Westarp, Kopf der Freien Wähler in MV, erklärte: „Wer im Dienst einer fremden Macht steht und von ihr bezahlt wird, kann nicht gleichzeitig seinen Wählern dienen.“ Die Vereinigung Lobby Control mahnt unverzügliche Aufklärung durch Strenz an.

Frank Pubantz

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Lobbyismus-Vorwürfe gegen Karin Strenz, CDU-Bundestagsabgeordnete. Die 49-Jährige soll Geld aus Aserbaidschan kassiert haben. Bisher hat sie sich nicht dazu geäußert.

Karin Strenz, Bundestagsabgeordnete für Wismar und Umgebung, soll Geld aus Aserbaidschan kassiert haben.

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